Negative Keywords mit KI finden: So schließt du unpassende Google-Ads-Suchanfragen sicher aus
12.10.2026
Dieser Beitrag ist Teil 2 von 2 der Artikel-Serie "20 KI-Ideen für Onlineshops "
Artikelserie "20 KI-Ideen für Onlineshops "
KI im Onlineshop muss nicht bedeuten, dass du gleich neue Software einführst oder deine Shoptechnik umbauen musst.
In dieser Serie zeigen wir dir 20 konkrete Möglichkeiten, wie du KI mit den Daten und Werkzeugen einsetzen kannst, die du wahrscheinlich ohnehin schon nutzt – von Google Ads und Merchant Center bis zu Produkttexten, Kundenbewertungen und E-Mail-Marketing.
Inhaltsverzeichnis
- Google-Ads-Suchbegriffe mit KI analysieren: So setzt Du Dein Werbebudget gezielter ein
- Negative Keywords mit KI finden: So schließt du unpassende Google-Ads-Suchanfragen sicher aus
Im ersten Teil haben wir uns angesehen, wie du deine Google-Ads-Suchbegriffe mit KI analysierst und auffällige Suchanfragen findest.
Jetzt gehen wir einen Schritt weiter:
Welche dieser Suchanfragen solltest du wirklich ausschließen?
Denn hier steckt ein klassisches Dilemma.
Auf der einen Seite willst du nicht weiter für Klicks bezahlen, die offensichtlich nicht zu deinem Angebot passen.
Auf der anderen Seite kann ein zu großzügiger Ausschluss dazu führen, dass deine Anzeigen bei relevanten Suchanfragen plötzlich gar nicht mehr erscheinen.
Das Ziel ist also nicht, möglichst viele Begriffe auszuschließen. Das Ziel ist, Streuverluste zu reduzieren, ohne potenzielle Käufer auszusperren.
Und genau dabei kann KI dir helfen. Sie kann Kandidaten vorsortieren und dir zeigen, wo du genauer hinschauen solltest. So kannst du erst gezielt prüfen und dann bewusst ausschließen.
Was sind negative Keywords?
Mit negativen Keywords kannst du festlegen, bei welchen Suchanfragen deine Google-Ads-Anzeigen nicht ausgespielt werden sollen. Das kann sinnvoll sein, wenn die Suchabsicht eindeutig nicht zu deinem Angebot passt.
Ein Beispiel:
Du verkaufst ausschließlich neue Produkte. In deinem Suchbegriffsbericht tauchen aber immer wieder Anfragen mit „gebraucht“ auf. Dann kann dieser Begriff ein Kandidat für einen Ausschluss sein.
Ähnlich kann es bei Suchanfragen rund um „kostenlos“ oder „Reparatur“ aussehen. Aber nur dann, wenn diese Absicht tatsächlich nicht zu deinem Angebot passt.
Denn genau hier liegt die Gefahr:
Ein Begriff, der für einen Shop irrelevant ist, kann für einen anderen durchaus interessant sein.
Warum deine eigenen Suchanfragen die bessere Grundlage sind
Du findest im Netz jede Menge Listen mit angeblich guten Negativkeywords.
Das Problem daran:
Diese Listen kennen weder dein Sortiment noch deine Zielgruppe noch dein Geschäftsmodell. Deine eigenen Suchanfragen sind deshalb die bessere Ausgangsbasis. Sie zeigen dir, wofür deine Anzeigen tatsächlich ausgespielt wurden und wofür du bereits Klicks bezahlt hast.
Im ersten Teil dieser Serie haben wir diese Suchanfragen grob in drei Gruppen eingeteilt:
- relevant
- unklar
- wahrscheinlich unpassend
Jetzt schauen wir uns vor allem die letzte Gruppe genauer an. Denn „wahrscheinlich unpassend“ bedeutet noch nicht automatisch „ausschließen“.
Wie KI dir beim Finden negativer Keywords helfen kann
Wenn du viele Suchanfragen prüfen musst, kann KI dir einen esten Sortierdurchgang abnehmen. Statt einfach eine lange Ausschlussliste erzeugen zu lassen, sollte die KI deine Suchanfragen zunächst in drei Gruppen einordnen:
Sicher ausschließen
Die Suchabsicht passt eindeutig nicht zu deinem Angebot.
Manuell prüfen
Die Anfrage wirkt möglicherweise unpassend, aber Kontext oder Daten reichen noch nicht für eine sichere Entscheidung.
Nicht ausschließen
Die Suchanfrage passt grundsätzlich zu deinem Sortiment oder kann eine relevante Kaufabsicht zeigen.
So entsteht keine automatische Ausschlussliste, sondern eine begründete Prüfliste. Das ist ein wichtiger Unterschied. Denn KI hilft dir hier vor allem beim Vorsortieren. Die eigentliche Entscheidung triffst du anschließend selbst.
Du möchtest direkt mit der fertigen Anleitung arbeiten?
Im Workbook findest du diese Analyse inklusive Schritt-für-Schritt-Anleitung, kopierfertigem Prompt und Arbeitsblatt. Dazu kommen 18 weitere KI-Ideen für deinen Onlineshop.
