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So findest du Themen für dein Blog

04.08.2019

So mancher würde gerne an der August-Challenge teilnehmen, hat aber Angst, ihm würden nicht genug Themen einfallen. Er oder sie sieht sich in Gedanken ewig vor dem Editor sitzen, ohne dass der erhoffte Funke zündet.

Ich möchte dir heute einige Gedanken und Anregungen dazu mitgeben, denn ich glaube, wir alle tragen mehr als genug Wissen, Gedanken und Ideen in uns, um mehrere Blogs zu füllen. Auch du.

Tipp: Leg dir Zettel und Stift daneben, wenn du diesen Beitrag liest. Unsere spontanen Ideen gleich aufzuschreiben, ist die beste Angewohnheit, die du dir zulegen kannst, wenn du erfolgreich bloggen willst. Denn oft genug halten diese Ideen unserem ersten Filter nicht stand, und dann sind sie sofort wieder verschwunden. Aber eine Idee führt zur nächsten, darum notiere sie dir alle. Du weißt nicht, das daraus entsteht.

Blogge einfach

Vielleicht kennst du das. Du brainst und grübelst, worüber du schreiben sollst. Dann kommt eine Idee. Im ersten Moment findest du sie genial, doch auf den zweiten Blick fängst du schon an zu zweifeln. Ist sie wirklich so genial? Wollen die Leute sowas wissen? Kennst du dich überhaupt schon genug aus? Und vor allem: Fällt dir dazu überhaupt mehr ein als nur ein Zweizeiler?

Solche zweifelnden Gedanken kennt wohl jeder - und sie sind der Tod jeder Idee. Das Problem: Große Ideen kommen meist nicht aus dem Nichts, sondern entstehen aus vielen kleinen Ideen. Werden die kleinen Ideen schon im Keim erstickt, werden die großen sich vermutlich nie zeigen. Deshalb: Blogge einfach.

Wir warten oft auf den genialen Einfall, auf DIE Eingebung. Der zündende Funke, das Thema, das so richtig rein haut. Wir wollen, dass Leute, die diesen Beitrag lesen, sofort von uns überzeugt sind. Wir wollen unsere gesamte Botschaft in einen einzigen Beitrag fließen lassen. Und das am besten jedes Mal.

Doch das sind völlig überzogene Anforderungen, mit denen wir uns überfordern. Unsere Freude, die das Wichtigste ist, bleibt dann auf der Strecke. Daher - mach dich frei von allem Wollen. Mach dich locker. Schreib einfach.

Worüber du schreiben kannst

Ich nehme an, dass dein Blog ein bestimmtes Kernthema hat und von bestimmten Leuten gelesen wird (oder werden soll). Trotzdem rate ich dir, dich davon nicht zu stark einschränken zu lassen. Wenn du eine Idee hast, zu der du gerne schreiben möchtest, dann tu es. Manchmal wirst du gar keine Reaktionen erhalten, aber manchmal kann es auch sein, dass das Leben dich überrascht, und dieser eine Beitrag zu enormer Resonanz führt. Und seltsamerweise deckt sich das selten mit unseren Prognosen, es entwickelt sich also oft anders als wir vermuten. Probier dich einfach aus.

Ich habe in meinem Blog über Websites und Shops auch manchmal Rezepte oder Fotos veröffentlicht, die auf den ersten Blick nicht relevant waren. Aber sie waren von mir und hatten somit indirekt auch mit meinem Business zu tun. Ausreißer machen Spaß und sorgen dafür, dass deine Freude nicht auf der Strecke bleibt. Mach dich locker und probiere einfach Sachen aus. Du kannst die Beiträge jederzeit löschen, wenn du dich doch nicht wohl damit fühlst.

Du kannst Tipps geben, aus dem Nähkästchen plaudern (also Erlebnisse erzählen), deine neuesten Erkenntnisse teilen. Du kannst deine Gedanken zu einem bestimmten Thema teilen. Es darf sachlich sein oder persönlich. Objektiv oder subjektiv. Alles ist erlaubt.

Schreib über die Dinge, die dir wichtig sind. Impulse und Inspirationen findest du überall. Achte mal darauf, welche Aussagen, Texte, Videos dich triggern. Wo du dich aufregst und deiner Familie oder deinen Freunden ewig von erzählen kannst. Das sind die perfekten Blogthemen.

