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Lass die Dinge sich allein regeln

04.05.2021

Im Spätherbst 2019 stieß ich auf ein Verständnis, das meine Welt erschütterte. Nicht weil sie aus dem Gleichgewicht geriet - ganz im Gegenteil: Es war mehr wie ein Einrasten. Die Dinge fielen an ihren Platz.

Ich hatte mir zwei volle Tage frei genommen, um zwei Bücher von Michael Neill zu lesen: Zuerst "The inside-out revolution" und anschließend "The space within". Ich weiß heute nicht mehr, wer mir diese Bücher empfohlen hat und warum ich sie gekauft hatte. Ich weiß nur noch, dass ich diese tiefe Gewissheit hatte, ich müsse die Bücher jetzt lesen. Ich konnte sie nicht aus der Hand legen.

Bis zu dieser Zeit hatte ich mich als irgendwie zweigeteilt gefühlt: Auf der einen Seite die logische, leistungsorientierte Unternehmerin und Mutter, nüchtern, vernünftig und zuverlässig. Auf der anderen Seite das spirituelle Wesen, feinfühlig und irgendwie mit einer anderen Dimension tief verbunden. Aus meiner Sicht waren beide Teile unvereinbar. Ich hatte immer das Gefühl, mich (nach außen hin) für eine Seite entscheiden zu müssen. Und weil ich mich mit der Logik einfach vertrauter fühlte, entschied ich mich immer wieder dafür.

Bis zu diesen Tagen im November 2019. Als ich auf die 3 Prinzipien stieß, die auf Sydney Banks zurückgehen, ergab alles auf einmal Sinn und die Trennung verschwand. Ich konnte plötzlich sehen, dass Spiritualität absolut logisch ist - bzw. dass es genauso unlogisch wäre, dass wir alle ein eigenes Bewusstsein haben und uns selbst wahrnehmen können. Es gibt diese Trennung zwischen Logik und Spiritualität nicht. Es ist alles eins.

Damit war auf einmal möglich, was mir bis dahin unmöglich erschien: Ich konnte beide Teile - die ohnehin zusammengehören - auch in meinem Kopf vereinen und mich endlich als Ganzes leben! Was für eine Befreiung! Das ist für mich auch eine der Essenzen der 3 Prinzipien: Dass sich Grenzen auflösen, die bis dato unüberwindbar erschienen - ganz von selbst. Weil sie nie da waren.

In diesen besagten Büchern haben mich viele Passagen tief beeindruckt, vor allem, weil ich in mir spürte, dass ich all das längst wusste. Ich hatte nur verlernt, darauf zu hören und daran zu glauben.

So steht z. B. in "The space within": Jedes Problem, das wir im Leben haben, basiert nur darauf, dass wir die Orientierung verloren und uns im Inhalt unserer Gedanken verstrickt haben; die Lösung für jedes einzelne unserer Probleme ist es, unseren Weg nach Hause zu finden.

Und in "The inside-out revolution" beschreibt Michael Neill sein Erlebnis mit einer Klientin, die nur aufgrund eines 20-minütigen Gesprächs nicht nur die tiefe Krise mit ihrem Ehemann überwand, in der sie gerade steckte, sondern ihr Leben buchstäblich umkrempelte - im positiven Sinne. Er schreibt darüber:

Das war bei Weitem nicht das einzige Mal, dass ich sehen konnte, wie die Welt von jemandem sich komplett verändert, nur durch eine einzige Session. Als es das erste Mal geschah, ging ich zu meinem damaligen Coach Sandy Krot, und fragte sie, ob sie mir erklären könne, wie Probleme, die tief verwurzelt und unlösbar erschienen, in wenigen Minuten einfach verschwinden könnten. Sie sagte einfach nur: "In erster Linie, weil sie niemals existierten."

Boom.

Im Sommer 2020 - ein gutes halbes Jahr später - stand ich selbst vor einem Problem, das mir unlösbar und tief verwurzelt erschien und das mir ziemlich viel Kraft raubte. Dazu kamen die ganzen kleinen nervigen alltäglichen Sorgen und Problemchen, die wohl jeder von uns kennt. Sie fühlen sich manchmal an wie Zuckersand: nicht wirklich bedrohlich, aber sie kosten uns Kraft und Zeit und hindern uns daran, wirklich voranzukommen.

