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Raus aus der Angst: Bleib ganz bei dir und sei völlig selbstlos

21.03.2020

In den letzten Tagen habe ich den Großteil meiner Zeit auf Facebook verbracht. Facebook, das mir immer so einen Heiden-Respekt einflößte, so dass ich mir ganz lange einredete, die Energie dort sei schlecht. Von dem ich mir erzählte, es täte mir nicht gut. Und das ich deshalb mied.

Das ist gekippt. Von einem Moment auf den anderen. Ich weiß nicht genau, warum. Ich glaube, plötzlich nehme ich die Menschen dort als menschlicher wahr. Sie sind mir nicht mehr überlegen, weil sie schon Facebook nutzen und ich noch nicht. Ich fühle mich nicht mehr als Newbie, wo ich als Marketing-Expertin keiner sein dürfte ... Oder vielmehr: Das spielt plötzlich keine Rolle mehr.

Denn ich spüre die Angst. Sie ist überall. Und ich weiß, dass ich genau hier stark bin, denn mit Angst beschäftige ich mich schon seit Jahren. Deshalb wirken die Menschen plötzlich menschlicher, sie verstellen sich nicht mehr, und es ist, als würde ich sie zum ersten Mal wirklich sehen.

Ich habe keine Angst. Zumindest nicht vor Corona und den Folgen. Auch nicht vor der Klimakrise. Ja, es gibt Momente, so wie gestern, als ich in der Tagesschau die italienischen Armeelastwagen sah ... Da steigt ein ungutes Gefühl in mir hoch. Die ganze Lage wirkt so dringlich.

Und angesichts dieser Dringlichkeit fühlen wir uns ohnmächtig. Ausgeliefert. Was können wir schon ausrichten?

Doch zum Glück weiß ich: Dringlichkeit macht immer unser Verstand. Und dem ist nicht zu trauen. Dringlichkeit entspricht nie der Realität, denn Zeit ist in Wirklichkeit eine Illusion. In Wirklichkeit gibt es immer nur den augenblicklichen Moment.

Aber natürlich wirkt es real auf uns. Sehr real. Solange wir nicht selbst gesehen haben, dass es nicht real ist. Solange ich es dir erzähle, wird es dich vermutlich nicht überzeugen. Lass es einfach mal so stehen, um mir weiter folgen zu können.

Auch Ohnmacht ist eine Illusion. Nur ein Gedanke.

Als die Nachrichten sich Anfang der Woche überschlugen, wollte ich als erstes an allen möglichen Enden ziehen helfen. Blinder Aktionismus drohte. Es folgte eine Art Resignation, weil ich spürte, dass ich gar nicht überall helfen kann.

Bis ich irgendwann begriff, dass jeder jetzt helfen kann. Auf seine eigene Art. Jeder hilft genau da am besten, wo er es am besten kann.

Doch davor liegt noch etwas ganz anderes. Etwas, das wirklich etwas verändern kann. Es beginnt bei dir selbst.

Denn unsere wichtigste Aufgabe ist es jetzt, unsere Angst zu erkennen. Deine wichtigste Aufgabe. Denn wo Angst ist, ist keine Liebe. Wo Angst ist, sind unbedachte Aktionen und Reaktionen, da handeln wir gegen uns und andere statt dafür.

Wo Angst ist, können keine guten Lösungen gefunden werden. Wir sind einfach nicht auf "Empfang" für die kreativen Eingebungen, die das Leben uns liefern möchte.

Wo Angst ist, ist Lähmung. Resignation. Hamsterkäufe. Ja, auch Rebellion ist ein Ausdruck von Angst. Oder wenn andere angegriffen werden.

Wenn wir mit der Angst der anderen konfrontiert werden, wird unsere eigene Angst spürbarer. Es ist wie ein gebündelter Laserstrahl. Und genau da liegt jetzt die Chance. Jetzt ist eine sehr gute Zeit, Ängste anzuschauen und aufzulösen. Weil sie verstärkt und geballt zutage tritt.

Mein wichtigster Rat auf Facebook lautet: Bleib bei dir.

Bevor du sagst, das ist total egoistisch, lass mich bitte ausreden.

Du bist die wichtigste Person in deinem Leben. Punkt. Erst wenn es dir wirklich gut geht, kannst du anderen helfen. Angst kostet dich Kraft und greift dein Immunsystem an. Darum tust du dir jetzt besonders gut, wenn du dich in diesen Zeiten immer wieder zurückziehst und ganz ehrlich nachspürst, was das alles mit dir macht.

