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Das Gras wächst nicht schneller, wenn man dran zieht

16.01.2020

Müsste man mich in eine Schublade stecken, würde ich wohl als schneller Mensch gelten. Ich mag es, wenn es voran geht. Wenn die Dinge in Bewegung kommen. Warten ist nicht meine Stärke, Ungeduld mein zweiter Vorname.

Lange Zeit glaubte ich, ich müsse das ablegen. Schnelligkeit war für mich ein Synonym für Stress, den ich ja loswerden wollte.

Heute sehe ich da neue Zusammenhänge. Ich sehe, dass es paradoxerweise schneller geht, wenn ich aufhöre, mich darum zu sorgen. Ich sehe, wie schwer mir das fällt. Ich sehe, dass der Stress nicht von der Schnelligkeit kommt, sondern von dem Gedanken, dass ich für genau diese Schnelligkeit sorgen müsse (und welcher Kreislauf dahinter steckt).

Ich habe lange nach dem Motto gelebt: Wer soll es tun, wenn nicht ich? Ich glaubte, für alles, was ich wollte, selbst sorgen zu müssen. Erfolg stünde in direkter Relation zum Grad meiner Anstrengung. Sprich: Je mehr ich investiere und reinbuttere, desto mehr springt für mich raus. Desto schneller geht es.

Mehr und mehr erkenne ich jedoch, dass die wahren Erfolge in meinem Leben eher auf glückliche Zufälle und unerwartete Ereignisse zurückzuführen sind. Dass ich weit weniger Macht darüber habe, was geschieht, als ich dachte. Dass ich sehr wohl Dinge tun kann, aber keinen wirklichen Einfluss darauf habe, was es am Ende bewirkt.

Ich kann zig Newsletter schreiben und dabei mein Bestes geben, aber ich kann nicht beeinflussen, ob er gelesen wird. Ich kann ein Angebot ausarbeiten, hinter dem ich voll stehe, in das all meine Leidenschaft und mein Know-how fließt, aber ich kann nicht kontrollieren, ob es gebucht wird. Ich kann mich in einem Konflikt liebevoll und verständnisvoll verhalten, aber ich hab es nicht in der Hand, ob die andere Person meine Botschaft so versteht, wie ich sie gemeint habe.

Und wenn ich ohnehin nur tun kann, was ich eh tue, und den Rest das Leben erledigt, warum soll ich mich dann nicht bewusst darin entspannen?

Was ich noch sehe, ist paradoxerweise, dass je mehr ich mich bemühe, desto schwerer die Ergebnisse kommen. Oder anders formuliert - immer wenn ich mit spielerischer Leichtigkeit an die Dinge gehe, erreiche ich viel bessere Ergebnisse. Wenn ich dem Impuls folge, einen Post auf Facebook zu schreiben, habe ich oft viel mehr Reaktionen, als wenn ich ihn schreibe, weil ich glaube, dass ich es mal wieder tun sollte. Wenn ich aufhöre, mein Angebot auf Biegen und Brechen zu bewerben, trudeln plötzlich die Anfragen rein. Kann das Zufall sein?

Ich glaube, was ich sehe, lässt sich wunderbar mit dieser Metapher ausdrücken:

Das Gras wächst nicht schneller, wenn ich dran ziehe. Im Gegenteil - ich laufe Gefahr, es herauszurupfen. Klick um zu Tweeten

Und wenn ich es herausrupfe, wächst es nicht schneller, sondern langsamer.

Je mehr ich an den Dingen zerre, um sie zu beschleunigen, desto mehr scheinen sie sich oft zu widersetzen. Ich mache mir also nicht nur das Leben schwer, weil ich mich übermäßig anstrenge, ich laufe auch noch in die falsche Richtung. Ich erreiche das Gegenteil von dem, was ich eigentlich erreichen will.

Und da entdecke ich, wie Schnelligkeit und Stress zusammenhängen: Stressig wird es, wenn ich glaube, für die Schnelligkeit selbst sorgen zu müssen. Wenn ich glaube, es ginge nicht schnell genug. Und dementsprechend in einen Aktionsmodus verfalle, der mir nicht gut tut. Der sich gehetzt anfühlt, und in dem ich den Kontakt zu mir selbst und zu meinen Bedürfnissen verliere.

Wenn ich aber loslasse, die Dinge laufen lasse, und nur das tue, was sich als offensichtlicher nächster Schritt zeigt, dann kann Schnelligkeit etwas sein, was ich einfach genießen kann. Und was sich ganz natürlich einstellt.

Mir fällt dazu noch ein anderes Bild ein.

Wenn ich auf einem Fluss in einem Boot unterwegs bin, und versuche, schneller als die Strömung zu sein, und rudere und rudere, dann ist das furchtbar anstrengend. Wenn ich mich hingegen entspanne, das Boot selbst in der Strömung fahren lasse, und einfach nur hin und wieder die Richtung korrigiere, dann werde ich entspannter sein. Mich freier fühlen. Die Fahrt mehr genießen.

Mehr noch: Ich habe den Blick frei. Kann sehen, an welcher Stelle der Fluss die stärkere Strömung hat, und mein Boot sanft, aber zielgerichtet dort hin navigieren. Und irgendwann wird mein Boot von der Strömung erfasst, und es geht schneller und schneller, und ich bin immer noch entspannt, unangestrengt, und genieße die Fahrt.

Lass das Leben das Ruder übernehmen und genieße die Fahrt. Klick um zu Tweeten

Immer, wenn es sich anstrengend und mühsam anfühlt, ist das ein deutliches Zeichen, dass sich unser Boot nicht in der Strömung befindet, oder dass wir versuchen, uns ihr zu widersetzen. Dabei können wir einfach loslassen. Das Leben wird das Ruder übernehmen. Und wir können die Fahrt genießen und unser Boot mit Leichtigkeit navigieren.

Alles Liebe,

💖 Bettina


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Kategorien: Entspanntes Business | Schlagworte: Gelassenheit, Innere Weisheit, Leichtigkeit, Loslassen, nicht stressen lassen, Teufelskreis

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