Im Januar lief mir immer wieder ein wunderbarer Satz über den Weg:

Was dich nicht glücklich macht, kann weg.

Im Februar habe ich selbst im Haus ein wenig umgeräumt. Dabei hab ich auch auf dem Dachboden aufgeräumt und auch einiges aussortiert. Ich habe es verkauft, verschenkt oder gespendet. Bei uns im Nachbarort ist ein An- und Verkauf, dessen Einnahmen ausschließlich für einen guten Zweck verwendet werden. Ich habe da selbst schon oft was gekauft, und zwar echte Schnäppchen. Deshalb gebe ich mein Zeug, das ich nicht mehr brauche, immer gerne da hin.

Vor Kurzem habe ich im Interview mit Jesta Phoenix, Slow Business Coach, darüber gesprochen, womit wir uns so zumüllen, wie schnell das geht – und wie man sich immer wieder entschlackt und vereinfacht. Das ist ja bei Weitem nicht nur Materielles, was sich da so ansammelt. Neben den üblichen Verdächtigen – Kleidung, Deko, Bücher, CDs, Spielzeug – gibt es ja auch noch die Papierberge – alte Unterlagen, Belege und Rechnungen, Kataloge, Zeitschriften – und natürlich den ganzen immateriellen Kram, den wir zwar nicht direkt sehen, der uns aber auch ganz schön belasten kann (oder eben gerade drum) – Glaubenssätze, Gewohnheiten, Verpflichtungen, Termine.

Während mir das Materielle immer ziemlich klar war, weil ich das im schlimmsten Fall ja jeden Tag sehe und so die Folgen meiner Sammelwut direkt vor der Nase hab, sind mir die immateriellen Dinge, zu denen übrigens auch Software-Tools, digitale Dateien und Newsletter gehören, erst im letzten Jahr so richtig bewusst geworden.

Und da der Frühling bei mir die allerbeste Zeit ist, um Altes loszulassen, möchte ich den Monat März in der Jahres-Challenge unter das Thema „Entrümpeln“ stellen.

Ich will gar nicht zu viel vorgeben. Am Anfang dachte ich, wir machen eine richtige Challenge draus – am ersten Tag ein Teil, am zweiten zwei usw. Ich glaube, wenn ich mich hier in meinen vier Wänden so umschaue, wäre das keine echte Herausforderung für mich, und das, obwohl ich regelmäßig ausmiste und aussortiere! Aber ich möchte dir nichts aufdiktieren. Die Challenge soll keinen Druck erzeugen. Die Challenge soll anregen, inspirieren, die Augen öffnen.

Deshalb schau doch im ersten Schritt einfach mal dein Leben an. Wo möchtest du weniger? Oder – was ich von Jesta gelernt habe: Wovon möchtest du mehr? Im Zweifel ist das sogar die wichtigere Frage, denn es hat eine ganz andere Qualität, ob ich von etwas weg oder zu etwas hin möchte. Zu etwas hin, zu mehr Freiheit, mehr Platz, vielleicht zu einer neuen Leseecke, oder zu mehr Freizeit (wenn es bei dir die Termine und Verpflichtungen sind, die zu viel sind), hat einen starken Sog und eine sehr ermutigende Kraft, finde ich.

Ich beginne morgen damit, meinen Garten zu entrümpeln. Du siehst es auf dem Foto. Überall liegt noch altes Laub, das ich im Herbst nicht von den Blumenbeeten geholt habe. Aber jetzt brechen die ersten Frühblüher durch, und es wird höchste Zeit, ihnen Platz und Licht zu machen. Denn von ihnen hätte ich gerne mehr :)

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