2017 war für uns schnell, turbulent und mit vielen Veränderungen verbunden, leider nicht nur angenehmen. Das scheint ein Phänomen zu sein, das wir in diesem Jahr mit vielen Menschen, vor allem auch Unternehmern, teilen. Das Jahr verging wie im Flug – und neben unserer Routine und zwei großen Relaunches, in denen mehrere Monate Arbeit steckten, haben wir rückblickend nicht viel (für Sie) Sichtbares neu auf den Weg gebracht.

Manchmal muss das so sein, damit sich einiges neu ordnen kann.

Nun geht dieses ereignisreiche Jahr zu Ende, und für mich persönlich bedeutet das, dass ich Zeit brauche, um mich zurückzuziehen. Ich spüre das Bedürfnis, zu reflektieren, die Entwicklungen der letzten Jahre (nicht nur 2017) Revue passieren zu lassen, und zu prüfen, was von unserer bisherigen Strategie weiterlaufen darf, und was wir verändern möchten. Denn natürlich haben wir uns weiter entwickelt, und auch unsere Kunden haben sich verändert – und was wir vor einigen Jahren noch gut fanden oder zähneknirschend in Kauf genommen haben, passt heute nicht mehr zu uns. Und dann möchte ich natürlich schauen, was im nächsten Jahr auf uns zukommt, damit ich es mit unseren eigenen Ideen und Strategien optimal verbinden kann.

Vielleicht geht es Ihnen auch so. Dass Sie zurück schauen, und danach gleich in die Zukunft – auf die Gegebenheiten des Marktes, die rechtlichen Aspekte und die Trends in der Branche, die einen äußeren Rahmen für Ihre geplanten Veränderungen vorgeben. Daher hatte ich die Idee, hier mal aus meiner Sicht zu zeigen, wohin die Reise für Sie als Online-Shop Betreiber im Neuen Jahr gehen könnte.

Immer schneller dreht sich das Rad

Haben Sie auch das Gefühl, alles dreht sich immer schneller? Ich glaube, für mich ist es gerade mal wieder Zeit, meine Newsletter-Abos gründlich aufzuräumen. Denn wer mir da alles erzählen möchte, was ich alles wissen und können sollte und muss, das ist schon sehr anstrengend bis beängstigend. Denn so viel Zeit habe ich gar nicht, mich mit diesen ganzen Dingen zu befassen. Da geht es um Online-Marketing, um Strategien, um Newsletter, um Suchmaschinen, um Rückblicke und Ausblicke, um die richtigen Vernetzungsstrategien, und dazwischen immer wieder Tipps, wie man einem Burnout vorbeugt. Und wenn ich es nicht alles so umsetze, werde ich dann erfolglos sein? Wohl eher nicht. Nur entspannter.

Dazu kommt eine seltsame Schwarzmalerei, ich finde, das ist mehr geworden oder vielleicht bin ich da nur empfindlicher momentan. Wieviel schwieriger Online-Marketing geworden ist, dass Suchmaschinen-Plätze so gut wie gar nicht mehr erreicht werden können, dass Kunden auf Sales-Funnel nicht mehr reagieren, und überhaupt – den ganzen Umsatz schnappen sich die Platzhirsche weg. Lassen Sie sich davon nicht verunsichern.

Ich denke: Kunden werden auch 2018 weiter konsumieren, und sie werden auch 2018 nicht alle bei Amazon kaufen. Kunden werden kritischer, wählerischer, kaufen nicht mehr unbedingt das preiswerteste Angebot, sondern legen zunehmend auch Wert auf Qualität und Service. Guter Service kann noch immer Kunden binden. Denn Kunden werden auch 2018 Menschen aus Fleisch und Blut sein (jedenfalls meistens ;)), die auch Wert auf das Gefühl beim Einkauf legen.

Wichtiger denn je ist aus meiner Sicht daher ein ganz klarer Fokus. Sich auf das Wesentliche konzentrieren und alles Unwesentliche ausblenden. Dazu gehört natürlich, festzulegen, worum ich mich kümmern möchte und vielleicht kümmern muss (aus rechtlichen Gründen, wie um die neue Datenschutz-Verordnung), aber auch, was ich erstmal links liegen lasse.

Wenn Sie Unterstützung bei der Priorisierung und Planung Ihrer nächsten Projekte brauchen, buchen Sie doch einen kostenfreien Gesprächstermin (30 Minuten) im Januar bei uns. Schreiben Sie uns dazu einfach eine E-Mail.

Authentisches Marketing

Ich habe noch nie viel davon gehalten, Marketing-Maßnahmen von anderen zu kopieren, nur weil sie dort funktionieren. Marketing muss immer zu Ihrem Angebot und zu Ihrer Zielgruppe passen.

Daher ändert sich hier im Grunde für Sie auch nicht viel.

