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Nummerierung von Seiten für Google (I) - wozu?

23.08.2012

Viele Inhalte im Web erstrecken sich über mehrere Seiten, deren Inhalte genau genommen zusammen gehören. Man spricht auch vom Paginated Content.

Zwei Beispiele: Lange Artikel in Online-Zeitschriften werden oft über mehrere Seiten verteilt, pro Seite wird ein Kapitel abgehandelt. So laden die einzelnen Seiten wesentlich schneller und der Besucher kann schneller auf den Artikel zugreifen. Produktlisten (zum Beispiel Kategorien oder Suchergebnisse) in Online-Shops werden ebenfalls oft über mehrere Seiten verteilt, um die Ladezeit der einzelnen Seiten zu verkürzen.

Obwohl die Inhalte eigentlich zusammen gehören, sind sie über verschiedene Seiten abrufbar.

Das hat für die Positionierung bei Google verschiedene Effekte:

1. Die Seiten haben alle nur ihre alleinstehende Linkpower, statt die Linkpower der einzelnen Seiten zu sammeln.

Jede einzelne der Seiten hat Verlinkungen innerhalb derselben Website und auch von anderen Websites. Jeder dieser Links bedeutet für Google, dass die Seite eine gewisse Relevanz hat und somit berechtigt in den Suchergebnissen angezeigt werden kann. Je mehr Links, desto besser also die Positionierung. Dabei zählt jeder Link nur für die Seite, auf die er zeigt.

Werden die Seiten über entsprechende Kennzeichnung als zusammengehörig markiert, können sie ihre einzelne Linkpower addieren, und somit eine bessere Positionierung erreichen. Das gilt besonders, wenn die Seiten für die gleichen Suchbegriffe wichtig sind (wie es bei Paginated Content ja auch oft der Fall ist).

2. Die wichtigste Seite der Serie ist eventuell gar nicht oder schlecht in den Suchergebnissen zu finden.

Google weiß nicht, welches die wichtigste der Seiten einer Serie ist. Die Suchmaschine bewertet die Relevanz anhand der eingehenden Links, der Anzahl und Dichte der Keywords usw. Dabei kann sie ziemlich daneben liegen. Besser ist es, wenn Sie Google mitteilen, welche der Seiten die wichtigste ist (in der Regel die 1. Seite, oder die "View All" Seite, auf der alle Inhalte angezeigt werden - dazu mehr im 2. Beitrag dieser Folge).

3. Duplicate Content

Duplicate Content bedeutet, dass derselbe Content insgesamt oder in Ausschnitten auf zwei oder mehr Webseiten zu finden ist. Dabei ist egal, ob die Webseiten unter derselben Domain oder unter verschiedenen zu finden sind. Google kann in diesen Fällen nicht entscheiden, welche Version die ursprüngliche ist und welche die Kopie. Es ist also unklar, wer bei wem abgeschrieben hat, und welche Seite somit relevanter ist. Darum wirkt sich diese Situation negativ auf alle beteiligten Seiten mit Duplicate Content aus, denn Google bevorzugt im Zweifel keine davon.

Duplicate Content kann bei Paginated Content zum Beispiel auftreten, wenn innerhalb einer Produktliste die Sortierung geändert wird. Dann ist das Produkt X plötzlich nicht mehr auf Seite 1, sondern auf Seite 3 zu finden. Weiß Google, dass die Seiten ohnehin zusammengehören, ist das in der Regel jedoch kein Problem.

Noch ein Beispiel aus der Praxis

Bei einem Hotel-Portal kann man Hotels nach Städten suchen. Wenn eine Stadt ausgewählt wird, werden zunächst fünf besondere Hotels empfohlen, man kann aber über einen weiterführenden Link alle Hotels anzeigen lassen. Dabei werden pro Seite zwanzig Hotels angezeigt. Das Hotel-Portal hatte zwei Probleme: Zunächst erschienen auf der Einstiegsseite immer Hotels, die später auch nochmal auf den verschiedenen Seiten zu finden waren (Duplicate Content). Außerdem sollten Besucher von Google zuerst auf die Einstiegsseite geleitet werden, die anderen Seiten sollten aber trotzdem indiziert werden (wichtigste Seite + Summierung von Linkpower).

Dieses Problem haben wir mit rel="prev", rel="next" und rel="canonical" gelöst.

Wie es ganz genau geht, erfahren Sie im 2. Teil dieser Serie, der in ein paar Tagen hier erscheinen wird.

Kategorien: Marketing: SEO & Co. | Schlagworte: Canonical, Duplicate Content, On-Page

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