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Loslassen schafft Platz für Neues - auch bei Websites

29.05.2015

Liebe SchokoladeGestern habe ich einen unserer Datenserver aufgeräumt. Eine Menge alter Dokumente flogen in den virtuellen Müll. Der Anfang war schwierig, so lange schon schiebe ich das vor mir her.

Aber als ich erstmal angefangen hatte, wurde es immer einfacher. Da hat sich aber auch eine Menge angesammelt, in guten acht Jahren Selbständigkeit. Und am Ende hatte ich ein gutes Gefühl - richtig was geschafft zu haben, endlich wieder Klarheit, alter Ballast weg - und die Dokumente, die ich wirklich brauche, finde ich jetzt auch wieder leichter.

Das mit dem Loslassen ist so eine Sache: Der Anfang ist oft schwer, ist man dabei, wird es langsam einfacher, und das gute Gefühl am Ende belohnt dann für die Mühe.

Denn Loslassen bedeutet immer, Altes gehen zu lassen, und damit Platz für Neues zu schaffen. Sich Neuem, Größerem (und hoffentlich Besserem) zu öffnen.

Das trifft auch zu, wenn es darum geht, größere Dinge loszulassen. Beispielsweise eine Website. Oder einen alten Shop.

Ich beobachte in der Praxis oft, dass dieser Schritt lange hinausgezögert wird. Denn Neues ist immer auch verbunden mit neuen Risiken und Unwägbarkeiten. Oft ist der richtige Zeitpunkt auch nicht ganz klar zu erkennen. Es ist ja meist ein schleichender Prozess. Daher wird manchmal so lange gewartet, bis es wirklich schmerzhaft wird und der nötige Schritt des Loslassens und Platzschaffens nicht mehr zu übersehen ist. Und dann drängt auf einmal die Zeit, was dazu führen kann, dass das Ergebnis hinter seinen Möglichkeiten bleibt.

Steht bei Ihnen demnächst das Loslassen an? Es gibt drei klare Symptome, an denen Sie erkennen, dass es Zeit wird, Website oder Shop zu verabschieden, und Neues zu wagen.

Drei Symptome, dass Loslassen jetzt ansteht

1. Die Website / der Shop kann nicht mehr weiterentwickelt werden.

Auch Websites und Shops können in die Jahre kommen. Der technische Fortschritt ist ja besonders auch im Internet zu spüren. Alte Systeme haben irgendwann keine Chance mehr. Manchmal kann man dem Alterungsprozess durch regelmäßige Updates entgegenwirken. Das geht aber leider nicht immer.

Gerade bei Shops ist es wichtig, up-to-date zu bleiben. Neue Marktplätze, Zahlungsarten und Werbeformen fordern Shop-Betreiber zu steter Weiterentwicklung. Und der wachsende Wettbewerb sorgt dafür, dass sich Shops auch im Servicebereich zunehmend clevere Strategien einfallen lassen müssen, um die Gunst der Kunden zu behalten.

Wenn Sie merken, dass Ihre neuen Ideen an die Grenzen der Website oder des Shops stoßen, ist das ein klares Zeichen dafür, dass ein Schnitt ansteht. Wenn die Website auf neuen Servern nicht mehr läuft, ein Umzug aber unvermeidlich ist, steht sowieso eine Entscheidung an.

Gleiches gilt, wenn Ihre Website gehackt wurde. Je älter eine Website oder ein Shop, desto größer wird das Risiko eines Angriffs. Die Behebung der dadurch entstehenden Schäden ist gerade bei Websites meist ähnlich aufwändig wie ganz neu anzufangen - wobei bei einem Neuanfang die Vorteile meist deutlich überwiegen.

Dieser Punkt, an dem es nicht mehr weitergeht, ist oft ein deutliches Signal - hier ist es einfach, den Zeitpunkt als gekommen zu erkennen.

2. Sie können selbst keine Änderungen vornehmen.

Bei jeder Änderung müssen Sie Ihren Dienstleister beauftragen. Das kostet Sie Zeit und Geld, und somit vermeiden Sie inhaltliche Änderungen, soweit es geht.

Manchmal ist eine Änderung auch gar nicht mehr möglich, und die Website dümpelt über einen längeren Zeitraum mit veralteten Informationen vor sich hin.

Websites, deren Inhalte Sie nicht selbst ändern können (wenigstens in Teilen), entsprechen nicht mehr dem heutigen technischen Standard. Es sei denn, Sie verzichten ganz bewusst auf diese Option und haben die Leistung fest ausgelagert. Dann wird sich aber der Dienstleister auch im eigenen Interesse darum kümmern, dass die Handhabung einfach und das System somit immer aktuell bleibt.

Sie sollten auch dann genauer hinsehen, wenn Sie das Gefühl haben, dass jede nötige Änderung unverhältnismäßig viel Aufwand macht. Änderungen an der Website sind ein wichtiger Tagesordnungspunkt bei erfolgreichen Unternehmern, und sollten daher mit Freude und Leichtigkeit ausgeführt werden können.

