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Adwords - einfach mal anfangen

02.09.2011

Vor ein paar Tagen habe ich hier ja schon über Adbroker berichtet, der Plattform, mit der man Werbung auf anderen Websites ersteigern kann. Interessant: Mich wollen sie offensichtlich nicht als Kunden, denn leider habe ich auf meine Anfrage bis heute keine Antwort erhalten.

Dann muss ich mich nun wohl doch um Werbung per Adwords kümmern. Und da dachte ich mir, es passt doch gut, dass ich hin und wieder an dieser Stelle auch ein paar Adwords Tipps gebe.

Das Adwords von heute hat überhaupt nichts mehr zu tun mit dem Adwords von vor einigen Jahren, als ich noch einen eigenen Online-Shop betrieb. Die Einstellmöglichkeiten und Optionen sind weit komplexer, aber auch flexibler geworden. Wieviel will ich täglich in etwa ausgeben, was zahle ich für einen Klick, bei welchen Keywords will ich angezeigt werden, bei welchen auf keinen Fall? Bin ich bei einer bestimmten Zielgruppe (Alter, Geschlecht) gewillt, etwas mehr auszugeben? Das alles sind Fragen, deren gewissenhafte Beantwortung ins Geld gehen oder eben auch Geld sparen kann - jeder, der Adwords schon mal ausprobiert hat, weiß was ich meine.

Hinzu kommt dann, dass ich mit meinem Klickpreis entweder gar nicht erst auf Seite 1 erscheine, oder die Anzahl Suchanfragen so gering sind, dass es schon fast wieder sinnlos ist, die Zeit in die Kampagneneinrichtung zu investieren.

Viele lassen sich genau davon abschrecken und probieren Adwords gar nicht erst aus. Viel zu kompliziert und viel zu gefährlich ...

Mein Tipp: Einfach mal anfangen. Kampagne einrichten mit einem nicht zu hohen Budget und einfach mal schauen, was passiert. Natürlich sollten Sie schon von Beginn an die richtigen Keywords auswählen, aber bloß kein Perfektionismus! Sie können sowieso nicht hellsehen, also ist es doch besser, wenn man schon ein paar Daten hat, auf deren Grundlage dann weitere Entscheidungen getroffen werden können.

Kampagne einrichten

Aber ich fange mal ganz von vorn an. Drei Dinge sind bei Adwords zu unterscheiden: die Kampagne, die Anzeigengruppe und die Anzeige. In Ihrem Google-Konto können Sie mehrere Kampagnen verwalten. Eine Kampagne kann aus mehreren Anzeigengruppen bestehen, eine Anzeigengruppe kann mehrere Anzeigen (Text, Image etc.) beinhalten. Eine Kampagne ist hauptsächlich für Ihre interne Unterscheidung der Marketingmaßnahmen. Wollen Sie z. B. Ihren Online-Shop, aber auch Ihren Newsletter bewerben, bietet es sich möglicherweise an, dies in zwei Kampagnen zu splitten. Allerdings bekommt jede Kampagne auch ihr eigenes Budget, also den maximalen Betrag, den Sie pro Tag investieren wollen. Eine Anzeigengruppe hingegen definiert sich über Suchbegriffe. Wenn Sie dieselbe Website an zwei verschiedene Zielgruppen vermarkten, die in der Regel ja verschiedene Suchbegriffe verwenden, bietet sich also die Unterteilung in Anzeigengruppen an.

Die Vorgehensweise ist also so:

Kampagne erstellen -> überlegen, wen ich damit ansprechen will (eine oder mehrere Anzeigengruppen?) -> Anzeigengruppe(n) erstellen -> Anzeige(n) erstellen

Achtung, die Kampagne ist sofort nach dem Anlegen aktiv. Sie wird zwar nicht sofort angezeigt (denn die Anzeigen werden erst von Google geprüft), aber wenn Sie eine Kampagne nur vorbereiten und später starten möchten, müssen Sie sie nach dem Anlegen sofort pausieren.

Pausieren können Sie übrigens nicht nur Kampagnen, sondern auch die einzelnen Anzeigengruppen und sogar die einzelnen Anzeigen.

In den nächsten Wochen nach Start der Kampagne sollten Sie sich nun aber schon regelmäßig Zeit nehmen, um die Resultate Ihrer Google-Werbung zu prüfen. Welche Suchworte werden häufig angeklickt? Welche sind besonders teuer (der Klickpreis, den Sie oben angeben, ist kein Festpreis, das erkläre ich in einem anderen Beitrag mal genauer), welche günstig? Welche wurden zwar oft eingeblendet, aber selten angeklickt?

Wenn Sie dann etwas vertrauter im Umgang mit Googles nicht immer ganz intuitiver Oberfläche sind, können Sie auch spaßeshalber einmal die anderen Menüpunkte anklicken und sich überraschen lassen, was sich dahinter verbirgt. Google bietet noch so viele Möglichkeiten mehr! Aber versuchen Sie nicht, diese alle durchschauen zu wollen, bevor Sie Ihre erste Adwords Anzeige aufgegeben haben.

Tracking macht Sinn

Was auf jeden Fall von Anfang an Sinn macht, ist ein möglichst genaues Tracking. Wieviel Besucher kommen über welche Anzeige? Wenn es möglich ist, tracken Sie auch die Conversion Rate, also nicht nur wer Ihre Website besucht hat, sondern auch, wer davon tatsächlich etwas gekauft, den Newsletter bestellt hat oder was immer Sie mit Adwords erreichen wollten. Diese Auswertung ist hundertmal wertvoller als die Google Statistik, zeigt Sie Ihnen doch ganz genau, welche Ihrer Anzeigen die meisten Neukunden anzieht, also den höchsten ROI aufweist, und welche eher nur Geld vernichtet.

Um die Zugriffe tracken zu können, sollten Sie jede Ihrer Anzeigen mit einer eindeutigen URL versehen, an die eine Adwords-Tracking Id angehangen ist. Ein kleines Auswertetool kann diesen Wert speichern und gegebenenfalls in der Session ablegen, so dass beim Absenden des Warenkorbs noch nachzuvollziehen ist, dass der Käufer ursprünglich über Adwords kam.

Eventuell bietet sogar Ihr Besucher-Zähler-Statistik-Tool bereits eine solche erweiterte Auswertung. Das sollten Sie auf jeden Fall nutzen.

Wie sieht es bei Ihnen aus? Nutzen Sie Adwords schon bzw. haben Sie es schon einmal genutzt? Wie sind Ihre Erfahrungen, waren Sie zufrieden und würden Sie es wieder tun?

Kategorien: Marketing: SEO & Co. | Schlagworte: Google Adwords, Launch, Online-Marketing

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