Im Frühjahr 2017, als ich zu erwachen begann und mich intensiv auf die Suche nach dem Sinn meines Lebens machte, hatte ich immer ein ganz tiefes Gefühl in mir – dass ich nicht mein volles Potenzial lebe. Dieses Gefühl war schmerzhaft, und ich konnte es nicht richtig einordnen. Bedeutete das, dass ich zu wenig leiste? Dass mich die Dinge, die ich tue, nicht genug fordern? Dass ich das Gefühl habe, mein Potenzial zu verschwenden? Es war mir peinlich, darüber zu sprechen, weil es für mich überheblich und undankbar klang.

Vor Kurzem sagte mir jemand, man lebt immer sein volles Potenzial – mehr als man gerade lebt, ist in diesem Moment einfach nicht möglich. Ja, das stimmt natürlich. Aber darum geht es ja nicht – es geht nicht darum, was ich jetzt gerade lebe, sondern wo ich hin möchte. Dass ich spüre, dass da mehr ist, und ich keine Ahnung habe, wie ich das freisetzen kann. Leben ist Veränderung. Und wenn ich spüre, da fehlt was, oder da will was raus aus mir, und nicht weiß was, kann mich das ziemlich in den Wahnsinn treiben.

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