Zurück zur Übersicht

Wie lange ist Ihr letztes Backup her?

02.12.2013

Doppelter KnotenHand aufs Herz - führen Sie regelmäßig ein Backup durch? Wie lange ist das letzte Mal her?

Es geht so schnell - Stromschwankungen, Hardware-Probleme oder ein Virus. Binnen Sekunden können Daten unwiederbringlich verloren gehen. Manchmal merkt man das sogar gar nicht sofort.

Ich habe noch niemanden kennengelernt, der es liebt, seine Daten zu sichern. Ich habe aber schon so manchen kennengelernt, der sich wünschte, es getan zu haben. Wenn es zu spät war. Dann lassen sich Daten aber nur noch aufwändig und teuer oder oft gar nicht mehr wiederherstellen.

Schritt 1: Erstellen Sie Ihre persönliche Strategie

Welche Daten müssen überhaupt gesichert werden?

Machen Sie sich am besten eine vollständige Liste aller Ihrer Daten, die Sie auf Ihrem PC, im lokalen Netzwerk und im Internet. Erstmal noch gar nicht unter dem Gesichtspunkt der Sicherung, sondern um erstmal ein Gefühl, einen Überblick über den Umfang zu bekommen. Überlegen Sie dann, welche Daten davon Sie sichern wollen oder müssen.

Wie oft? Je häufiger Daten bearbeitet und verändert werden und je wichtiger die Daten sind, desto öfter sollte der aktuelle Stand mittels Backup "eingefroren" werden. Die Spanne reicht von mehrmals täglich bis einmal monatlich.

Wie lange sollten Backups aufbewahrt werden, um z. B. sicherzustellen, dass eine Datei auch dann noch wiederhergestellt werden kann, wenn der Verlust nicht sofort bemerkt wird?

Wie viel Platz wird benötigt, wenn diese Punkte berücksichtigt werden?

Denken Sie hier auch an die Daten Ihrer Website bzw. Ihres Shops. Führt Ihr Hoster regelmäßige Backups durch? Und wenn ja: Können diese schnell und reibungslos zurückgespielt werden?

Das ist auch noch ein ganz wichtiger Punkt - Backups sollten sie im Ernstfall schnell verwendet werden können. Je größer die Wahrscheinlichkeit ist, dass eine Datensicherung benötigt werden wird, desto wichtiger ist es, schnell und unkompliziert darauf zugreifen zu können.

Für einige Daten (insbesondere aus bestimmten Anwendungen) macht es Sinn, sie gesondert zu sichern. E-Mails sichere ich z. B. nochmal separat, weil der Zugriff auf eine verlorene Mail, die ich versehentlich gelöscht habe, viel komfortabler möglich ist, als wenn ich erst das gesamte Backup zurücklesen muss.

Schritt 2: Automatisieren Sie, soweit möglich

Wenn Sie wissen, welche Daten wie oft und in welchem Umfang gesichert werden sollen, können Sie sich überlegen, inwieweit eine automatisierte Sicherung möglich und sinnvoll ist. Wichtig ist hier, dass das Backup immer woanders abgelegt werden sollte als die original Daten.

Ich empfehle immer eine vollautomatische Sicherung, weil man so nicht ständig daran denken muss, es aber trotzdem nicht vergessen werden kann. Prüfen Sie trotzdem in regelmäßigen Abständen, ob alles in Ordnung ist und Backups wie gewünscht erstellt werden.

Ein NAS (Network Attached Storage) übernimmt diese Sicherungen und agiert darüber hinaus als zentrales Datenlager, auf das man aus dem gesamten Netzwerk zugreifen kann. Die Sicherung lässt sich mittels intelligenter Tools sehr bequem einrichten. Da ein NAS über mehrere Festplatten verfügt, ist auch die physische Trennung gegeben. NAS sind auch für den privaten Gebrauch und Solo-Unternehmer mittlerweile erschwinglich.

Alternative zur eigenen Hardware für Sicherungen sind Cloud-Dienste. Hierbei werden Daten auf einem fremden Server gesichert. Spezialisierte Dienste ermöglichen auch hier inzwischen die vollautomatische Sicherung. Meines Erachtens eignet sich die Lösung nur für einen begrenzten Datenumfang.

Im Web übernimmt oft der Hoster ein regelmäßiges (meist tägliches) Backup. Achten Sie darauf, welche Daten hier gesichert werden: Nur die Dateien (Web-System, Bilder etc.) oder auch die Datenbank (Textinhalte, Zugangsdaten, Bestellungen etc.). Nützlich in jedem Fall ist ein zusätzliches, eigenes Datenbank-Backup. Auch dafür gibt es (kostenfreie) Tools, in vielen Web-Systemen ist eine Sicherung auch schon direkt aus dem Administrationsbereich heraus möglich.

Was ich noch nützlich finde, ist die Sicherung von E-Mails mit einem geeigneten Tool. Da es sich um Anwendungsdaten handelt, die sich über ein Restore nicht so einfach wiederherstellen lassen, ist die Sicherung mittels Tool besser - im Zweifel komme ich so viel schneller wieder an meine Daten ran. Anwendung meiner Wahl ist MailStore Home bzw. MailStore Server für Unternehmen. Damit lassen sich E-Mails auch inkrementell sichern, d. h. es werden nur die E-Mails gesichert, die seit dem letzten Backup hinzugekommen sind oder sich geändert haben. Das Verzeichnis lässt sich komfortabel durchsuchen, auch Jahre später noch. MailStore Home ist für private Nutzer kostenfrei.

Ach ja, nicht zuletzt: Denken Sie auch an Ihre mobilen Geräte, z. B. Ihr Handy. Das sind ja mittlerweile auch kleine Computer mit einer Menge Daten, auch hier kann ein Verlust ziemlich weh tun.


Hat dir dieser Beitrag gefallen oder geholfen ein Problem zu lösen? Dann abonniere jetzt unseren Grips-Letter. Damit bekommst du viele weitere Tipps und Infos, kostenlos frei Haus.


Kategorien: Recht & Sicher | Schlagworte: Backup, Datensicherung, Restore, Sicherheit

Beitrag kommentieren

Wie alle anderen Websites verwendet auch unsere Cookies. Wenn du unsere Website verwendest, stimmst du dem zu.

Mehr Infos

Einverstanden!