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Warum "So bin ich halt" nicht wahr ist

04.03.2020

So bin ich halt. Kennst du diesen Satz von dir? Welche "Macken" und Schwächen nimmst du damit in Kauf? Welche Dinge glaubst du, nicht angehen zu können?

Ich zeige dir heute, wie du damit deine Welt unnötig klein hältst - und warum dieser Satz niemals wahr ist.

So bin ich halt war lange Zeit eine meiner liebsten Ausreden. Allerdings war mir nicht bewusst, dass es eine Ausrede ist. Für mich war es absolut wahr.

Erst in meiner Coaching-Ausbildung 2018 erkannte ich, was ich unbewusst über mich dachte, und wie sehr mich das begrenzte. Ich habe es seitdem immer wieder beobachten können, wie schnell wir uns in Schubladen packen, und unsere Welt und das, was wir erreichen können, damit unnötig begrenzen und verkleinern.

Als ich damals in die Ausbildung kam, glaubte ich über mich selbst, dass es bei mir nichts mehr zu coachen gebe. Ich hatte alles angeschaut und aufgeräumt. Nach etwas Überlegen kam mir dann doch eine kleine Unannehmlichkeit in den Sinn, die zwar keine Tragweite hatte, aber irgendwas musste ja schließlich her.

Es dauerte gar nicht lange - ich glaube, es war sogar noch am ersten Tag - bis ich merkte, dass das Thema doch eine Tragweite für mich hatte, und zwar eine enorm große. Ich hatte sie nur nicht sehen können, weil ich mich daran gewöhnt hatte. So war ich halt.

Ich habe die Geschichte schon einige Male erzählt, aber falls du sie nicht kennst, hier die Kurzform:

Ich hatte damals eine Reitbeteiligung und wollte diesem Pferd Gutes tun. Ich hatte einige Ideen, was ich tun könnte, damit es ihm besser geht (er war nicht mehr der Jüngste). Doch dem dazu nötigen Gespräch mit der Besitzerin wich ich immer wieder aus. Ohne dass sie es merkte, logisch, denn sie wusste nichts davon, dass ich Gesprächsbedarf empfand.

Meine Ausreden waren damals vielseitig. Keine Zeit. Ich wartete auf den richtigen Zeitpunkt. So wichtig war das nicht. Usw. Je länger ich darüber nachdachte, desto unsicherer wurde ich.

Und als mir das im Coaching einfiel, dachte ich - so bin ich halt. Was will man da machen?

Ich bin so. Will mich nicht aufdrängen. Bleibe lieber im Hintergrund. Will die Leute nicht nerven.

Tatsächlich glaubte ich über mich selbst, völlig übertriebene Vorstellungen und Ansprüche zu haben, dass immer alle total von mir genervt sind und irgendwann gar nicht mehr mit mir sprechen, wenn ich nicht aufhöre, diese Anforderungen zu stellen. Die ich aber in Wirklichkeit gar nicht stellte, denn ich nahm mir immer schon vorher den Wind aus den Segeln.

Und das nicht nur in dieser speziellen Situation mit meiner Reitbeteiligung - sondern es zog sich durch mein ganzes Leben, und natürlich auch bis in mein Business!

Aber mir war das nicht bewusst. Es war ein blinder Fleck für mich. Ich hatte es nie hinterfragt. Ich war halt die Stille, Schüchterne, die anderen nicht auf die Nerven gehen will (und die sowieso immer viel zu viel will).

Ich hatte mich nie gefragt, was tatsächlich dahinter steckt. Welche (unbewussten) Gedanken und Befürchtungen.

All das kam im Coaching ans Licht. Und binnen Millisekunden wurde mir klar: Das war gar nicht ich! Das war kein unveränderlicher Teil meiner Persönlichkeit, der angeboren war und mit dem ich für immer leben muss.

Das waren nur meine Gedanken. Ich glaubte, schüchtern zu sein. Ich glaubte, anderen auf die Nerven zu gehen. Ich fürchtete, sie würden sich abwenden, wenn ich meine Wünsche äußerte. Manchmal glaubte ich sogar, sie würden mich einfach nur auslachen.

Und diese Gedanken erschienen mir so real, dass ich sie nicht bemerkte, geschweige denn auf die Idee kam, sie in Frage zu stellen.

