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3 Dinge, die du tun kannst, wenn du in deinem Herzfeuer den Weg nicht siehst

06.12.2019

"Kein Herzfeuer ohne Asche" ist das Thema der Blogparade von Vera Bartholomay, an der ich mich freudig beteilige. Wo gehobelt wird, da fallen Späne, heißt es so schön, und nur weil wir unserem Herzensprojekt folgen, heißt das nicht, dass alles immer leicht geht - im Gegenteil.

Ich habe dazu bereits einen Beitrag über Durststrecken verfasst, die manchmal einfach dazu gehören, und auch wenn sie weh tun, ein Geschenk sein können.

Herzfeuer. Ist diese Metapher nicht wunderbar - das Feuer des Herzens, das in uns brennt. An dem wir uns manchmal selbst verbrennen. Oder andere. Das so schnell erlöschen kann, wenn wir uns nicht darum kümmern. Und das manchmal sogar verbrannte Erde hinterlässt (die aber ein fruchtbarer Boden sein kann, auch wenn es zunächst überhaupt nicht so aussieht).

Und wo Feuer ist, da ist auch Qualm. Manchmal kann der sehr dick, beinahe undurchdringbar sein, uns die Luft zum Atmen nehmen. Manchmal treibt uns der Qualm die Tränen in die Augen, und wir können dann nichts mehr sehen. So ist das auch beim Herzfeuer.

Denn wenn uns etwas wirklich am Herzen liegt, dann sind wir mit all unserer Leidenschaft dabei. Wir wollen es. Unbedingt. Am liebsten sofort. Das ist im Grunde auch gut, denn es lässt uns vorangehen, über alle Hindernisse hinweg. Aber manchmal kommen Stellen, an denen wir Entscheidungen treffen müssen, für die uns aber die Erfahrung fehlt. Wir wissen dann oft nicht weiter, und im schlimmsten Fall versuchen wir alle Wege gleichzeitig abzugehen, nur um zu sehen, welcher der beste (sicherste, schnellste) ist. Und manchmal führt es auch dazu, dass wir zu viel kontrollieren wollen, wie sich alles entwickelt. Leider können wir das nicht. Das Leben lässt sich nicht kontrollieren.

Und wenn sich die Dinge nicht so entwickeln, wie wir es uns wünschen, oder wenn wir nicht wissen, was der nächste Schritt ist, und wenn dann vielleicht auch noch unsere Ängste oder begrenzenden Gedanken ins Spiel kommen, wächst der Druck. Wir verfallen in blinden Aktionismus, und rennen immer schneller. Oder wir beginnen zu zweifeln, ob wir noch auf dem richtigen Weg sind, und sind wie gelähmt.

Wir glauben dann, wir kommen nicht schnell genug voran. Wir verlieren das Vertrauen und schauen uns um, wie das die anderen machen. Die scheinen natürlich einheitlich alle schon viel weiter zu sein als wir.

In aller Regel wird damit ein Teufelskreis in Gang gesetzt. Wir schauen im Außen, sehen wie toll die anderen es machen, der Druck wächst, wir werden noch unsicherer, schauen noch mehr im Außen, buchen vielleicht Kurse, Seminare, lesen Bücher, treten immer schneller im Hamsterrad ...

Stopp.

Nimm den Druck raus (du machst das alles gut)

Viele Menschen glauben, sie brauchen Stress, um gut zu funktionieren. Vielleicht stimmt das sogar. Ich frage mich dann, ob es wirklich Sinn des Lebens sein kann zu "funktionieren".

Stress ist ungesund. Unter Stress machen wir mehr Fehler. Und nein - du brauchst Stress nicht, um gute Leistung abzuliefern. Im Gegenteil. In gelassener Stimmung fließen deine Gedanken besser, und du bist mehr mit deiner inneren Führung verbunden. Wenn du die Dinge ruhig angehst, bekommst du mehr in besserer Qualität umgesetzt.

Deshalb nimm als erstes den Druck raus. Schau dir an, wo du wirklich stehst. Wir haben unter Stress oftmals ein falsches Bild von unserer Realität, die Umstände fühlen sich dann schlechter an als sie in Wirklichkeit sind. Wir sehen nicht all das Gute, was wir erreicht haben und was uns zugeflossen ist, sondern nur all das, was noch unerledigt ist, was andere besser machen, wo es noch hakt.

