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3 mögliche Gründe, wenn es nicht weiter geht

18.12.2018

Du stehst an einer bestimmten Stelle und kommst nicht voran? Du hast für eine bestimmte Veränderung schon mehrmals Anlauf genommen, fällst aber irgendwie immer wieder zurück? Du hast manchmal das Gefühl, gegen Windmühlen anzurennen?

Ich möchte dir heute drei mögliche Gründe nennen, die zu solchen Blockaden führen können, und was du jeweils tun kannst.

Die anderen sind schuld ...

Eines habe ich bei mir selbst immer wieder festgestellt: Manchmal liegt es ja an anderen, dass es nicht so richtig voran geht. Wir warten ewig auf den Kollegen, den Mitarbeiter oder den Dienstleister oder es gab ein Missverständnis, und er liefert was ganz anderes als wir haben wollten. Aber auch dann, wenn augenscheinlich die anderen "schuld" sind, macht es Sinn, zu schauen, wo dein eigener Anteil ist. Es gibt kaum etwas, an dem wir nicht auch selbst Anteil haben. Wenn es bei den anderen nicht so recht voran geht, sagt das immer auch etwas über uns aus. Sei mutig und ehrlich und schau es dir an. Es kann sich sehr lohnen.

Bei mir z. B. habe ich zwei mögliche Gründe festgestellt. Weil das beides meine ganz persönlichen Themen sind, beschreibe ich sie aus meiner Sicht. Aber vielleicht kommt dir ja der eine oder andere Gedankengang auch aus deinem Alltag bekannt vor.

Ich mache mir selbst und anderen zu viel Druck. Will zu viel auf einmal. Überfordere damit mich und andere. Indem die anderen dann trödeln, werde ich dezent auf mein viel zu schnelles Tempo hingewiesen. Das Problem an diesem Tempo ist ja oft, dass wir zu viele Schritte auf einmal tun, oder sogar welche überspringen, und dann das Ergebnis leidet.

Manche Dinge brauchen einfach auch Zeit, um zu reifen. Ich merke das dann oft daran, dass Termine erst weit in der Zukunft möglich sind, weil der Dienstleister einfach vorher keine Luft hat. Oder wenn einer von uns beiden krank wird. Wenn ich durch scheinbar äußere Umstände, für die keiner was kann, zum Langsamgehen gezwungen werde. Aber je mehr ich mich selbst beobachte, je bewusster ich im Alltag werde, desto schneller merke ich auch ohne diese äußeren Zeichen, wenn ich mal wieder im Schnell-schnell-Modus bin.

Ich gehe zu viele faule Kompromisse ein. Das ist mein ganz persönliches Thema. Ich bin mit anderen manchmal zu verständnisvoll, verständnisvoller als mit mir selbst. Ich lasse ihnen Dinge durchgehen, für die ich mich selbst ziemlich drangsalieren würde. Ich hadere mit mir, ob ich die Dinge, die mich stören, auf den Tisch bringe. Vielleicht sehe ich das alles ja falsch? Völlig überzogen? Mein Anspruch zu hoch? Ich habe etwas gebraucht, das zu erkennen. Es ist besser, das klar anzusprechen, um zu sehen, ob auf der anderen Seite vielleicht noch Fragen offen sind - oder gar nicht klar war, dass es einen Termin gibt.

Gerade wir UnternehmerInnen bekommen vom Leben immer wieder die Chance, unsere persönlichen Mankos abzulegen und zu wachsen. Dazu brauchen wir aber "Partner", damit wir unsere blinden Flecken sehen können. Andere Menschen. Und die schickt uns das Leben dann in Form von Dienstleistern, Mitarbeitern, Kunden.

Wie gesagt, das sind zwei mögliche Gründe, wenn es augenscheinlich die anderen sind, die dich ausbremsen. Suche immer zuerst bei dir selbst - und was möglicherweise dein eigener Anteil an der Geschichte ist.

Wenn die Blockaden in dir liegen, du dich also selbst ausbremst, du dich boykottierst, immer wieder anders verhältst als du eigentlich wolltest, deine Entscheidungen immer wieder hinterfragst, oder schlichtweg einfach nicht ins Tun kommst, kann es noch andere Gründe geben.

1 Es ist gar nicht dein Weg

Wie oft mühen wir uns mit etwas ab, das gar nicht zu uns gehört und nicht zu uns passt? Einfach weil sich eine Chance bot und wir sie ergriffen haben, weil wir es mal so entschieden haben, oder weil "man es eben so macht". Das Problem ist, dass wir unser Handeln und unsere Ziele meist viel zu wenig hinterfragen. Als ich anfing, meine Ziele zu hinterfragen, war da erstmal gar nichts mehr, an dem ich mich festhalten konnte. Wenn die Ziele, denen man so lange nachjagt, wegbrechen, wenn man erkennt, dass man Zeit verplempert hat - das kann ganz schön weh tun.