Sammle Ideen

Wenn ich ein Buch lese, habe ich immer einen kleinen Block Klebemarker (das sind diese Mini-Post-its) dabei. Die klebe ich mir an die Seiten, auf denen etwas steht, was ich später irgendwo teilen will oder was neue Gedanken oder Assoziationen (mit etwas, von dem ich woanders gehört oder gelesen habe) bei mir weckt. Ich habe ca. 200 Bücher in meinem Regal und ich schätze mal im Schnitt etwa 10 Post-Its in jedem Buch - das sind 2000 Ideen für Blogbeiträge oder Themen!

Räusper ... und neuerdings mache ich in meinen Büchern Eselsecken statt Post-Its. Gleicher Effekt, aber billiger und umweltfreundlicher. Ich habe das lange abgelehnt (aufgrund meiner Erziehung, Eselsecken in Büchern geht gar nicht!) und denke jetzt, pah, es sind meine Bücher und sie sollen mit mir leben, also warum nicht?

Wenn ich auf YouTube Videos sehe und mir dabei eine Idee kommt, lege ich mir das Video in eine Playlist, z. B. mit Namen "Blogthemen" oder auch noch spezifischer benannt. Ich habe z. B. eine Playlist "Mutmacher" und eine, die "Lebenssinn" heißt.

Noch besser ist ein Ideen-Büchlein. Wenn du etwas siehst, liest oder mit jemandem über etwas sprichst, wo du denkst, das könnte andere interessieren, dann trägst du dir dazu ein paar Stichpunkte in dein Ideenbuch ein. Trag es immer bei dir, und du wirst in kurzer Zeit ein riesiges Repertoire an Ideen gesammelt haben.

Schneide dir Beiträge aus Zeitungen aus. Hebe dir Newsletter auf. Packe dir spannende Websites in deine Lesezeichen. Die Welt wimmelt von Inspirationen um uns herum. Wir brauchen sie nur einsammeln.

Ah, und nutze auch deine eigenen Quellen. Du brauchst nicht nur keine Angst davor haben, dass deine Blogbeiträge unvollkommen werden (ich habe in diesem jede Menge Input weggelassen, weil er eh schon wieder viel zu lang geworden ist ...) - es ist auch eine Chance. Denn jede Idee, alles, was fehlt, kann wieder in einen weiteren Blogbeitrag münden. Alles was ungesagt blieb ... Und so wächst dein Blog auf ganz natürliche und entspannte Weise.

Nutze die Inhalte von anderen

Das ist etwas, womit ich mich lange schwer getan habe. Dabei gibt es so viele Inhalte, die es wert sind, geteilt zu werden.

Meine Gedanken hierbei waren, aber das ist doch schon sooo bekannt, wer sollte ausgerechnet bei mir das erste Mal davon hören.

Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass NICHTS zu offensichtlich ist. Nichts ist so bekannt, dass jeder es kennt. Kein Buch, kein Video, keine Website.

Auch ich finde immer wieder Inhalte, Videos, Bücher, die teilweise schon Jahre alt sind und von denen ich mich frage, wie sie so lange an mir vorbei gegangen sein können. Aber die Wahrheit ist, dass es einfach viel zu viel von allem gibt, und unsere Wahrnehmung ist sehr selektiv, so dass wir manchmal fünf bis zehn Mal von etwas hören oder lesen müssen, bevor wir es überhaupt wahrnehmen. Es also in unserem Bewusstsein ankommt.

Und was macht es, wenn dein Blogleser das Genannte schon kennt? Dann ist das doch eine Gemeinsamkeit, die du mit ihm hast. Und das ist sehr viel wert!

Also stelle deine Bücher, deine Lieblingskanäle auf YouTube, deine Lieblings-Websites usw. vor. Schreibe über Zeitschriften, die du liest, Menschen, die du verehrst und verlinke auf die Inhalte anderer, was das Zeug hält.

Austin Kleon schreibt in seinem Buch "Show your Work"*:

All deine Inspirationsquellen sind es wert, geteilt zu werden. Sie zeigen den Leuten, wer du bist und was du tust - mitunter sogar besser als deine eigene Arbeit.