Schritt 1: Auffällige Suchanfragen sammeln
Beginne mit den Suchanfragen, die dir bei deiner vorherigen Analyse bereits aufgefallen sind. Falls du diesen Schritt noch nicht gemacht hast, findest du hier zuerst die Anleitung zur Analyse deiner Google-Ads-Suchbegriffe mit KI.
Konzentriere dich für den Anfang auf einen überschaubaren Ausschnitt. Du brauchst keine Liste mit hunderten Ausschlüssen. Eine kleine Zahl eindeutiger Fälle bringt dir für den Start mehr als eine riesige Liste, bei der du später nicht mehr weißt, warum ein Begriff überhaupt aufgenommen wurde.
Schritt 2: Die Suchabsicht prüfen
Schau dir jede auffällige Suchanfrage an und frage dich:
Was wollte die Person wahrscheinlich finden?
Passt dieses Ziel grundsätzlich zu deinem Angebot?
Zum Beispiel:
Jemand sucht nach einer Reparaturanleitung, Du verkaufst aber ausschließlich neue Produkte und bietest keine Reparaturdienstleistung an. Das kann ein guter Kandidat für einen Ausschluss sein.
Jemand sucht dagegen nach deinem Produkt und ergänzt das Wort „günstig“. Das allein macht die Suchanfrage noch nicht automatisch irrelevant.
Deshalb solltest du Begriffe nie nur isoliert betrachten.
Schritt 3: KI die Kandidaten vorsortieren lassen
Jetzt kannst du die auffälligen Suchanfragen von einer KI strukturieren lassen.
Im Workbook-Prompt soll die KI für jeden Begriff unter anderem einschätzen:
- welche Suchabsicht wahrscheinlich dahintersteckt,
- warum der Begriff relevant oder unpassend sein könnte,
- wie sicher diese Einschätzung ist,
- und ob eine manuelle Prüfung notwendig ist.
So bekommst du keine fertige Ausschlussliste, sondern eine begründete Arbeitsgrundlage.
Und genau das ist hier der eigentliche Nutzen:
Du musst nicht jede Suchanfrage von Grund auf selbst analysieren, sondern kannst dich auf die Fälle konzentrieren, bei denen wirklich eine Entscheidung nötig ist.
Schritt 4: Unsichere Fälle nicht automatisch ausschließen
Bei manchen Suchanfragen ist die Entscheidung ziemlich eindeutig. Bei anderen nicht.
Wenn ein Begriff mehrere Bedeutungen haben kann oder grundsätzlich zu deinem Sortiment passt, solltest du vorsichtig sein. Denn ein negativer Begriff ist mehr als nur eine Markierung in deiner Tabelle:
Er beeinflusst, bei welchen Suchanfragen deine Anzeigen künftig noch erscheinen können.
Deshalb gilt:
Im Zweifel erst prüfen, dann ausschließen.
Schritt 5: Mit wenigen eindeutigen Begriffen starten
Du brauchst keine riesige Negativkeyword-Liste, um sinnvoll anzufangen. Starte lieber mit wenigen Suchanfragen, bei denen du dir wirklich sicher bist. Dokumentiere außerdem, warum du einen Begriff ausgeschlossen hast. So kannst du später nachvollziehen, welche Änderungen du vorgenommen hast und leichter prüfen, ob sie tatsächlich sinnvoll waren.
Typischer Fehler: fertige Ausschlusslisten übernehmen
Gerade bei negativen Keywords ist die Versuchung groß, eine fertige Liste zu kopieren. Das geht schnell - ist aber nicht unbedingt gut.
Ein Begriff wie „gebraucht“, „kostenlos“, „Test“, „Vergleich“ oder „Reparatur“ kann je nach Shop völlig unterschiedliche Bedeutung haben.
Deshalb solltest du immer zuerst fragen: Passt diese Suchabsicht wirklich nicht zu meinem Angebot? Erst danach kommt die Entscheidung über den Ausschluss.
Deine Aufgabe für heute
Nimm die Suchanfragen, die du bisher als „wahrscheinlich unpassend“ eingestuft hast.
Prüfe bei jeder:
- Passt die Suchabsicht wirklich nicht zu meinem Angebot?
- Könnte der Begriff in einer anderen Kombination trotzdem relevant sein?
- Habe ich genug Daten und Kontext, um ihn sicher auszuschließen?
Teile deine Kandidaten anschließend in drei Gruppen:
- sicher ausschließen
- manuell prüfen
- nicht ausschließen
Und übernimm zunächst nur die Fälle, bei denen die Suchabsicht wirklich eindeutig nicht zu deinem Angebot passt. So reduzierst du Streuverluste, ohne dir unnötig relevante Suchanfragen abzuschneiden.
Die vollständige Anleitung und den Prompt nutzen
Das Finden sinnvoller negativer Keywords ist Idee 2 von 20 KI-Anwendungen für Onlineshops, die wir in unserem Workbook zusammengestellt haben.
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Kategorien: Zeit, Geld & Nerven
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