Zu diesem Zeitpunkt erinnerte ich mich nicht bewusst an die Passagen in den Büchern, aber irgendetwas in mir ahnte (oder wünschte sich), dass das Leben so nicht ist. Einige Wochen zuvor hatte ich zwischen meinen Notizen einen kleinen Zettel gefunden: "Probleme sind eine Illusion." stand darauf in meiner Handschrift. Ich wusste nicht, was ich gesehen hatte, als ich diese Worte schrieb, aber es klang wahr.

Also beschloss ich, es drauf ankommen zu lassen. Wenn alle Probleme nur eine Einbildung unseres verwirrten Verstands sind, eine Illusion, eine Fatamorgana, dann konnte ich sie doch auch genausogut sich selbst überlassen. Oder?

Aus diesem Gedanken heraus entstand der Entschluss zu einem Experiment: Was geschieht eigentlich, wenn ich mich nicht mehr um alles kümmere? Sondern nur noch um das, um das ich mich kümmern will (oder was 100% offensichtlich für mich ist)? Regeln die Dinge sich von allein?

Ich beschloss, mein Experiment mit einem Tagebuch zu begleiten und meine Erkenntnisse zu veröffentlichen. Damit bekam das Experiment für mich eine offizielle Note.

Ich hatte nicht damit gerechnet, was dann geschah. Die Erkenntnisse flossen nur so aus mir heraus, als wäre ein Damm gebrochen. Die Seiten füllten sich schneller als ich gedacht hatte.

So beobachtete ich zum Beispiel, dass ich es nicht auszusprechen wagte, dass es zu funktionieren schien - aus Angst, es kaputt zu machen.

Aber es funktionierte. Kleine Probleme lösten sich auf, und mein großes Problem verschwand nach zwei Wochen buchstäblich über Nacht.

Eine ungekannte Leichtigkeit breitete sich in mir aus. Freiheit. Als wären mir Flügel gewachsen. Ich spürte das nicht jeden Tag, aber sehr, sehr oft.

Und noch etwas kam, womit ich nicht gerechnet hatte: Klarheit. Und zwar echte Klarheit, wie ich sie noch nie gekannt hatte. Keine logische Klarheit, sondern eine Art tieferes Wissen darüber, was mein nächster Schritt ist. Eine Gewissheit, die jeden Zweifel im Keim erstickte.

Am 6. Januar 2021 öffnete ich abends feierlich den 13. Wunsch meines Rauhnachtrituals, den Wunsch, um den ich mich in diesem Jahr selbst zu kümmern habe. Auf dem Zettel stand: Die "Dinge" regeln sich von allein.

PS: Es geht nicht darum, dass du gar nichts mehr tust und alles um dich herum ignorierst. Das ist es, was die meisten von uns heimlich fürchten, wenn sie sich eigentlich wünschen, alles wäre leichter. Es geht vielmehr darum, dass du mehr und mehr erkennst, wer du wirklich bist und deinen Fokus von den "Problemen" weg hin zu den "Möglichkeiten" lenkst. Wir sind in unserer Gesellschaft darauf konditioniert, überall Probleme zu sehen. Was, wenn Probleme in Wahrheit gar nicht existieren? Was, wenn alles so wie es ist, genau richtig ist? (Und das heißt nicht, dass wir es nicht ändern dürfen.)

Mein Buch "Der Unsichtbare Riese", in dem ich dir einen tiefen Einblick in mein Sommerexperiment 2020 schenke, erscheint im Mai 2021 und ist ab sofort vorbestellbar.

Willst du es selbst ausprobieren? Bereits am 1. Juni 2021 starte ich ein neues, gemeinsames Sommerexperiment: Regeln die Dinge sich von allein? Hier findest du alle Infos.

Lass die Dinge sich selbst regeln.

💖 Bettina

Kategorien: Entspanntes Business | Schlagworte: Burnout, Du hast die Wahl, Leben verändern, Leichtigkeit, Loslassen

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