Seine Quintessenz: Solange du nichts Eigenes hast, was gut genug ist, um geteilt zu werden, teile deine Inspirationsquellen und die Arbeit anderer. Die anderen haben was davon, du hast was davon - und deine Leser auch. Win-Win-Win. Was gibt es Besseres?

Das Beste daran: Du trainierst, dich sichtbarer zu machen, ohne allzu viel von dir preiszugeben. Für mich ist das daher die perfekte Art, ein Blog zu starten.

Ideen kommen nicht, wenn du brainst

Hast du schon mal so eine Fliege gehabt, die in dein Getränk gefallen ist? Dann kippst du das Glas, und je mehr du versuchst, diese Fliege raus zu bekommen, desto weiter entfernt sie sich von deinem angelnden Finger.

So ähnlich ist es mit allem im Leben.

Je mehr wir etwas wollen, desto mehr entfernt es sich von uns. Je entspannter wir sind, desto eher kommt es zu uns.

Deshalb ist der Geheimtipp bei der Suche nach Ideen: Nicht nach Ideen suchen, sondern dich von ihnen finden lassen. Dazu bedarf es aber am Anfang immer einer Absicht. Ohne Absicht hast du keine Richtung. Die Absicht ist sozusagen der Ideenköder.

Diese Absicht könnte z. B. lauten: "Ich schreibe im August jeden Tag einen Blogbeitrag."

So. Und dann machst du NICHTS mehr. Geh in die Stille. Beschäftige dich mit Dingen, die dich entspannen. Geh spazieren. Leg dich in die Hängematte. Geh duschen. Koch was Schönes. Denke nicht drüber nach. Die Gedanken werden kommen. Hab Vertrauen.

Denk nicht zu lange nach

Ach ja: Und Ideen kommen, wenn du anfängst, sie umzusetzen. Wenn du sie nur hortest, dann werden sie sich jemand anderen suchen, der sie eher umsetzen wird. Wenn du anfängst, die kleinen Ideen, die dir eigentlich noch nicht groß und perfekt genug erscheinen, umzusetzen, wirst du merken, wie immer größere kommen, immer bessere. Du wirst besser im Tun, nicht im Drüber-Nachdenken.

Wir warten darauf, dass wir das perfekte Thema finden. Der Knaller unter den Blogbeiträgen. Dann schreiben wir! Doch das führt dazu, dass wir alle Ideen verwerfen und immer auf eine bessere warten. Dass uns jede Idee die Zeit und Mühe nicht wert ist, weil sie uns nicht groß genug erscheint.

Eine heilsame Medizin ist eine Challenge wie die, die ich gerade mache. Jeden Tag einen Blogbeitrag. Dann setzt du die Latte für die Qualität der Beiträge automatisch niedriger.

Ich rede nicht davon, Schund zu veröffentlichen. Ich rede davon, in den Schreibfluss zu kommen. Und das geht manchmal nur, indem wir uns zwingen, uns für eine unserer Ideen zu entscheiden. Damit vergeuden wir nämlich oft viel zu viel Zeit.

Blogge nur über schöne Dinge

Ich habe letztens irgendwo einen Satz gelesen (ich bin mega schlecht in Quellenangaben, weil ich oft erst später merke, dass ich mir was gemerkt habe, und dann nicht mehr weiß, woher es stammt): Bring das Schöne in die Welt. Das möchte ich dir nahe legen. Wir brauchen mehr schöne Dinge. Blogge über Dinge, bei denen dein Herz aufgeht. Nicht über Aufreger, sondern darüber, wie man es richtig macht. Aus deiner Sicht.

Sei emotional. Bringe Gefühle mit ins Spiel, soweit es geht. Blogge nicht einfach nur über Fakten. Das ist langweilig. Blogge darüber, wie du dich bei diesen Fakten fühlst.

Und eins ist ganz wichtig: Blogge nur über Dinge, die dir am Herzen liegen, für die du eine Leidenschaft hast, über die du von Herzen gerne sprichst. Was dich langweilt, lasse weg. Wenn du aus Pflichtbewusstsein bloggst, oder weil du denkst, es sei gut für Suchmaschinen - lass es. Das ist der Mühe nicht wert.

* Affiliate-Link ohne Mehrkosten für dich.

Kategorien: Entspanntes Business | Schlagworte: Blog, Challenge, Ideen sammeln, ins Tun kommen, Inspiration, kreativ sein

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