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Das wird teuer - (Adwords) Marketing Fehler, die richtig Geld kosten

22.02.2013

Suchmaschinen-Werbung ist an und für sich eine gute Sache. Die Leute, die Ihre Werbung sehen, haben (im Idealfall) genau nach Ihrer Leistung oder Ihrem Produkt gesucht. Diese Marketingform kann genutzt werden, wenn Sie mit Ihrer Website oder Ihrem Shop noch keine besonders gute Positionierung erreicht haben (auch für bestimmte Nischen oder Suchworte). Wenn sie zielgerichtet angewandt wird, kann sich das investierte Geld auch entgegen mancher Unkenrufe wirklich lohnen.

Aber bei meinen Rundgängen durch's Web begegnen mir immer wieder Dinge, die richtig weh tun (sogar mir) und die für den Werbetreibenden richtig teuer werden können. Denn wie im richtigen Leben gilt: Nur in den Laden locken reicht nicht, der Kunde muss sich dort auch zurecht finden, willkommen fühlen und bis zum Kauf betreut werden.

Bitte missverstehen Sie meine Überschrift nicht: Die hier genannten Regeln gelten nicht nur für Adwords-Werbung, sondern auch für andere Bannerschaltungen, Affiliate-Anzeigen und Ähnliches.

Fehler Nr. 1: 404 - Seite nicht vorhanden

Man sollte meinen, ich müsste das nicht extra erwähnen. Und ich täte es nicht, wenn es mir nicht immer wieder begegnen würde! Die Seite, auf die die (Adwords-)Anzeige zeigt, gibt es nicht (mehr).

Das ist der schlimmste aller Fehler, weil es mit 99%iger Wahrscheinlichkeit dafür sorgt, dass Ihr (teuer bezahlter) Besucher sofort den Zurück-Button betätigt, um zum nächsten Suchergebnis zu gelangen. Sie zahlen Werbe-Gebühren, und der Besucher hinterlässt nicht mal seine Adresse im Newsletter-Formular. Da hätten sie auch gleich das Fenster aufmachen und die Scheine einfach auf die Straße flattern lassen können :)

Also: Prüfen Sie IMMER die Links, die Sie in Adwords (oder anderen Werbemitteln) verwenden, und führen Sie ALLE Tests auch nach jeder Website-Aktualisierung durch, etwa wenn Sie eine Seite gelöscht haben.

Und noch etwas wird zur Fehlerfalle: Wenn Sie ein CMS oder ein Shopsystem verwenden, das automatisch suchmaschinenoptimierte URLs generiert. Wenn Sie hier nämlich den Titel der Seite bzw. der Kategorie oder des Produkts dieser Seite ändern, kann es passieren, dass das System automatisch auch die zugehörige Adresse dieser Seite ändert. Und das führt dazu, dass die Seite unter der alten Adresse nicht mehr gefunden wird. Testen Sie das einmal aus und prüfen Sie, ob und wie Sie dieses unschöne Verhalten Ihrem Websystem abgewöhnen können.

Merke: Die Prüfung aller in Online-Werbung verwendeter Links gehört zur (mindestens) monatlichen Pflicht eines jeden Werbetreibenden.

Fehler Nr. 2: Willkommen auf unserer ... Startseite

Etwas besser als die 404 Seiten, aber nicht viel: Wenn man mit Klick auf die Anzeige auf der Startseite landet.

Suchende sind ungeduldig, sie wollen auf der Zielseite nicht weitersuchen. Sie wollen direkt auf der Produktseite oder in der Kategorie landen (daher kommt auch der Begriff Landing Page). Denn viel zu oft hat man schon Zeit damit vergeudet, auf einer Website Informationen zu suchen, die dann am Ende doch nicht da waren.

Mein erster Impuls, wenn ich von einer Google Suche über eine Anzeige auf einer Startseite lande, ist immer: Und was hat das jetzt mit meiner Suche zu tun? Gehen Sie davon aus, dass es 80% Ihrer Besucher ebenso geht wie mir.

Außerdem schleicht sich oft ein wenig das Gefühl ein - aha, eine Startseite, das Produkt, Angebot etc. gibt es also gar nicht mehr. Lassen Sie Ihre Besucher nicht im (Startseiten-)Regen stehen, sondern verlinken Sie - wenn nötig jede einzelne Anzeige für sich - gleich auf die richtigen Unterseiten.

Fehler Nr. 3: Aktualisierung von Angeboten verschlafen

Im Dezember habe ich ein neues Halsband mit Leuchtfunktion für meinen Hund gesucht. Ich bin in einem Online-Shop gelandet, der eine Sonderaktion anbot, wenn man jetzt bestellt. Im Kleingedruckten stand dann: "Angebot nur bis zum 30.09.2012 gültig." Oh, da war ich wohl zu lange von Google bis zum Shop unterwegs. (Ich habe übrigens gerade nochmal auf die Website geschaut, das steht da immernoch (!!!), und wir haben jetzt Ende Februar.)

Die Message, die ich als Kunde erhalte, lautet: Diese Website wird nicht gepflegt. Sie können etwas bestellen, ob wir das dann liefern bzw. ob es uns überhaupt noch gibt, verraten wir an dieser Stelle nicht.

