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Newsletter-Tools (I) - Sprache, Support und Datenschutz

17.09.2012

Dieser Beitrag ist Teil 10 von 11 der Artikel-Serie "Das perfekte Newsletter-Tool"

Newsletter-Tools (Saas) gibt es wie Sand am Meer. Meist sind sie auch rasch eingerichtet. Dennoch möchte man nicht ein paar Monate später wieder wechseln müssen, weil doch nicht alles so toll ist oder die Ansprüche gestiegen sind. In dieser Serie zeige ich dir, worin die Tools sich unterscheiden, und gebe dir einen Kriterienkatalog für deine persönliche Wahl an die Hand.


[aktualisiert am 26.08.2020]

Wenn du deinen eigenen Newsletter versenden willst und es wirklich ernst damit meinst, ist ein Newsletter-Tool in der Regel die beste Wahl. Doch welches eignet sich am besten? Im deutschsprachigen Raum gibt es bereits etliche Tools, und wenn du deine Fühler über die Landesgrenzen hinaus ausstreckst, wird es schier unüberschaubar.

Wenn es um die Wahl des passenden Tools geht, starten wir in Deutschland nicht beim Wünschen, sondern beim Müssen. Seit 2018 sind uns mit der DSGVO zahlreiche Dinge vorgeschrieben, und Newsletter sind davon besonders betroffen. Viele internationale Tools fallen damit bereits weg.

Und noch etwas ist für uns in Deutschland wichtig: Internationale Tools sind oft nicht zertifiziert für den deutschen Markt und arbeiten auch nicht mit den deutschen Verbänden zusammen.

Kommt Englisch für dich in Frage?

Wenn du dein Tool wählst, frage dich zunächst - wäre es für dich ok, wenn die Hauptsprache des Tools Englisch ist?

Auch wenn englischsprachige Tools, wie ActiveCampaign*, bereits eine deutschsprachige Oberfläche bieten, so ist doch nicht nur der Support und die Hilfe weiter auf Englisch, oft ist die Übersetzung auch nicht zu 100% umgesetzt, so dass es immer wieder auch mal englische Texte und Beschriftungen gibt.

Wenn du Deutsch als Sprache klar bevorzugst, fallen viele Tools für dich bereits aus der Auswahl heraus.

Support

Auch beim besten Tool wird es immer wieder vorkommen, dass eine Frage aufkommt. Dann ist es wichtig, dass der Support einfach und schnell erreichbar ist. Telefonischer Support ist dabei gegenüber E-Mail Support zu bevorzugen, idealerweise natürlich unter einer normalen Festnetznummer oder sogar kostenlosen 0800-Servicenummer.

Auch ein Live-Chat kann hilfreich sein.

Bei manchen Anbietern ist der Support grundsätzlich nur per E-Mail erreichbar. Du solltest genau für dich prüfen, ob dir das ausreicht. Erstens musst du dann immer eine Wartezeit zwischen dem Auftreten des Problems und einer Antwort einkalkulieren, die sehr unerfreulich sein kann. Vielleicht willst du ja gerade den Newsletter versenden, wenn die Frage oder das Problem auftritt. Oder noch schlimmer: Dein Anmeldeprozess hat Fehler, die du alleine nicht lösen kannst.

Zweitens - und das ist in meinen Augen noch problematischer - ist es per E-Mail oft schwieriger, den gesamten Sachverhalt verständlich zu schildern und dabei Missverständnisse zu vermeiden. Oftmals passt die Antwort nicht zur Frage - oder lässt noch Fragen offen. Ich habe schon Frage-Antwort-Serien erlebt, die ein kleines Problem tatsächlich irgendwann zu einem großen (Kommunikations-)Problem gemacht haben. Insbesondere, wenn als Antworten Standard-Mails versendet werden, die gar nicht auf individuelle Fragen eingehen.

Wenn du magst, prüfe den Support des Tools deiner Wahl - sprich ihn auf ein ganz konkretes Problem an, stell eine Frage und schau dann, wie lange es dauert, bis die Antwort kommt und wie individuell sie sich liest.

Wirf unbedingt auch einen Blick in die Hilfe oder die Tutorials, die das Tool bereit stellt. Hier kann man oftmals auch schon erfühlen, wie wichtig dem Anbieter gute Bedienbarkeit des Tools ist.

Manche Tools versenden sogar direkt nach der Registrierung selbst eine kleine E-Mail-Serie, mit der sie den Einstieg erleichtern, Tipps für bessere Newsletter und höhere Empfängerzahlen geben und vieles mehr.

Vorschriften laut DSGVO

Die meisten Tools entsprechen den Vorschriften der DSGVO - unter anderem Double-Opt-In und Protokollierung der Anmeldung.

Wichtig ist außerdem, dass du eine Auftragsdatenvereinbarung mit dem Anbieter abschließen kannst. Darin ist festgelegt, wie der Anbieter mit den Daten deiner Abonnenten umgeht. DSGVO-konforme Anbieter haben diese bereits zum Download und Unterschreiben fertig vorbereitet.

Whitelisting

Große E-Mail Provider wie GMX und Freenet wollen ihre Benutzer vor Spam schützen. Daher haben sie bereits vorgefertigte Filter installiert, in denen bereits viele Spammails hängen bleiben.

Natürlich ist es dein Interesse, mit deinem Newsletter nicht in diesem Filter zu landen.

Große Newsletter-Versender kümmern sich daher vielfach aktiv um sogenanntes Whitelisting, mit dem sie sich selbst und alle von ihren Servern versendeten Mails (= Newsletter) als vertrauenswürdig deklarieren.

Sie verpflichten sich, jeden Fall von Spam sofort zu unterbinden (indem sie den entsprechenden Kunden sperren) und verschiedene andere Sicherheitsmaßnahmen durchzuführen. Damit steigen Ihre Chancen (als Nutzer des Dienstes), dass ihre E-Mails als nicht-verdächtig eingestuft und durchgelassen werden.

Whitelisting Zertifikate

Um bei E-Mail Providern als besonders sicher eingestuft zu werden, können Newsletterdienste sich von neutralen Stellen zertifizieren lassen. Nur wenige der verbreiteten Tools können allerdings entsprechende Zertifikate vorweisen - vermutlich aus Kostengründen.

Das wichtigste und bekannteste Whitelisting-Label in Deutschland ist das der Certified Senders Alliance. Auf der Seite kannst du dich umfänglich über die Services und Anforderungen für das Label informieren. Außerdem werden hier zahlreiche Tipps gegeben und du kannst Webinare und Support buchen.

Unter Teilnehmer findest du die (kleine) Liste an Newsletter-Tools, die zertifiziert wurden, aber auch (spannender) eine Liste der Tools, denen eine Zertifizierung aufgrund von Verstößen versagt wurde.

Falls der Anbieter deiner Wahl von der CSA zertifiziert wurde, findest du das Label in der Regel auch im Kopf oder auf der Fußzeile seiner Website.

Zusammenfassung

Lege fest, ob du dir unbedingt einen deutschen Anbieter wünschst, oder ob Englisch für dich ok wäre. Prüfe (im Zweifel), ob Double-Opt-In möglich oder möglichst sogar schon voreingestellt ist. Prüfe, ob du eine Auftragsdatenvereinbarung abschließen kannst.

Ist dir Whitelisting besonders wichtig? Dann schau dich zuerst auf den Websites der von der Certified Senders Alliance zertifizierten Anbieter um.

Kategorien: Umsatz ankurbeln | Schlagworte: E-Mail Marketing, Newsletter-Tools, Online-Marketing

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