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Es ist immer gar nicht so schlimm wie du denkst

08.08.2019

Es war ein Morgen im Juni.

Ich saß in unserem Zimmer im Obergeschoss mit Blick in den Garten und machte meine Morgen-Meditation.

Mein Leben kam mir schwer vor, meine Gedanken kreisten. Das Business lief nicht so gut, mein Mann war mit meinem Sohn auf Kur, und die ganzen Routine-Dinge (Wässern, Tiere füttern, Gassi gehen, Haus aufräumen) hingen an mir. Ich fragte mich, ob ich mein Hobby - meine Reitbeteiligung - noch machen wollte, oder ob es doch nur eine weitere zeitliche und mentale Belastung für mich war.

Wenn du das kennst, dass deine Gedanken so richtig schön rund laufen, wenn du versuchst zu meditieren, schreib mir das gerne hier in die Kommentare, denn ich habe inzwischen für mich Wege gefunden, dass mich das nicht mehr beeinträchtigt.

Heute möchte ich dir aber was anderes erzählen. Während ich da saß, machte ich die morgendliche Dankbarkeitsübung, die damals mit zu meiner Morgenroutine gehörte. Ich überlegte, wofür ich dankbar war - dem Vortag oder auch meinem gesamten Leben. Und während ich die Dinge aufzählte (wie bereits mehrere Tage zuvor), war es, als würde ich plötzlich erwachen.

Ich blickte aus dem Fenster auf meinen Garten, und konnte kaum fassen, wie schön das war, was ich da sah. Die Sonne schien, die Spatzen hoppelten über den Rasen, die Blumen blühten, und überall Grün in allen möglichen Farbtönen. Am Himmel weiße Wölkchen, naja usw. Ich nahm keine Details wahr, sondern vielmehr das Gesamtbild und es war, als würde mir das Herz überlaufen. So schön.

Wie hatte ich das nur so lange nicht sehen können?

Und plötzlich wurde mir bewusst, wie verrückt das ist: Wir legen all unseren Fokus immer - oder zumindest fast immer - auf die Dinge, die noch nicht so funktionieren, wie wir uns das vorstellen. Wir wollen unser ganzes Leben kontrollieren und verpassen es dabei!

Es waren nur etwa 3% oder weniger, die in meinem Leben nicht so gut liefen. Nichts davon war wirklich eine Katastrophe, nichts davon ließ sich durch Grübeln ändern (Grübeln ändert nie etwas wirklich Gravierendes), aber ich war in meiner dunklen Wolke vergraben und bekam gar nicht mit, dass der Rest - mindestens 97% meines Lebens - super war.

Für alle, die diesen Text lesen können, gilt das genauso. Wir gehören zu den wenigen privilegierten Menschen auf dieser Welt, denen es an nichts Essentiellem mangelt. Wir haben genug sauberes Wasser zum Trinken und sogar, um uns zu waschen und die Zähne zu putzen, wir haben Essen, wir haben ein Dach über dem Kopf, ein trockenes, warmes Bett, in dem wir schlafen können (und meist sogar ein eigenes Zimmer). Wir haben Zugang zu Bildung. Wir haben Frieden.

Wir dürfen uns selbst entdecken und weiterentwickeln, während Menschen auf anderen Erdteilen um's Überleben kämpfen. Es geht hier nicht um Schuldgefühle, die helfen Niemandem. Es geht darum zu erkennen, wie gut unser Leben läuft - und wie sehr wir uns auf bestimmte Dinge konzentrieren, die wir nicht haben wollen, so dass wir den Rest nicht mehr sehen können.

Auf den Streit mit dem Partner. Auf die egozentrischen Eltern oder Kinder. Auf die lauten, rücksichtslosen Nachbarn. Auf die Freundin, die sich ewig nicht gemeldet hat. Auf den Chef, der sich unfair verhalten hat. Oder auf unsere Krankheit oder andere persönliche Probleme.

All das mag schlimm sein, aber es wird nicht besser, wenn sich all unsere Aufmerksamkeit darum dreht. Im Gegenteil. Aus der Quantenphysik ist bekannt: Das, wohin ich die Aufmerksamkeit lege, wächst. Lege ich meine Aufmerksamkeit auf Konflikte, dann werden sie sogar mehr oder schlimmer.

Deshalb möchte ich dich einladen, heute mal einen Bewusstseins-Shift zu machen. Wo in deinem Leben läuft es richtig gut? Wofür bist du dankbar? Was ist schön, wovon möchtest du mehr?

Es geht nicht darum, die anderen Dinge zu verdrängen. Sondern darum, ihnen nicht mehr Raum in unserem Leben zu geben, als ihnen zusteht.

Kategorien: Entspanntes Business | Schlagworte: Achtsamkeit, Bewusstseinswandel, dankbar sein, Hoffnung, Meditation, Morgenroutine

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