Dieser Beitrag ist Teil 3 von 6 der Artikel-Serie Schritt für Schritt zum Newsletter

Newsletter

Mit meiner Serie “Schritt für Schritt zum Newsletter” möchte ich Selbständigen und kleinen Unternehmen den Einstieg zum eigenen Newsletter erleichtern. In fünf Schritten nehme ich Sie an der Hand und zeige Ihnen, worauf es ankommt. Ergebnis dieser Serie ist Ihr erster selbst versendeter Newsletter.

Die Überlegung, in welchem Umfang, welcher Form, welchem Rhythmus Ihr Newsletter erscheinen soll, ist nicht nur für den Einstieg wichtig. Wenn Sie bestimmte Rahmenbedingungen festschreiben, erleichtern Sie sich damit auch später immer wieder die Erstellung neuer Newsletter, weil Sie sich nicht jedesmal mit den Grundsatzfragen beschäftigen müssen.

Trotzdem sind solche Entscheidungen, egal wie sie ausfallen, niemals in Beton gegossen – Sie können sie jederzeit überarbeiten. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass gerade dieser Gedanke es einem erleichtert, so manche Entscheidung zu treffen.

Die Festlegungen nicht nur im Kopf zu treffen, sondern schriftlich zu fixieren, kann verschiedene Vorteile für Sie bringen:

  • Sie gewinnen Sicherheit, die Sie für die ersten Newsletter-Ausgaben wahrscheinlich gut gebrauchen können.
    Bestimmte Entscheidungen sind getroffen. Punkt. So ist es und so bleibt es erstmal. Dieser Rahmen gibt Ihnen Sicherheit.
  • Sie haben wichtige Anhaltspunkte für die Auswahl des passenden Tools.
    Nicht jedes Tool unterstützt alle Möglichkeiten. Außerdem bieten verschiedene Tools auf bestimmte Anforderungen optimierte Preismodelle.
  • Sie entwickeln eine Verbindlichkeit bezüglich des Newsletters gegenüber sich selbst.
    Bestimmte Entscheidungen sind getroffen. Sie brauchen „nur noch“ schreiben. :)

Was wollen Sie erreichen?

Stellen Sie sich dazu zunächst die Frage, wen Sie mit Ihrem Newsletter ansprechen, was Sie erreichen möchten. Möchten Sie Kunden binden, neue Interessenten gewinnen oder Geschäftspartner über neue Angebote informieren? Sie können den Newsletter z. B. nutzen, um

  • das Vertrauen zu erhöhen, sich als Experte zu positionieren,
  • Umsatz zu generieren,
  • Sonderangebote vorzustellen,
  • neue Angebote vorzustellen,
  • Partner zu gewinnen.

Vielleicht stellen Sie bei der Festlegung der Ziele fest, dass es sinnvoll wäre, mehrere Newsletter an verschiedene Zielgruppen zu senden. Vorsicht, nicht verzetteln! Legen Sie die Idee für einen zweiten oder möglicherweise dritten Newsletter auf Ihren „kreativen Stapel“, und setzen Sie erstmal nur den einen, wichtigsten Newsletter um.

Inhalte

Sobald Ihre Überlegungen hierzu etwas gereift sind, können Sie Ihre Newsletter-Informationen entsprechend schärfen. Wenn Sie die Zielgruppe und die Ziele kennen, wissen Sie, welche Inhalte am besten passen.

Gerade am Anfang können Sie sich die Arbeit erheblich erleichtern, indem Sie jetzt die Inhalte konkretisieren. Wie soll Ihr Newsletter aufgebaut sein, möchten Sie immer einen großen Tipp schreiben oder lieber mehrere kleine? Soll auf aktuelle Angebote hingewiesen werden? Vielleicht haben Sie auch Ideen für ganz bestimmte Rubriken und können eine Artikel-Serie in Newsletterform veröffentlichen.