3. Sie meiden das Thema Website.

Wenn es Ihnen unangenehm ist, wenn ein Kunde oder Interessent (oder jemand aus Ihrer Familie) auf Ihre Website zu sprechen kommt, nehmen Sie Ihren Mut zusammen und schauen Sie genauer hin. Was genau verursacht das unangenehme Gefühl? Ist es "nur" zu großer Perfektionismus, den Sie nicht erfüllt sehen, oder ist da mehr im Argen und steht schon lange eine Entscheidung an?

Das Gefühl kann verursacht werden durch die Tatsache, dass die Inhalte nicht mehr aktuell sind. Ihren Besuchern fällt das vielleicht auf den ersten Blick gar nicht auf. Daher erscheint das Problem erstmal nicht so dringlich. Doch im Unterbewusstsein setzt sich das natürlich fest, und das führt dazu, dass man das Thema Website immer mehr meidet, die Kunden und Interessenten nicht mehr auf die Website verweist, und somit auch im Web immer unsichtbarer wird.

Das Gefühl kann auch dadurch verursacht werden, dass das Layout veraltet ist und nicht mehr so richtig passt. Oder dass man gern frischen Wind hätte, Videos bereitstellen würde, aber nicht weiß, ob und wie das geht und wer einen dabei unterstützen kann.

Das unangenehme Gefühl führt dann oft zwangsweise zu einer schlechteren Sichtbarkeit. Wer sich nicht regelmäßig und gern um seine Website kümmert, darf nicht erwarten, dass er von Suchmaschinen gut gefunden wird. Und wenn man selbst Kunden und Interessenten nicht auf die Website hinweist, wer soll es dann tun?

Zwei Möglichkeiten loszulassen

Im Fall von Websites und Shops haben Sie grundsätzlich zwei Möglichkeiten, wenn Sie sich entschieden haben, das alte System loszulassen.

Sie können die Website ganz aufgeben.

Natürlich besteht diese Möglichkeit immer. Aber bis auf wenige Ausnahmen empfehle ich sie nicht. Jedes Unternehmen sollte eine Website haben. Es kann eine kleine, feine sein. Aber keine Website zu haben, wirkt nicht professionell, sondern wie ein nebenberufliches Gewerbe. Es signalisiert Altbackenheit und auch Ingoranz Interessenten gegenüber. Wer sich nicht die Mühe macht, seinen potenziellen Kunden Informationen im Internet zur Verfügung zu stellen, wieviel Mühe wird er sich beim Ausführen des Auftrags geben?

Sie können die Website ersetzen.

Und hier ist der Knackpunkt, warum das Loslassen gerade bei Websites oft so schwer ist. Denn das Loslassen der alten Website ist die eine Sache, solange es keine Alternative gibt, ist es keine Option.

Es gibt so viele Systeme und Lösungen für Websites am Markt. So viele Anbieter. Welches ist die richtige Wahl?

Dabei ist es so schwer wiederum nicht: Machen Sie eine Liste, welche Dinge Sie auf Ihrer Website gut finden, die Sie unbedingt wieder brauchen oder haben möchten. Ergänzen Sie die Liste um Dinge, die Sie absolut stören, die unbedingt beseitigt werden müssen. Wenn Sie möchten, fügen Sie nun noch die "Nice-to-haves" hinzu, also Dinge, die Sie gern hätten, die aber nicht unbedingt (sofort) sein müssen.

Holen Sie mit dieser Liste Angebote ein. Achten Sie darauf, dass auf die Liste eingegangen wird.

Sie wissen nicht, wen Sie um ein Angebot fragen sollen? Dann fragen Sie doch mal uns ;) Hören Sie sich in Ihrem Bekanntenkreis um. Fragen Sie Leute, die stolz auf ihre Website sind, nach ihrem Dienstleister. Hören Sie nicht nur auf das Lob des Anbieters für sich selbst, sondern vor allem auf die Stimmen seiner Kunden. Damit sind Sie recht gut beraten.

Kann man auch "teilweise" loslassen?

Na klar, und das sollten Sie auch regelmäßig. Wie überall anders auch sammelt sich auf Websites jede Menge alter Informationen an. Diese alten Inhalte verschlacken die Website. Aufräumen lohnt sich doppelt - zum Einen für Sie selbst. Denn die Klarheit macht wieder mehr Lust, die Website zu pflegen. Es erleichtert die Überarbeitung der Inhalte, damit überarbeiten Sie sie natürlich dann auch eher, und daraus resultiert wiederum nicht nur eine höhere Aktualität, sondern auch eine höhere Qualität des Contents.

Davon profitieren dann zum Anderen auch Ihre Besucher. Und eine aufgeräumte Website fördert die Orientierung, die gerade bei neuen Besuchern sehr wichtig ist.

Übrigens, keine Angst vor der 404-Seite (das ist die Seite, die erscheint, wenn die eigentlich angefragte Seite nicht gefunden wurde). Sie ist nicht von Natur aus schlecht (auch nicht für Google). Einige Tipps, wie sie mit ihr umgehen, gebe ich Ihnen hier in Kürze in einem anderen Beitrag.

 

Dieser Artikel ist ein Beitrag zur Blogparade "Loslassen" von Manuela Csikor.


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Kategorien: Aus dem Nähkästchen | Schlagworte: Launch, Loslassen, Relaunch, Updates, Wohlfühlen

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