OXID eShop arbeitet genau wie andere CMS und Webanwendungen mit Themes, wenn es um die Darstellung der Inhalte, also das Layout geht.

Ein Theme ist dabei eine Sammlung verschiedener zusammengehöriger Dateien, wie Templates, CSS, Javascript und Bildern, die für das Design benötigt werden. In OXID können beliebig viele Themes vorgehalten werden – welches verwendet wird, legen Sie im Backend fest, indem Sie dort eines der verfügbaren Themes aktivieren.

OXID selbst bringt mit der Installation aktuell drei Themes mit – Azure, das ist das ältere Desktop-Theme, Mobile, das ist das Pendant dazu für Mobilgeräte, sowie das moderne Flow, das responsive, also sowohl für Desktop als auch Mobilgeräte geeignet ist.

Wenn Sie selbst gern Hand anlegen, oder jemanden haben, der sich ein bißchen auskennt, dann haben Sie vielleicht eines der Themes, sagen wir Flow, komplett kopiert, ihm einen eigenen Namen gegeben und es anschließend angepasst.

Das kann man machen, besser ist es jedoch, die Parent-Child-Beziehung zwischen den Themes zu nutzen, die OXID unterstützt.

Dabei ist das originale Theme von OXID das Parent (Eltern-Theme), das angepasste Theme ist das Child (Kind-Theme). Dasselbe gilt übrigens auch, wenn Sie ein Theme kaufen bzw. ein kostenloses Theme nutzen, und dieses selbst anpassen. Erstellen Sie sich immer ein Child vom Original.

Der Vorteil ist eine bessere Übersichtlichkeit und vor allem eine einfachere Aktualisierung durch Updates.

Das Prinzip dabei ist nämlich, dass das Child-Theme ausschließlich die Dateien beinhaltet, die vom Eltern-Theme abweichen. Das betrifft sowohl die Templates als auch die Styles, die Javascript-Dateien und die Bilder.

Alle ungeänderten Dateien verbleiben im Parent-Theme und können so einfach bei einem Update überschrieben und damit ganz bequem mit einem Klick aktualisiert werden.

Mit einem Update kommen immer auch diverse Änderungen und Anpassungen an diversen Theme-Dateien. Das können Fehlerbehebungen (Bugfixes) sein, aber auch Neuerungen für bessere Performance, höhere Kompatibilität mit verschiedenen Browsern und andere Verbesserungen, manchmal sind es sogar gesetzlich notwendige Erweiterungen – wie es damals bei der Button-Lösung der Fall war.

Haben Sie nun Ihr Child-Theme einfach als 1-zu-1-Kopie des Originals erstellt, stehen solche Änderungen entweder gar nicht zur Verfügung (da ja nur das Original Theme durch das Update geändert wird) oder Sie haben eine ziemliche Sysiphus-Arbeit zu leisten. Jede im Update enthaltene Theme-Datei muss von Ihnen mit der Datei in Ihrem Theme verglichen werden, wobei Sie Datei für Datei bewerten müssen, ob eine Abweichung nun durch das Update oder durch die von Ihnen durchgeführten Änderungen zustande gekommen sind.

Wenn Sie ein Child-Theme haben, müssen Sie das zwar auch machen, aber Sie haben es mit wesentlich weniger Dateien – und nur denen, die Sie tatsächlich geändert haben – zu tun.

Noch schwieriger wird es beim Update übrigens für diejenigen, die die Änderungen direkt im Original Theme vorgenommen haben, ohne eine Kopie zu erstellen. Im schlimmsten Fall laden Sie das Update hoch und stellen anschließend fest, dass ihre geänderten Dateien dabei überschrieben wurden. Auch das ist also keine gute Option.

Das Child-Parent-Theme-Prinzip funktioniert im OXID eShop übrigens nicht für das mobile Theme, wenn Sie es über den ThemeSwitcher von OXID laden. Diese Lücke schließt aber unser kostenloses Bugfix-Modul für Mobile Child-Themes.

Wie Sie ein Child-Theme korrekt erstellen, verrate ich Ihnen im nächsten Beitrag.

kostenloses eBook SEO für OXID eShop

10 SEO Tipps für Ihren OXID eShop - kostenlos

Laden Sie sich Ihr kostenloses eBook herunter und optimieren Sie Ihren Shop ganz einfach selbst.

 

Thema: Zeit, Geld & Nerven | Stichworte: , , , ,