Gehen Sie vor wie beim klassischen Brainstorming: Notieren Sie erstmal alles, was Ihnen an möglichen Inhalten einfällt. Sortieren Sie es erst im zweiten Schritt. Was spricht Ihre Zielgruppe an, was unterstützt Ihre Ziele am besten?

Wie viele verschiedene Inhalte Ihr Newsletter jeweils erhalten soll, ist natürlich auch Ihnen überlassen. Natürlich können Sie auch experimentieren, was am besten ankommt, nach meiner Erfahrung steht den meisten aber am Anfang nicht der Sinn nach Experimenten, es ist ohnehin noch alles neu und man ist froh, wenn alles so klappt wie man sich das vorgestellt hat.

Format

Am verbreitetsten ist heutzutage der HTML-Newsletter. In ihm lassen sich Links und Bilder einbetten. Die meisten Tools bieten den HTML-Newsletter standardmäßig an. Eine Textversion kommt oft zusätzlich mit, für den Fall, dass der Empfänger mit HTML nichts anfangen kann (z. B. auf bestimmten mobilen Geräten).

Die Entscheidung, ob das HTML Format für Sie wichtig ist, spielt für die spätere Auswahl des passenden Tools eine Rolle. Wollen Sie Bilder in Ihren Newsletter einbetten? Dann brauchen Sie HTML.

Ein Tipp am Rande – zum Format gehört eigentlich auch die Option, eine Datei (PDF) als Newsletter-Anhang mitzusenden. Nehmen Sie davon lieber Abstand. Bringen Sie alle relevanten Inhalte direkt in den Newsletter, und wenn wirklich eine zusätzliche Datei nötig ist, bieten Sie sie lieber zum aktiven Herunterladen an, statt Ihren Lesern damit das Postfach zu verstopfen.

Rhythmus

Ich glaube, der am häufigsten genutzte Rhythmus für Newsletter ist monatlich. Ich kenne aber auch genügend wöchentliche oder 14-tägliche Newsletter. Nach meiner Erfahrung genügt für den Anfang der monatliche Rhythmus vollkommen.

Manche empfehlen, Newsletter mindestens monatlich zu senden. Der Meinung bin ich mittlerweile nicht mehr. Grundsätzlich sollte man den Newsletter nur so oft schicken, wie man sich damit wohl fühlt. Quartalsweise ist auch ok, sogar jährlich finde ich völlig in Ordnung, wenn es zum Newsletter passt.

Das ist natürlich auch von der Art und den Zielen Ihres Newsletters abhängig. Wenn man mit dem Rhythmus des Newsletters wirbt (z. B. „wöchentliche Tipps“, „Angebote der Woche“), sollte man dieses Versprechen auch einhalten, denn man hat ja eine Erwartung beim Abonnenten geschürt.

Ein festgelegter Rhythmus hat aber gerade am Anfang eine ganz wichtige Bedeutung für Sie selbst: Solange Sie noch nicht „im Fluss“ sind, ist es eine Art Verpflichtung, regelmäßig aktiv zu werden.

 Jetzt! – Ihre Aktion

Notieren Sie in einem Word- oder Office-Dokument die Antworten auf folgende Fragen. Notieren Sie sich auch, wo Sie noch Unterstützung oder Antworten brauchen, recherchieren wollen etc. und legen Sie am besten gleich einen Termin für die Erledigung fest.

  • Welche Ziele wollen Sie mit Ihrem Newsletter erreichen? Nennen Sie mindestens eins.
  • Welche Zielgruppe sprechen Sie mit Ihrem Newsletter also an?
  • Ist das HTML Format für Sie wichtig – sollen Bilder in den Newsletter integriert werden?
  • Welche Inhalte, welche Rubriken soll Ihr Newsletter bekommen?
  • Wie oft soll Ihr Newsletter erscheinen? Legen Sie am besten die genauen Termine für das erste halbe Jahr fest.

Alles erledigt?

Weiter geht’s in wenigen Tagen mit Schritt 3: Das passende Tool wählen

 

Thema: Umsatz ankurbeln | Stichworte: ,