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Wann dir Kurse und Coachings helfen, und wann nicht

17.07.2020

Man sagt, die beste Investition sei die in sich selbst. In die eigene Weiterentwicklung und Bildung. Das sind schließlich Dinge, die man immer bei sich hat, die nicht an Wert verlieren können und sich langfristig auszahlen.

Doch wenn du so wie ich ein Weiterbildungs- und Coaching-Junkie bist, wirst du vielleicht auch schon einmal festgestellt haben, dass dir manche Angebote überhaupt nicht weiterhelfen, während andere dich regelrecht voran katapultieren. Ich kenne das jedenfalls sehr gut. Ich habe in der Vergangenheit auch immer wieder Angebote gebucht, die sich für mich als Fehlinvestitionen herausstellten, während andere ein Vielfaches der Investition wert waren.

Und natürlich war da der Wunsch, die Fehlinvestitionen in Zukunft zu vermeiden und nur noch "richtige" Entscheidungen zu treffen.

Darum habe ich mir Zeit genommen und genauer hingeschaut. Was unterscheidet die "Katapult-Angebote" von den Enttäuschungen? Woran liegt es, dass mich manche Bücher, Kurse und Coachings weiter bringen als andere?

Ich erkannte bei mir verschiedene Faktoren, die es wahrscheinlicher machten, dass ich einen Kurs nicht zum Abschluss brachte oder die Kursinhalte am Ende nicht in meinem Business anwenden konnte.

Zum Beispiel buchte ich oftmals Kurse, von denen ich glaubte, sie würden mich voran bringen, doch dann feststellte, dass sie für mich noch gar nicht dran waren. Aus einer Ungeduld heraus wollte ich den zweiten (oder dritten) Schritt vor dem ersten gehen. Das funktioniert selten.

Dann gab es die Kurse, die ich buchte, weil ich glaubte, das wissen zu müssen, was dort vermittelt wird. Es interessierte mich nicht wirklich, doch das merkte ich manchmal erst im Verlauf des Kurses, manchmal sogar erst danach.

In manchen Kursen waren auch die Anbieter der Knackpunkt. Wenn unsere Werte nicht übereinstimmten, sie z. B. Kunden als Kuh sehen, die es zu melken gilt, oder dass ihr Weg der einzig richtige sei, dann machte ich rasch "zu" und nahm die vermittelten Inhalte nicht mehr zur Kenntnis. Ich stieg mental aus dem Kurs aus.

Das Dumme war nur - all diese Dinge nahm ich in den allermeisten Fällen zu spät wahr, nämlich erst dann, wenn der Kurs bereits gebucht und bezahlt war. In meiner ersten Begeisterung für den Kurs hatte ich all das überhaupt nicht im Blick, und meist konnte ich es auch nicht vernünftig einschätzen. Hinterher ist man immer schlauer.

War die Schlussfolgerung also, dass sich Fehlinvestitionen nicht vermeiden lassen? Damit wollte ich mich nicht zufrieden geben. Schließlich habe ich im letzten Jahr eine größere fünfstellige Summe in meine Weiterbildung investiert - und aus nachvollziehbaren Gründen wollte ich sichergehen, dass dieses Geld gut angelegt ist, statt zum Fenster rausgeworfen.

Vor Kurzem hatte ich eine Erkenntnis, mit der alles auf einen Schlag viel einfacher wurde (was es in Wirklichkeit nämlich immer ist). Ich brauchte keine Checkliste, ich brauchte kein Budget, ich brauchte keine Anleitung, um die "richtigen" Kurse zu finden.

Denn in Wahrheit steckt hinter allen Fehlinvestitionen eine einzige Ursache: Das Gefühl, nicht genug zu sein.

Wenn ich einen Kurs aus dem Gefühl heraus buche, etwas müsse sich ändern, damit ich glücklich, zufrieden, erfolgreich bin, dann bin ich im Mangel. Dann greife ich nach Strohhalmen, die keine sind. Ich tue, was ich sollte. Was ich glaube, was ansteht. Was ich glaube, was ich brauche, um (endlich) richtig zu sein.

