Dieser Beitrag ist Teil 4 von 6 der Artikel-Serie DSGVO-Tagebuch

Ich denke schon wirklich lange darüber nach, den Newsletter-Anbieter zu wechseln. Bestimmt zwei oder drei Jahre. Das Ding an der Sache ist – wenn man einmal mit einem Tool arbeitet und alles funktioniert und man damit ganz zufrieden ist, wechselt man nicht so einfach.

Okay, das ist nur die halbe Wahrheit.

Der Punkt ist, dass ich mich vor acht Jahren für CampaignMonitor entschieden habe, weil mir der Editor dort einfach gut gefallen hat. Und dass mich bislang kein deutsches Newsletter-Tool in dieser Hinsicht überzeugen konnte. Der Editor ist wirklich so einfach und dabei so flexibel, dass ich nicht bereit war, Kompromisse zu machen.

Und dabei störte mich immer, dass offenbar viele Double Opt-In Mails (DOI, das sind die, die versendet werden, damit man seine Anmeldung zum Newsletter bestätigen kann) in Spam-Ordnern landeten, und wer weiß, wie viele Newsletter auch.

Doch nun werden wir zum Kompromiss gezwungen. Die DSGVO verlangt die Verarbeitung von personenbezogenen Daten in EU-Ländern, oder zumindest machen wir uns das Leben enorm leichter, wenn unser Newsletter-Dienst nicht mehr in Australien sitzt. Deshalb haben wir entschieden, zu Newsletter2Go zu wechseln.

Auch Newsletter2Go hat einen komfortablen Editor, leider nicht ganz so flexibel wie CampaignMonitor, aber ich kann das verschmerzen. Newsletter2Go hat mich aber besonders überzeugt durch die offene Art, mit der die Änderungen zur DSGVO kommuniziert wurden, und mit einem Webinar, das speziell zu diesem Thema veranstaltet wurde. Hier fühlt man sich rechtlich auf der sicheren Seite und kompetent betreut. Dass Newsletter2Go in Deutschland sitzt, hat dabei natürlich einen riesen Vorteil. Besonders charmant finde ich die vielen kostenlosen Tutorial-Videos. Den Support habe ich auch auf die Probe gestellt, und er hat bestanden :D

Der Umstieg stellt uns vor zwei Herausforderungen. Verteiler sind bei Newsletter2Go etwas anders organisiert als bei CampaignMonitor. Während es bei dem Australier mehrere „Listen“ gibt, an die gleichzeitig derselbe Newsletter gesendet werden kann, unterscheidet Newsletter2Go strikt „Adressbücher“, die jeweils nur auf ihre eigenen Newsletter Zugriff haben. Sollte ich wirklich mal eine Sondermeldung an mehrere Listen senden wollen, müsste ich diese komplett manuell duplizieren, wenn ich meine Verteiler auf die Adressbücher aufteile. Dafür kann man bei Newsletter2Go die Adressbücher in Gruppen einteilen, und jeder Empfänger kann mehreren Gruppen angehören. Da ich auch denselben Newsletter an mehrere Gruppen senden kann, habe ich mich bei uns für diese Variante entschieden: ein Adressbuch, mehrere Gruppen.

Nun muss bei uns noch die Schnittstelle neu erstellt werden. Wir haben sowohl auf der Website als auch im Shop eine Direktankopplung an unseren Newsletter-Dienst. Was ich nicht wusste – Newsletter2Go bietet zwar ein OXID Modul zur Anbindung an, dieses ist aber nur eine „Integration“ und nutzt nicht die „API“. Das bedeutet, dass bei einer OXID Shopanbindung an Newsletter2Go kein Live-Abgleich, sondern nur eine manuelle Synchronisation erfolgt (ein nächtlicher Auto-Sync ist laut Support in Arbeit). Der entscheidende Nachteil: Das Double Opt-In muss der Shop übernehmen. Den Versand der Bestätigungsmail haben wir bisher komplett an CampaignMonitor ausgelagert, und das würde ich auch gern wieder so haben. Das bedeutet, dass ein richtiges „API“ Modul für Newsletter2Go her muss (das Sie dann sicher in Kürze auch bei uns erwerben können).

Unsere Kunden haben von diesem Schritt einen großen Vorteil (wenn sie möchten) – wir werden uns über Kurz oder Lang zu Newsletter2Go Experten entwickeln. Newsletter2Go ist mir mit der „1-Klick-Produktübernahme“ schon mal ins Auge gestochen. Damit ist die Integration von Produkten in den Newsletter mit nur einem Klick möglich. Ein wirklich spannendes Feature speziell für Shops. Diese Funktion gibt es auch als 1-Klick-Contentübernahme für WordPress Blogs. Sie steht jedoch bislang nur in individuellen Templates zur Verfügung. Ich weiß aktuell auch noch nicht, inwieweit sie durch die API unterstützt wird.

Ab Ende März gibt es bei Newsletter2Go neue Pakete mit höherem Funktionsumfang. Das kleinste Paket ist bis 1.000 monatliche E-Mails kostenlos. Viele Funktionen, wie mehrere Adressbücher und automatisierte Mails werden darin aber nicht mehr zur Verfügung stehen. Wer professionell Mailings versenden möchte, kann mit ca. 20 Euro pro Monat rechnen.

Link zu CampaignMonitor

Link zu Newsletter2Go

Weitere deutsche Newsletter-Dienste:

CleverReach

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