Welche Nachricht ist dir bitter aufgestoßen? Worüber ärgerst du dich? Was beschäftigt dich? Wo bist du vielleicht sogar total wütend? Wo fühlst du dich ungesehen, ungehört, übergangen oder schlecht behandelt? Wo machst du dir Sorgen? Wo ergreifst du ganz viele vorbeugende Maßnahmen?

All das sind Anzeichen von Angst.

Wenn du einen Schritt weiter gehen willst, dann geh auf Facebook und beobachte mal die Ängste der anderen. Das ist immer ein guter Spiegel für Ängste bei uns selbst, die noch tiefer liegen, an die wir so nicht einfach dran kommen.

Scrolle durch den Feed, lies die Kommentare, sieh, welche Gesichter Angst haben kann. Antworte nicht. Lass dich (noch) nicht zu Reaktionen hinreißen. Je aufgebrachter deine Reaktion, desto deutlicher zeigt es dir, dass da noch bei dir Angst ist.

Nein, es ist nicht immer offensichtlich.

Der andere hat ja ganz eindeutig eine falsche Sicht oder Meinung!

Er / sie ist arrogant oder leichtsinnig oder dumm.

Nimm es einfach mal zur Kenntnis. Mache dir bewusst, dass der andere genau so handelt, wie es sich für ihn richtig anfühlt. Und dann versuche mal, hinter die Maske zu schauen. Die Angst darin zu sehen.

Die Angst macht uns alle gleich.

Die Angst macht uns menschlich.

Die Angst ist jetzt unsere Chance, zueinander zu finden statt gegeneinander zu kämpfen.

Du kannst Menschen nicht mit Gewalt ändern. Du kannst sie nicht ändern, indem du sie als dumm beschimpfst. Denke an dich selbst. Würdest du jemandem zuhören, der dich verändern will, der dir nicht zuhört, der dich dumm nennt?

Jeder Mensch zählt jetzt.

Wenn du deine Angst wahr nimmst, kann sie deine Reaktionen nicht mehr steuern - oder wenigstens nicht mehr so oft. Ja, auch ich bin nicht frei davon. Wir sind so konditioniert. Es ist normal. Das heißt aber nicht, dass wir es nicht ändern können!

Und dann, wenn du gut bei dir bist, wenn du gut auf dich achtest, wenn du dich und deine Ängste annimmst, dann kannst du anderen helfen. Auf die Art, die genau dir entspricht. Du musst dir weder ein Bein ausrupfen noch dich zu irgendwas zwingen, was du gar nicht tun willst. Jeder hat was, das ihm Freude macht und mit dem er anderen helfen kann.

Bei mir ist es das Thema Angst. Woher sie kommt, wie sie sich zeigt und was wir dagegen tun können.

Übrigens ist dieses selbstlose Helfen ein super Mittel gegen Angst. Aber erst, wenn du sie wahrgenommen hast. Denn wenn du erkennst, wie wichtig du für andere bist, dass du Einfluss hast, dass du etwas für andere verändern kannst, fühlst du dich nicht mehr so ohnmächtig. Wenn du immer wieder zu dir selbst zurück kommst, dich gut um dich kümmerst, dann ist Selbstlosigkeit jetzt ein erstklassiges Mittel, um Ängste ein für allemal hinter dir zu lassen.

Wenn du hilfst, stelle dich selbst zurück. Lass die anderen ihre Meinungen haben. Lass dich auf einen freundlichen Austausch ein, aber versuche nicht, andere Menschen zu bekehren oder zu manipulieren. Das schürt nur Streit, und führt genau in die falsche Richtung, so gut es auch gemeint sein mag.

Sei gut mit dir. Du machst das super. Erkenne dich an. Und achte auf deine Kraft, tue, was dir gut tut.

Alles, was du jetzt an Energie in dir trägst, strahlst du aus in unsere kollektive Energie.

Ich glaube übrigens, dass es nicht nötig ist, dass alle Menschen sehen und verstehen, was du siehst. Ich glaube, der Shift beginnt ab einer kritischen Masse. Deshalb ist es wichtiger, dass du auf dich achtest als auf andere. Lerne, was du zu lernen hast, gib, was du zu geben hast, erzähle denen, die dir zuhören wollen. Und mach dir um den Rest keine Sorgen. Hab Vertrauen, denn du bist nicht alleine.

Alles Liebe,

💖 Bettina


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Kategorien: Entspanntes Business | Schlagworte: Angst, Leben verändern, mach dich sichtbar, Miteinander statt gegeneinander, Selbstwert, Vertrauen

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