Fehler Nr. 4: Keine klare Handlungsempfehlung

So, jetzt bin ich hier, und was mache ich nun? Das frage ich mich öfter. Was mir fehlt, ist ein prominent platzierter Button, der mir meinen nächsten Schritt einfach macht. Das kann eine Anmeldung zum Newsletter oder eben ein Kaufen-Button sein.

Lassen Sie Ihre Besucher nicht allein. Fordern Sie sie zum Handeln auf, und zwar klar und unmissverständlich (haben Sie keine Angst, zu direkt zu sein, die ist in den allermeisten Fällen unbegründet).

Das erfordert vielleicht, dass Sie sich etwas genauer anschauen, woher der Besucher kam - also z. B. welche Suchbegriffe er verwendet hatte, bevor er Ihre Website fand. Damit Sie ganz individuell auf die Bedürfnisse dieses Besuchers eingehen können. Für moderne Websites ist das aber kein Problem.

Fazit - was ich Ihnen empfehle

Wenn Sie in (Adwords-/Online-)Werbung investieren, um Besucher auf Ihre Website zu holen, machen Sie es richtig. Erinnern Sie sich: Wichtig sind doch nicht hohe Besucherzahlen, sondern hohe Ergebnisse.

Fangen Sie lieber klein an. Schalten Sie nur eine oder ganz wenige Anzeigen, dafür aber richtig. Beobachten Sie genau, was passiert und bauen Sie auf den Erkenntnissen auf. Ich glaube, die meisten Fehler passieren, weil die Website- oder Shop-Betreiber sich verzetteln, zu viel auf einmal erreichen wollen und dabei den Überblick verlieren.

Wenn Sie die Möglichkeit haben, lassen Sie Fremde auf die Seiten schauen, auf die Ihre Anzeigen verlinken. Ist eine klare Handlungsaufforderung da?

Und Sie werden nicht drum herum kommen: Testen, testen, testen. Prüfen Sie regelmäßig, ob Ihre Landeseiten noch erreichbar und aktuell sind. Sie können dazu einfach Favoriten in Ihrem Browser einrichten. Oder Sie nutzen einen automatischen Dienst. Wichtig ist einfach, dass Sie Ihre Anzeigen nicht nach dem Einrichten einfach vergessen, dafür sind sie einfach zu teuer!

Mich interessiert Ihr Feedback: Fallen Ihnen weitere Fehler ein, die Ihnen bei (Google-)Anzeigen aufgefallen sind? Haben Sie selbst schon Erfahrungen damit gemacht?

Kategorien: Marketing: SEO & Co. | Schlagworte: Google Adwords, Internet-Marketing, Marketing, Online-Marketing, Was kostet das

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Kommentare

Mylla von https://www.pacificohome.ch/ sagt:

08.03.2015 um 17:22 Uhr

Ganz nützlicher Artikel. Trotz den Fehlern, die man am Anfang macht, finde ich schon sehr wichtig, dass man die Adwords-Kampanien selbst verwaltet. Mit der Zeit versteht man die Kunden besser und demensprechend justiert die Anzeigen viel genauer.

Antworten

Kostenloser Check-Up für Online-Shops: Kein Geld verschenken! | WEB-Häppchen sagt:

18.03.2014 um 13:58 Uhr

[...] Ich habe hier schon einmal geschrieben, wie leicht es ist, mit Adwords Geld zu verschwenden. Auch solche Fehler lassen sich durch geeignetes Controlling aufspüren und beseitigen. [...]

Antworten

Tim sagt:

08.04.2013 um 13:35 Uhr

Was auch richtig teuer werden kann, ist auf Mitbewerber zu bieten und dann einen Dynamischen Anzeigetext zu haben. Das wird oft abgemahnt und kann hohen Schadensersatz nach sich ziehen.

Antworten

Kim von http://www.itworks.info sagt:

01.03.2013 um 14:06 Uhr

Prima, kann mich dem Artikel nur anschliessen. Ein paar Inhaltliche Sachen zu den Fehlern mit AdWords, was man bei den Keywords und Anzeigen noch machen kann wäre schön, aber dann bekommt man ja auch bei solch einem Artikel kein Ende mehr! Oftmals werden auch viel zu allgemeine Keywords genutzt und den Übereinstimmungstyp für das Keyword nutzen Unternehmen ebenfalls zu selten. Noch häufiger fehlen ausschließende Keywords. (Die Funktion ist den meisten Unternehmen nicht bekannt) ...aber diese Punkte gelten auch konkret für Suchmaschinenwerbung und weniger für Banner bzw. Affiliate-MArketing.

Antworten

Bettina Ramm sagt:

06.03.2013 um 07:51 Uhr

Hallo Kim, vielen Dank für die Anregungen, das gibt ja reichlich Stoff für weitere Artikel. Die Sache mit den Keywords habe ich bewusst weggelassen, ebenso Adwords, zu dem es ja mittlerweile ganze Bücher gibt. Aber ich werde hier die Anregungen sicher aufgreifen und hin und wieder Tipps dazu geben.

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