Dieses Mangelgefühl lässt uns nicht nur selten gute Entscheidungen treffen, es treibt uns auch unerbittlich voran - und gaukelt uns vor, zu verschwinden, wenn wir nur noch dieses eine Coaching, diesen einen Kurs buchen. Dabei wird es davon nicht verschwinden, sondern nach dem Motto "nach dem Kurs ist vor dem Kurs" gleich wieder das nächste Angebot suchen.

Und wir glauben dann, wir lieben es, uns weiterzubilden, aber in Wirklichkeit sind wir nur auf der Suche danach, dieses Gefühl von "nicht-genug" hinter uns zu lassen.

Die Krux ist - viele von uns merken das gar nicht. Die Zukunft zu gestalten, das Leben - und uns selbst - zu optimieren, ist eine Selbstverständlichkeit für uns, so dass wir uns gar nicht vorstellen können, dass und wie es anders gehen könnte.

Ich spürte erst, wie sehr ich im Mangel war, als ich zum ersten Mal wirklich die Fülle fühlte. Dass wirklich alles gut ist, wie es ist. Dass nichts sich ändern muss. Und dass gleichzeitig die Veränderung stetig ist, sich alles stets verändert, auch ohne mein aktives Zutun.

Dort angekommen spürte ich das Glück und die Zufriedenheit, die ich so lange vergeblich im Außen gesucht hatte.

Aus diesem Gefühl heraus buchen wir automatisch nur noch die Weiterbildungen, auf die wir Lust haben. Die uns neugierig machen, von denen wir uns erhoffen, dass sie unseren Horizont erweitern oder die uns Freude machen. Wir wollen gar nichts mehr erreichen, sind also ein bißchen wie die Kinder - und was mich immer am meisten verblüfft, ist dass wir aus diesem Gefühl heraus viel mehr erreichen als je zuvor.

Weil wir es nicht mehr wollen, sind wir freier, unbefangener, zögern weniger - und tun vor allem nicht mehr das, was wir gar nicht tun wollen, von dem wir aber glauben, dass wir es wollen, weil wir insgeheim glauben, es bringe uns voran.

Sind wir vor "falschen" Entscheidungen geschützt, wenn wir aus der Fülle agieren? Sicher nicht. Auch hier werden wir vielleicht das eine oder andere Mal einen Kurs buchen, der uns bei genauerem Blick doch nicht interessiert oder wo wir nach der zweiten Lektion kein Wort mehr verstehen. Aber weil wir es ohnehin nur aus Freude tun, und nicht, weil wir etwas erreichen wollen, existiert der Begriff "Fehlinvestition" für uns nicht mehr. Wir machen kein großes Ding draus. Wir spüren nach, ob wir den Kurs weiter machen wollen oder nicht, und gehen dann eben weiter den Weg, der sich für uns richtig anfühlt.

Ich glaube aber auch, dass wir mehr und mehr unsere innere Führung spüren, wenn wir mehr in uns selbst ruhen. Wenn wir uns weniger von den Dingen im Außen blenden und locken lassen, wird unser Gefühl für die richtigen Kurse und Anbieter immer zuverlässiger. Wir aktivieren die innere Weisheit, die uns auf unserem Weg führt. Und nicht auf dem Weg irgendeines anderen.

Alles Liebe,

💖 Bettina

PS: Mir half nicht, mir vorzunehmen, ab sofort nur noch Kurse zu buchen, auf die ich Lust habe. Mein Verstand ist kreativ und gaukelt mir Lust vor, wo keine ist. Was mir hingegen schlagartig half, war zu erkennen, wie und wo ich mir einrede, Freude an etwas zu haben. In meinem Inner Wisdom Coaching helfe ich dir, Fülle zu erkennen statt sie dir einzureden, und so deine innere Führung zu aktivieren.

Kategorien: Entspanntes Business | Schlagworte: alles ist, E-Mail Marketing, Entscheidungen treffen, Investitionen, Werte

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