Aber wenn du immer wieder an der gleichen Stelle stehst, immer wieder scheiterst, immer wieder in dieselbe Falle tappst, dann lohnt sich vielleicht ein zweiter Blick. Ist das - ganz ehrlich - überhaupt noch dein Weg? Was aus meiner Sicht hilft, ist das Wissen, dass du nicht alles sofort fallen lassen musst, selbst wenn du feststellst, dass es nicht richtig ist für dich. Du kannst trotzdem einfach erstmal weiter machen, und dann die Erkenntnis reifen lassen und langsame Entscheidungen treffen, um den Weg zu ändern. Wenn du z. B. merkst, dass du im falschen Job bist, musst du nicht gleich knall auf fall kündigen. Lass die Erkenntnis (die oft ja ein Schock ist) erstmal sacken, lass es reifen, freunde dich mit ihr an. Schau dich nach Alternativen um, kümmere dich gut um dich, schau was dir Freude macht.

Es ist nicht schlimm, eine zeitlang den falschen Weg gegangen zu sein. Schlimm ist nur, wenn man es weiterhin tut.

2 Schmerzhafte Frage / Entscheidung

An manchen Stellen kommt man nicht weiter, weil die Kraft oder der Mut fehlt, hinzuschauen. Mir ging es so bei der Suche nach meinem Warum. Die Fragen waren mir zu doof, ich drehte mich im Kreis, fing an, gegen den ganzen Prozess zu meutern und wollte am liebsten wegrennen (ich werde das noch ganz detailliert berichten). Ich fand das alles total unsinnig, verschwendete Zeit, und überhaupt - wer braucht denn sowas. Was mir geholfen hat, war eine gelassene, völlig unbeeindruckte Beraterin an meiner Seite, die mich zwar ermutigte, aber nicht um jeden Preis überreden wollte.

Wenn etwas sehr weh tut, mit sehr viel innerem Widerstand verbunden ist, dann fangen wir an, im Außen nach Gründen zu suchen, warum wir etwas nicht tun können. Aus eigener Kraft kommen wir selten über diese Hürde. Mir hätte damals z. B. die Selbstreflektion gefehlt, mit der ich gemerkt hätte, oha, da stimmt was nicht. Da ist ein wunder Punkt. Für mich war es einfach nur Bullshit. Und doch war da diese leise Stimme in mir, die mir gut zusprach, die mich ermutigte, weiterzumachen, die mir versprach, dass es sich lohnen würde. Ich habe sie kaum wahrgenommen. Ohne meine Beraterin an meiner Seite hätte ich sie ignoriert und wäre zum Tagesgeschäft übergegangen.

Mein Tipp - wenn du den Verdacht hast, dass du aufschiebst, weil du einen wunden Punkt vermeidest, hol dir einen guten Berater oder Coach an deine Seite. Der dich verständnisvoll aber unnachgiebig durchlotst durch die schwierige Phase.

3 Angst vor Erfolg

Auch Angst vor Erfolg ist eine Form von innerem Widerstand. Angst vor Erfolg klingt erstmal total dumm, wer will schließlich nicht erfolgreich sein, - aber sie ist enorm präsent und sehr weit verbreitet. Wir alle tragen unbewusste Glaubenssätze in uns, die uns tagtäglich eintrichtern, was uns alles passieren wird (nicht kann!), wenn wir zu erfolgreich werden.

Natürlich ist da der Verstand. Der sagt, ha, wenn ich erfolgreich bin, dann kann ich mir aussuchen, mit wem ich arbeite, wieviel ich arbeite, wo ich arbeite. Dann verdiene ich immer genug Geld, dann bin ich sichtbar und kann Millionen Menschen helfen. (Bei dir können es andere Sätze sein, je nachdem, was Erfolg für dich ist).

Aber dann gibt es noch das Unterbewusstsein. Es wirkt tief in uns, leise, und sehr kraftvoll. Das sagt - wenn du erfolgreich bist, dann bist du was Besseres, dann wenden sich die Leute von dir ab. Wenn du sichtbar bist, werden alle auf dich schauen, und wenn du dann einen Fehler machst ...! Die Nachbarn werden dich für arrogant halten. Vielleicht musst du dafür jetzt auch mehr arbeiten, und du wirst deine Kinder nicht mehr sehen und deinen Ehepartner auch nicht. Deine Ehe wird zerbrechen. Und Geld stinkt. (Auch hier können deine Sätze anders lauten)

Wie jeden inneren Widerstand wirst du auch die Angst vor Erfolg nicht alleine durch Willenskraft beseitigen. Das beste Rezept gegen die Angst ist, sie zu spüren und anzunehmen, dann durchzuatmen und es trotzdem zu tun. Wer seiner Angst immer wieder kleine Schrittchen entgegengeht, für den wird sie mit der Zeit immer kleiner. Wer ihr hingegen immer wieder ausweicht, der verkleinert seine Komfortzone immer mehr und wird sich irgendwann in einem selbst geschaffenen Käfig wiederfinden.

 

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Kategorien: Aus dem Nähkästchen | Schlagworte: Angst, Blockaden lösen, Entscheidungen treffen

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