Der Februar ist für mich ein Monat der Liebe. Mittendrin ist der Valentinstag, an dem mein Mann mir vor mittlerweile 16 Jahren einen Heiratsantrag gemacht hat.

Deshalb möchte ich den Februar unter das Motto der Liebe stellen. Und zwar nicht nur der Liebe, wie sie in Paarbeziehungen anzutreffen ist, der romantischen Liebe, sondern der Menschenliebe ganz allgemein.

Ich habe mir überlegt, im Februar gehen wir auf die Pirsch, und tun jeden Tag einem anderen Menschen in unserem Umfeld etwas Gutes. Am besten anonym, denn das trainiert dich, für deine Tat keine Gegenleistung oder Anerkennung zu erwarten, sondern wirklich bedingungslos zu handeln.

Das kann richtig Spaß machen! Zum Einen weckt es unsere Kreativität, wenn wir uns täglich etwas ausdenken müssen. Zum anderen ist es wissenschaftlich erwiesen, dass Gutes tun Glückshormone ausschüttet und uns tief befriedigt.

In einigen Studien in den 70er Jahren wurde erforscht, wie sich das Verhalten von Menschen verändert, wenn ihnen unerwartet etwas Gutes geschieht. Vielleicht hast du von der Studie schon mal gehört, die gleich mehrfach in verschiedenen Versuchsaufbauten durchgeführt wurde. In der Wechselgeldschale von Telefonzellen wurde Kleingeld hinterlassen, das die Versuchspersonen fanden, als sie telefonieren wollten. Nach dem Telefonat wurde untersucht, wie sich das auf die Hilfsbereitschaft auswirkte, indem eine andere Person einen Stapel Papier fallen ließ. Die Bereitschaft zu helfen stieg deutlich bei den Personen, die zuvor vom Kleingeld positiv überrascht worden waren.

In anderen Studien wurde bewiesen, wie Kleingeld, das auf der Straße gefunden wird, oder auch nur ein Lächeln, dazu führt, dass wir freundlicher durch’s Leben gehen, anderen etwas Gutes tun, die anderen dann wiederum etwas Gutes tun usw. Glück potenziert sich tatsächlich, wenn wir es teilen. Es heißt, es kann auf diese Weise über bis zu drei Ecken übertragen werden.

Was also kannst du tun? Es muss nichts Großes sein. Es muss auch nicht immer Kleingeld sein, das du irgendwo hinterlegst. Es reicht schon, wenn du einem voll bepackten Menschen die Tür aufhältst, wenn du dein Auto anhältst, um einen Fußgänger über die Straße zu lassen, oder jemandem an einer völlig überfüllten Kreuzung ermöglichst, sich einzufädeln. Sowas ist leider nicht mehr selbstverständlich. Wichtig: Erwarte keinen Dank, sonst machst du deine positive Energie wieder zunichte, falls er nicht kommt.

Es kann auch etwas sein, das du ohnehin schon tust. Deiner Kollegin einen Kaffee bringen, deinem Kunden eine liebe E-Mail schreiben, dem Postboten ein Lächeln schenken. Sei dir nur noch ein klitzekleines Bißchen bewusster, dass du damit etwas Gutes tust. Dass das alleine schon die Welt wieder ein bißchen besser und freundlicher macht.

Was auch überraschend gut ankommt: Kleine, liebevolle Botschaften, sogar auf dem guten alten Post-it. Meine Tochter hat sich manche meiner schnell dahingekritzelten Grüße und Botschaften, die ich ihr z. B. auf Klassenfahrten heimlich eingesteckt habe, an ihren Kleiderschrank gepinnt – so gut haben sie ihr getan. Anonyme, liebevolle Botschaften sind ja auch der eigentliche Sinn hinter dem Valentinstag – nicht der kommerzielle Hype, das gegenseitige Beschenken oder das miteinander essen gehen. Auch wenn das natürlich auch schön ist.

Ich bin gespannt, was dir dazu einfällt. Deine Kreativität ist gefragt! Es gibt so viele Möglichkeiten. Lass uns die Welt diesen Monat ein bißchen liebevoller machen.

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