Wenn mich jemand gefragt hat, habe ich immer gesagt, ja, ich bin ein ängstlicher Mensch. Ich habe Angst vor Spinnen, Höhenangst, Flugangst; ich steige nicht in Achterbahnen, die eine bestimmte Höhe (1,5 Meter) übersteigen; ich habe Angst vor Menschengruppen (wobei drei fremde Leute ausreichen), vor fremden Menschen allgemein, vor Autos, die mir im Dunkeln entgegenkommen. Als Kind habe ich große Bögen um Spielplätze gemacht, weil ich Angst vor den größeren Kindern hatte. Manchmal habe ich sogar Angst vor dem Telefon, Angst, dass mir die Worte fehlen. Angst, zu bloggen.

Als mich dann letztens mal jemand als mutig bezeichnet hat, war ich erstmal verdattert. Mutig? Ich? Das passte nicht in mein bisheriges Bild von mir.

Doch wenn ich mal genauer hinschaue, sieht es ganz anders aus. In meinem Leben habe ich schon viele mutige Entscheidungen getroffen. Ich habe meinen gut bezahlten Job gekündigt, um zu studieren. Im Studium habe ich beschlossen, schwanger zu werden, weil ich meinte, im Studium viel Zeit für das Kind zu haben. Danach machte ich mich selbständig, und wurde gleichzeitig ein zweites Mal gewollt schwanger.

In meinem Business habe ich auch schon viele Male Mut bewiesen. Als ich in ein größeres Büro umgezogen bin, und dann in ein noch größeres. Als ich Mitarbeiter eingestellt habe. Als ich einem (augenscheinlich wichtigen) Kunden gesagt habe, dass ich mit den Vertragsbedingungen so nicht einverstanden bin. Als ich bei einem anderen Kunden darauf bestanden habe, mein Honorar zu erhalten. Als ich entschieden habe, nicht mit einem der gängigen CMS zu arbeiten, sondern mein eigenes zu entwickeln. Oder die Kinderbetreuungsagentur an den Nagel zu hängen, obwohl ich so viel Zeit und Geld reingesteckt hatte.

Auch im privaten Bereich habe die meisten mutigen Entscheidungen ich getroffen. Kind kriegen, Grundstück kaufen, Haus bauen. Oder letztes Jahr, ganz verwegen, den Urlaub in Irland zu machen, obwohl das für mich als Familienurlaub immer zu teuer wirkte.

Und in meiner Freizeit arbeite ich am liebsten mit Pferden, den Tieren, vor denen viele Menschen Angst haben. Obwohl ich im letzten Jahr zwei Reit-Unfälle hatte, einer davon wirklich traumatisch. Ich habe meine Angst überwunden, weil ich diese herrlichen Tiere liebe, und weil sie mir so viel Kraft schenken.

Besonders beim letzten Beispiel wird mir klar: Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Mut ist, dem Ruf des Herzens zu folgen, seinen Weg zu gehen, so beängstigend er auch sein mag, weil man weiß, dass es der richtige ist. Mut ist, es trotz Angst zu tun.

Dieser Artikel ist mein erster Beitrag zur #10minBlog Challenge. Richtig loslegen will ich damit nach meinem Urlaub. Es ist wirklich möglich, Beiträge in 10 Minuten zu schreiben. Wow. Danke Maren Martschenko, für diesen Tipp!

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