Vielen Dank an all die lieben Leser, die mir so nettes Feedback zu meinem letzten WEB-Letter gesendet haben. Der Grundtenor war – gerne öfter und sehr gerne per Du. Und nach diesem einstimmigen Statement kann ich natürlich nicht mehr zurück (und ich will auch nicht). Hiermit biete ich dir das Du an.

Ich habe mir die Entscheidung wirklich nicht leicht gemacht. In Wirklichkeit trage ich sie schon einige Jahre lang vor mir her. Hab schon einige Male Anlauf genommen und mich dann doch nicht getraut. Aber nun ist die Zeit reif – wir wechseln zum wertschätzenden Du. Insbesondere hier im Blog und im WEB-Letter ziehe ich das jetzt durch. Bis wir auf der Website und im Shop und in all den alten Blog-Beiträgen und überhaupt in allen unseren Dokumenten soweit sind, wird es noch etwas dauern. Das ist ein ziemlich großer Schritt, dessen Tragweite sich mir erst nach und nach offenbart. Aber ich bin dennoch überzeugt, dass es der richtige Weg ist. Es passt einfach so gut zu dem, was wir sonst noch vorhaben in der nächsten Zeit.

Trotzdem machen so große Veränderungen immer auch ein wenig Angst. Deshalb, und um dir deine (möglichen) Irritationen zu nehmen, und auch, damit der Schritt sich für mich nicht ganz so groß anfühlt, möchte ich dir kurz meine Beweggründe – und was mir dazu alles durch den Kopf gegangen ist – erläutern.

Ich habe dazu natürlich recherchiert. Wieder und wieder. Sagt man du? Sagt man Sie? „Das kommt drauf an, wie du deine Kunden generell ansprichst“, sagen viele Blogger, die ihre Leser selbst duzen. Aber was, wenn man mit genauso vielen Kunden per Du wie per Sie ist? Offiziellere Artikel, von Tageszeitungen usw., nennen das Duzen im Geschäftsbereich einen „modischen Trend“, der einen sehr unprofessionellen Beigeschmack hat, einen zu großen Schein von Vertrautheit aufbaut. Nach Umfragen wird das Sie offenbar nach wie vor von vielen Deutschen bevorzugt, und außerdem ist es professioneller. Es schafft eine künstliche Distanz, die im Geschäftsleben angebracht zu sein scheint.

Nun ist es aber so, dass ich nicht mit vielen Deutschen zusammenarbeiten möchte, sondern ein ganz bestimmtes Bild von meinen Lieblingskunden im Kopf habe. Und egal, wie gekünstelt und gestelzt sich das Du oft in unserer Branche in anderen (großen) Unternehmen anfühlt, mit diesen Lieblingskunden möchte ich sprechen wie mit Freunden. Ich brauche keine kommunikative Distanz.

Ich bin damit ja auch kein Business-Rebell. Eigentlich ist es beinahe nicht mal der vielen Worte wert. Ich bin nicht die erste, die als Businessfrau zum Du wechselt. Viele sind vor mir diesen Schritt bereits gegangen. In den letzten Jahren hat sich das Du als normale Anrede im Businessbereich in vielen Branchen durchgesetzt, nicht zuletzt stark gefördert durch den normalen Umgangston in den Social Media (vor allem Facebook).

Ich hatte dazu auch schon einmal ein sehr kurioses, lustiges Erlebnis. Einmal habe ich einem langjährigen Kunden nach langer Überlegung das Du angeboten, nachdem ich bemerkt hatte, dass er sich mit meinem Mann bereits duzte. Er antwortete: „… Und ich dachte schon, du fragst nie“ :)

Zudem werden hier im Blog neue Themen kommen, ich möchte tiefer tauchen, mehr bewegen, ich möchte einen Unterschied machen – und da passt das Sie einfach nicht. Da brauche ich die kommunikative Nähe, um mein Anliegen besser rüberbringen zu können. Zumindest fällt es mir dann wesentlich leichter. Das habe ich beim Schreiben des letzten WEB-Letter gemerkt – es ging mir viel besser von der Hand, und ich hatte viel mehr Freude dabei (und ich glaube, das hat man auch beim Lesen gespürt, und das finde ich so schön!)

Der Umstieg vom Sie zum Du ist eine riesige Baustelle, die ich hier wieder aufreiße. Mein Team verdreht schon die Augen (natürlich heimlich). Es müssen ja theoretisch alle Modul-Dokumentationen, alle mögliche Dokumente, wie die Erläuterungen zum WEB-Hosting, unsere Service-Vereinbarung, und was wir sonst noch so an Infos haben, überarbeitet werden. Aber auch das sehe ich als Chance, denn so können wir eins nach dem anderen auch ganz mutig hinterfragen: Brauchen wir das eigentlich noch? Lohnt es sich, das zu überarbeiten, oder streichen wir es gleich ganz? Denn wir haben viel Neues vor, und müssen ohnehin Platz schaffen, alten Ballast loslassen, damit wir dennoch die Qualität bieten können, die uns so wichtig ist für unsere Arbeit.

Trotzdem gilt: Ich respektiere hier auch den Wunsch des Einzelnen. Wer uns siezt, wird zurück gesiezt. Wem das Du allzu vertraut und zu nah wirkt, der darf mit uns weiter in der direkten Kommunikation (im Gespräch und per Mail) beim Sie bleiben.

Wie ist das bei dir? Bist du mit deinen Kunden per Du? Und wann und warum hast du die Entscheidung dafür oder dagegen getroffen?

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