Im Marketing ganz allgemein beobachte ich aktuell dasselbe Phänomen wie vor einigen Jahren bei der Suchmaschinenoptimierung. Es wurden tolle Maßnahmen (Social Media, Freebies, Sales-Funnel …) „erfunden“, in den Himmel gelobt, von Tausenden kopiert … und nun wundern sich viele, dass sie nicht mehr funktionieren. Sie haben sich abgenutzt. Wer zu spät kommt, den bestraft bekanntlich das Leben.

Irrtümlich wird nun oftmals angenommen, dass Marketing noch lauter, noch größer, noch schneller werden muss, um überhaupt noch wahrgenommen zu werden. Ich denke, etwas anderes wird zunehmend wichtiger – sich authentisch zu zeigen und das Marketing passgenau und unaufdringlich an die Wünsche und Bedürfnisse der Zielgruppe anzupassen. Marketing mit Zusatznutzen. Dazu muss man seine Zielgruppe freilich genau kennen. Und deren Wünsche und Bedürfnisse. Zuhören ist also ebenfalls ein wichtiger Faktor. Nicht schreien, wie oftmals im Marketing angenommen.

Wer aufmerksam, behutsam und kreativ ist, hat auch 2018 gute Karten, mit annehmbaren Aufwand für seine Zielgruppe gut sichtbar zu sein. Das schließt professionelle Unterstützung natürlich nicht aus.

Pflege bestehender Kunden

Oh je. Als erfahrene Online-Shopperin weiß ich: Hier können einige Shops noch einiges besser machen. Und nein, guter Service bedeutet nicht, Fremdwerbung in die Pakete zu legen.

Speziell für Shops wird es immer wichtiger werden, aus Einmalkunden Stammkunden zu machen, die immer wieder kaufen. Die meisten Sortimente eignen sich dafür, und Stammkunden durch guten Service zu pflegen, ist besser, als auf die immer höheren Kosten für Online-Werbung zu setzen.

Hier gibt es bei vielen Shops noch eine Menge Potenzial – und ich glaube, dass Investitionen sich in diesem Bereich oft deutlicher lohnen als in neue Marketing-Maßnahmen.

SEO durch qualitative Inhalte

Vor vielen, vielen Jahren schon habe ich über nachhaltige Suchmaschinen-Optimierung geschrieben, und meine damals aufgestellten drei Regeln gelten heute noch nahezu unverändert. SEO kann so einfach sein. Genau wie beim Online-Marketing geht es nicht einfach nur darum, am lautesten zu sein – sondern mit guten Inhalten die Gunst der Verbraucher zu gewinnen. Suchmaschinen haben immer feinere Antennen für die wirkliche Qualität von Websites und Shops.

Qualitative Inhalte sind auch nicht – wie oftmals angenommen – nur die auf einer Website oder in einem Shop enthaltenen Texte, sondern setzen sich aus verschiedensten Faktoren zusammen – ein ansprechendes, zur Zielgruppe passendes Layout (auch mobil), gut platzierte Links, eine übersichtliche Navigation, wichtige Infos dort, wo man sie erwartet – eben alles, was dem Besucher das Zurechtfinden erleichtert und den Aufenthalt auf der Website verschönert.

Wie (vor Jahren schon) gesagt, behalten Sie beim Optimieren immer Ihre Besucher im Auge, dann bekommen Sie SEO beinahe als Gratiszugabe dazu.

Sicherheit + technische Aktualität

Was allerdings in der Tat immer wichtiger wird, ist das Thema Sicherheit. Wir beobachten hier in der Praxis noch einen sehr großen Nachholbedarf. Noch immer werden Updates auf die lange Bank geschoben, Passwörter im Klartext versendet, Module ungeprüft in Livesysteme eingespielt usw.

Das Thema Sicherheit liegt uns besonders am Herzen, was man sicherlich auch einigen Artikeln hier im Blog entnehmen kann. Wir haben für uns einige Sicherheitskonzepte mit Netz und doppeltem Boden entwickelt. Denn passieren kann immer was, und dann kommt es meist darauf an, schnell und angemessen reagieren zu können.

Denken Sie hier vor allem an regelmäßige Updates (Shop, Module, aber auch Server, Router, PCs, Browser usw.), Sicherheit Ihrer Passwörter, Datensicherungen (Server und lokal), Zugriffsschutz / Rechtevergabe für verschiedene Mitarbeiter sowie auch Verhaltensregeln für Ihre Mitarbeiter. Mit der neuen Datenschutz-Verordnung kommen hier auch einige von außen diktierte Maßnahmen auf Sie zu.

Neue EU Datenschutz-Richtlinien

Im Mai 2018 treten die neuen Datenschutz-Richtlinien in Kraft, die bereits heute für das eine oder andere graue Haar bei Online-Händlern sorgen. Unter anderem müssen alle Formulare mit einer Datenschutz-Belehrung versehen und bestimmte Löschkonzepte für Daten entwickelt werden (sofern sie noch nicht vorhanden sind).

Wir werden rechtzeitig im Frühjahr darüber informieren, welche konkreten Maßnahmen von Shopbetreibern zu treffen sind.

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