Lass deine Gedanken zur Ruhe kommen. Ändere deinen Arbeitsplatz, hol dir einen Kaffee oder geh raus in die Natur. Meditiere. Atme. Mach Yoga. Jeder hat seine eigene Art, wieder runterzukommen. Wenn du noch keine hast, probiere einfach verschiedene aus, bis du eine findest, die für dich funktioniert.

Versuche, die Zeit nicht mit Gedanken über deine Probleme und die nächsten Schritte usw. zu füllen. Dieses Gedankenkarrussell bringt dich nicht weiter. Gib ihm eine Auszeit.

Wende dich nach innen (die Antwort ist in dir)

Niemand kann deinen Weg gehen, außer dir selbst. Ich habe grundsätzlich nichts dagegen, bei anderen zu schauen, wie die das machen. Das ist der natürliche Weg zu lernen. Doch letztlich sollten uns diese Blicke zu den anderen inspirieren, nicht entmutigen.

Wenn du unsicher bist, was der nächste Schritt für dich ist, schau nicht bei den anderen. Du willst ja nicht deren Weg gehen, sondern deinen. Dein Navigationssystem ist in dir selbst, da, wo wir normalerweise am seltensten hinschauen. Weil wir das mal anders gelernt haben, und weil wir uns selbst nicht vertrauen.

Vertrau dir.

Schalte alle äußeren Einflüsse und Ablenkungen eine Zeit lang aus. Die Welt um uns herum ist so laut und so aufdringlich, mit all ihren Ratschlägen und Weisheiten, was wir angeblich müssen, um erfolgreich, glücklich oder reich zu werden. Das ist besonders verwirrend, wenn wir ohnehin unseren Weg verloren haben, oder wenn wir vor einer wichtigen Entscheidung stehen. Nur du weißt, was wirklich gut für dich ist.

Wende dich nach innen, und höre dir gut zu.

Erzähle dir von deinen Optionen, und achte gut auf deine Gefühle dabei. Wenn du gelernt hast, deine Gefühle wahrzunehmen, sind sie ein wertvoller Indikator dafür, was DU wirklich willst. Und nur darum geht es. Ich wiederhole es nochmal, weil es so wichtig ist: Vertrau dir.

Mach den nächsten Schritt (wenn er sich zeigt)

Wenn sich ein nächster Schritt zeigt, tu ihn. Zerdenke ihn nicht zu sehr. Vom Grübeln wird gar nichts besser.

Ich glaube, dass der Weg sich beim Gehen zeigt. Es ist wie im dichten Nebel - da siehst du auch nicht den ganzen Weg, aber den nächsten Schritt, den siehst du immer.

Klarheit kommt beim Tun.

Wenn du mehrere mögliche Schritte hast, und nicht weißt, welcher denn jetzt der beste ist: Wirf eine Münze. Und dann tu, was sie sagt. Du wirst deutlich spüren, wenn es der falsche Weg ist. Ich habe das gerade selbst bei einer sehr wichtigen Entscheidung gemerkt: In dem Moment, in dem die Entscheidung fällt, merken wir, ob sie stimmig ist oder nicht. Solange wir nur darüber nachdenken und gedankliche Konstrukte bauen, bleibt es theoretisch. 

Nachdenken lässt uns immer zögern. Es hält uns davon ab, vorwärts zu gehen. Scheu dich nicht, den nächsten Schritt zu tun. Dein Kurs lässt sich jederzeit ändern.

Im echten Qualm kommst du ja auch nicht voran, indem du nachdenkst. Du kannst nicht vorhersehen, wo du landen wirst. Aber es wird sich zeigen.

Du kommst voran, indem du weiter gehst und schaust, was sich bei den nächsten Schritten zeigt. Aber gehe dabei behutsam voran, einen Schritt nach dem anderen, denn wenn du rennst, stolperst du vielleicht über ein Hindernis, das im Nebel auftaucht.

Ich wünsche dir viel Achtsamkeit für deinen Weg.

💖 Bettina

Kategorien: Entspanntes Business | Schlagworte: dem Herzen folgen, Entscheidungen treffen, nicht stressen lassen

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