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Entspricht dein Zuhause deinem gewünschten Erfolg?

20.08.2019

Letzte Woche habe ich ein Live-Video auf Facebook gemacht, und eine Teilnehmerin fragte mich hinterher, warum meine Wand ein Loch hat, wo das Regal hin ist. Ich wusste gar nicht, was sie meint und fragte nach. Sie meinte, da seien so weiße Stellen, Löcher in meiner Wand, und es sähe aus, als hätte dort ein Regal gehangen.

Aus meiner Perspektive sah mein Büro gut aus, aufgeräumt. Sie sah andere Details als ich, und nahm wahr, dass es lieblos wirkte. Die "Löcher" sind tatsächlich Stellen, an denen die rote Farbe fehlt, weil dort mein Schreibtisch stand. Ich habe meinen Schreibtisch ans Fenster umgestellt, weil ich es liebe, beim Schreiben nach Draußen zu schauen. Ich sitze fast komplett mit dem Rücken zu dieser Wand. Und ich hatte diese kahlen Stellen einfach überhaupt nicht mehr auf meinem Radar.

Ich fand es einfach nicht so wichtig. In den Keller zu gehen, die richtige Farbe rauszusuchen (vielleicht festzustellen, dass sie nicht mehr da ist und nachgekauft werden muss) und dann die Stellen auszubessern, erschien mir als zu aufwändig. Und irgendwann hab ich es einfach ausgeblendet. Es ist aus meinem Bewusstsein gerutscht.

Es scheint eine Lappalie zu sein, denn mein Leben ist wie das aller anderen voll von Terminen, Dingen, Verantwortlichkeiten. Die Stellen sind nun wirklich nicht groß. Ich könnte die Kamera einfach ein Stück drehen oder woanders meine Videos machen, dann sieht sie keiner mehr außer mir (und ich sehe sie ja auch nicht mehr).

Tatsächlich ist es aber so, dass genau diese Stellen, die wir gar nicht mehr sehen, die so lieblos und kahl wirken oder so gar nicht zu uns passen, unsere Energie senken statt sie zu heben. Sie ziehen uns runter, und außerdem zeigen sie uns auf unbewusster Ebene, wie wir mit uns umgehen. Wie viel Energie wir uns wert sind, wie wichtig es uns ist, dass es uns gut geht und dass wir es schön haben.

Meine Mentorin wird nicht müde, mich immer wieder daran zu erinnern, dass ich erst den gewünschten Erfolg haben werde, wenn ich die bin, die diesen Erfolg hat. Und das schließt auch mein Zuhause mit ein.

Wie ich mich umgebe, so erfolgreich werde ich sein.

Passend dazu lese ich gerade in Fabienne Fredricksons Buch "Embrace your Magnificence":

Every time you make the lesser choice, you are telling yourself and the universe that you are not good enough to receive the very best the universe has to offer ... (Immer, wenn du dich für das Schlechtere entscheidest, zeigst du dir selbst und dem Universum, dass du es nicht wert bist, das Beste zu erhalten, was das Universum zu bieten hat ...)

Mit allem, was dich umgibt, gibst du dir unbewusst Zeichen deiner Wertschätzung - egal, ob du das willst oder nicht.

Mir ist die Bedeutung, mich mit guten, hochwertigen Dingen zu umgeben, die mein Herz hüpfen lassen, noch nie so präsent gewesen, wie in dem Moment, in dem mich die Teilnehmerin auf meine "Löcher" hinwies.

Es kommt hier nicht auf die Anzahl der Dinge an. Weniger ist mehr. Sie müssen auch nicht sündhaft teuer sein. Wichtig ist, dass wir uns damit wohl fühlen. Der Stift, der immer nicht schreibt, wenn wir ihn brauchen, die Pflanze, die schon seit Wochen vor sich hin welkt, der Teller mit der angeschlagenen Kante. Das alles können Dinge sein, die uns minderwertig fühlen lassen - oder die unseren mangelnden Selbstwert spiegeln. Die uns bewusst machen wollen, wo wir uns noch nicht das Beste gönnen.

Aber sei vorsichtig bei deiner Bewertung und lass dich nicht von fremden Standards leiten. Der angeschlagene Teller kann für dich einen hohen Wert haben und viel Wohlgefühl mit sich bringen, wenn du ihn liebst. In Japan wird Geschirr wertvoller, je öfter es gebrochen ist. Was dich runterzieht und was nicht, entscheidest du. Niemand sonst.

Ändere es - Schritt für Schritt

Wenn du deinen Blick dafür öffnest, was in deiner Umgebung dich nervt oder wo du dir nicht das Beste gönnst, kann es sein, dass dir plötzlich sehr viele Dinge auffallen. Die Unordnung auf dem Fußboden. Der Staub im Regal. Die unordentlichen Bücherstapel. Die billige Kerze, die du gar nicht magst. Der Kalender, den es kostenlos an der Kasse gab, der dir aber gar nicht gefällt. Wo dann bloß anfangen?

Fabienne empfiehlt eine Übung, mit der du deine Umgebung Schritt für Schritt verschönern kannst, ohne dich zu überfordern. Diese Übung möchte ich mit dir teilen.

Erstelle dir eine "Liste an Kompromissen". Wo in deiner Umgebung bist du Kompromisse eingegangen? Welche Dinge gehen dir schon lange auf den Keks? Was zieht deine Energie immer wieder runter?

Und dann arbeite die Liste ab. Einen Punkt pro Woche. Das klingt wenig, ist aber eine Menge. Unterschätze nicht, was dabei energetisch passiert! Denn wenn du an einer Stelle anfängst, die Kompromisse abzuschaffen, wenn du anfängst, dich selbst zu schätzen und zu ehren, und dir diese Wertschätzung zu zeigen, dann werden sich Dinge an anderen Stellen möglicherweise ganz von allein auflösen. Das geht nicht von einem Tag auf den anderen, aber im Laufe der Zeit wird genau das passieren, wenn du dran bleibst.

Du wirst einfach immer bewusster für deinen Wert und ganz automatisch Dinge verändern, die dir nicht gefallen oder nicht gut tun. Irgendwann brauchst du darüber nicht mehr nachdenken.

Du wirst andere Kaufentscheidungen treffen und Dinge, die dich nicht glücklich machen, einfach im Regal liegen lassen.

Und das Coole daran ist, es wird sich auf dein gesamtes Leben übertragen. Auf die Mitmenschen, die dich umgeben. Auf die Dienstleister, die du wählst. Auf die Kunden, die mit dir zusammenarbeiten möchten.

Ich bin der Teilnehmerin unendlich dankbar, dass sie mich darauf aufmerksam gemacht hat. Auch wenn ich im ersten Moment nicht erbaut darüber war. Das ist auch so eine interessante Sache - wie unser Ego reagiert, wenn es auf die Dinge aufmerksam gemacht wird, die im Unbewussten liegen (und dort schön liegen bleiben sollen). Aber das ist jetzt schon wieder ein neues Thema.

So. Und jetzt gehe ich Farbe holen und streiche mein Büro neu.

Kategorien: Entspanntes Business | Schlagworte: LebeSchön, Selbstliebe, unser Umfeld, Wertschätzung, Wohlbefinden

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