Ich glaubte, so zu sein, dabei handelte es sich nur um ein Denkmuster.

Diese Erkenntnis brachte mir unglaubliche Freiheit.

Freiheit zu sein, wie ich sein möchte, nicht wie ich glaube "eben zu sein". Denn mir war klar - wenn das für dieses Muster galt, dann gilt es auch für jedes andere, auch die, die mir noch gar nicht bewusst sind. Muster, die mich stressen. Muster, die mich Dinge nicht tun lassen, weil ich mich davor fürchte. Oder die mich Dinge tun lassen, die ich gar nicht tun will. Muster, die mich von meinen großen Visionen abhalten.

Das alles sind nur Konditionierungen und keine angeborenen, festen Charakterzüge. Eine Veränderung ist jederzeit möglich.

Seitdem ist einige Zeit vergangen, und ich habe mich intensiver mit unbewussten Gedanken, Mustern und Konditionierungen beschäftigt. Und ich konnte immer mehr sehen, dass hinter allen selbstsabotierenden Verhaltensweisen, hinter allen Ängsten und allem Stress, hinter allen Dingen, die wir gerne tun würden, aber die wir uns nicht trauen, immer nur solche Konditionierungen stecken. Immer.

Nichts ist in Stein gemeißelt. Nichts ist angeboren.

Nichts ist "halt" so.

Und noch etwas viel Besseres konnte ich entdecken. Etwas, das enorm Mut macht. In dem Augenblick, in dem du erkennst, dass es sich tatsächlich nur um ein Muster handelt, und nicht um etwas, das in deinen Genen verwurzelt ist, löst es sich auf.

Du brauchst nichts weiter tun.

Mit "Erkennen" meine ich allerdings eine wahre Erkenntnis, ein echtes "Aha". Nicht nur "jaja, weiß ich doch ...", sondern tiefer in dir.

Du kennst vielleicht diese Momente, in denen du etwas siehst, das du manchmal sogar schon lange weißt, aber auf einmal siehst du es wirklich. Und dir läuft ein Schauer über den Rücken, die Härchen an deinen Armen stellen sich auf. Das sind die Momente, in denen unsere Realität sich verschiebt. Nach denen etwas fundamental anders ist als zuvor.

So ging die Geschichte bei mir weiter:

Schon wenige Tage nach meiner Erkenntnis bin ich zufällig der Besitzerin meiner Reitbeteiligung über den Weg gelaufen. Und konnte mich dabei beobachten (!), wie ich ganz natürlich und völlig ungezwungen meine Bedenken und Wünsche und Vorschläge äußerte. Es war nichts dabei. Kein Stress. Kein Angstschweiß. Ich tat es einfach, als hätte ich nie etwas anderes gemacht. Ich dachte gar nicht groß darüber nach. Genau genommen fiel es mir erst hinterher auf, dass ich mich anders verhalten hatte als sonst.

Für mich der ultimative Beweis, dass Erkenntnisse Veränderungen bewirken können. Mühelos. Egal, wie fest und unveränderlich etwas zu sein scheint.

Egal, was du glaubst, wie du (halt) bist. Wenn du anders sein möchtest, dann sei dir gewiss: Das bist nicht du. Es ist nicht angeboren. Keine Angst, keine Verhaltensweise, kein Ausweichen ist Teil deiner Persönlichkeit.

Du kannst alles sein, was du möchtest. Alles, was es dazu braucht, ist einfach nur ein neuer Gedanke.

Alles Liebe,

💖 Bettina

PS: Übrigens bereite ich gerade meinen 12-Wochen-Workshop "Mach dich sichtbar" vor. Darin zeige ich dir, wie du aus dem Denken und Planen ins Tun kommst, aber ohne dich zu stressen oder unter Druck zu setzen. Spielerisch und mit Leichtigkeit machst du dich und dein Business sichtbarer. Auf deine ganz eigene Art. Mehr dazu erfährst du in Kürze hier oder im Newsletter.


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Kategorien: Marketing: SEO & Co. | Schlagworte: Angst, Freiheit, ins Tun kommen, Persönlichkeitsentwicklung, Selbstreflektion, Selbstvertrauen

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