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Newsletter-Tools (IV) - Opt-In, Opt-Out und eigene Landeseiten

01.10.2012

Dieser Beitrag ist Teil 8 von 11 der Artikel-Serie "Das perfekte Newsletter-Tool"

Newsletter-Tools (Saas) gibt es wie Sand am Meer. Meist sind sie auch rasch eingerichtet. Dennoch möchte man nicht ein paar Monate später wieder wechseln müssen, weil doch nicht alles so toll ist oder die Ansprüche gestiegen sind. In dieser Serie zeige ich dir, worin die Tools sich unterscheiden, und gebe dir einen Kriterienkatalog für deine persönliche Wahl an die Hand.


[aktualisiert am 24.08.2020]

Für mich ist eines der wichtigsten Kriterien für die Auswahl des richtigen Tools die Frage, ob ich eigene Landeseiten angeben kann. Diese Landeseiten sind vielleicht anfangs nicht so wichtig, aber wenn du mit deinem Newsletter die ersten Schritte gemacht hast, wirst du neue Abonnenten zumindest nach der Anmeldung auf deine eigenen Seiten weiterleiten wollen.

Aber beginnen wir zunächst mit etwas, das rechtlich eine große Rolle spielt (auch wenn es in den Tools, die ich kenne, mittlerweile gang und gäbe ist): Das Double-Opt-In.

Double-Opt-In - Anmeldung

Newsletter dürfen nur versendet werden, wenn sie ausdrücklich angefordert wurden (außer es handelt sich um Stammkunden). Dieses Opt-In muss protokolliert und auf Anfrage nachgewiesen werden. Double-Opt-In ist deshalb in Deutschland seit vielen Jahren Standard.

Beim Double-Opt-In erhält der neue Abonnent nach seiner Eintragung eine E-Mail, in der er mittels Link nochmals bestätigen muss, dass er den Newsletter empfangen will. Damit wird sichergestellt, dass nicht jemand anders seine E-Mail Adresse eingetragen hat.

Prüfe, ob das Tool deiner Wahl den Versand dieser Bestätigungsmails unterstützt und den Klick auf den Bestätigungslink dokumentiert.

Natürlich solltest du im Idealfall auch die E-Mails, die für das Double-Opt-In versendet werden, zu einhundert Prozent selbst anpassen können. Manche Newsletter-Tools integrieren hier ihr Logo oder Werbung für ihren Dienst - entscheide für dich, ob du das möchtest.

Was für mich auch immer wichtig ist: Kannst du später jederzeit nachvollziehen, woher der Abonnent ursprünglich kam, also über welches Freebie oder Werbemittel er sich angemeldet hat?

Opt-Out - Abmeldung

In jeder Ausgabe deines Newsletters müssen deine Leser sich schnell und einfach abmelden können.

Bei den meisten Tools ist ein Abmelde-Link bereits automatisch in jedem Newsletter integriert, manche prüfen auch, ob du ihn eingebaut hast und erlauben dir sonst den Versand nicht.

Auch wenn theoretisch immer auch eine Antwort auf den Newsletter mit der Bitte um Austragung ausreicht, ist so ein Link für deine Leser natürlich bequemer. Hier erkläre ich, warum du deinen Lesern das Abmelden erleichtern solltest.

Prüfe auch, wie einfach es für dich ist, einen Leser aus dem Verteiler zu löschen, falls sich jemand tatsächlich einmal per E-Mail Antwort an dich wendet.

Leser melden sich aus unterschiedlichsten Gründen ab. Vielleicht haben sie eine neue E-Mail Adresse, vielleicht nehmen sie sich eine Auszeit oder vielleicht haben sie gemerkt, dass deine Newsletter-Themen doch nicht zu ihnen passen. Vielleicht haben sie aber auch andere Dinge an deinem Newsletter auszusetzen, vielleicht erscheint er zu oft, enthält zu viel Werbung oder Ähnliches. Du tust dir selbst einen Gefallen, wenn du die Leser, die sich abmelden, genau danach fragst. Einige Newsletter-Dienste (z. B. ActiveCampaign*) bieten diese Möglichkeit bereits, bei anderen kannst du ggf. nach der Abmeldung auf deine eigene Abmeldeseite weiterleiten, wo du dein eigenes Formular einbaust.

Eigene Antwortseiten

Nach dem Opt-In, dem Double-Opt-In und nach der Abmeldung gelangt der Leser auf eine Antwortseite, die ihm sagt, dass seine Aktion erfolgreich war.

Besonders für die Anmeldung solltest du diese Landingpages selbst gestalten können, am besten sollten sie sogar Bestandteil deiner Website sein.

So kannst du nicht nur die Informationen für die nächsten Schritte klarer, übersichtlicher und in deinem eigenen Stil gestalten, sondern auch noch ganz persönliche Tipps oder dein kostenloses Freebie teilen. Oft kannst du die Antwortseiten des Newsletterdienstes auch farblich - und manchmal auch inhaltlich - anpassen, einen echten Wiedererkennungseffekt hast du aber nur, wenn du wirklich auf eigene Seiten weiterleitest.

Prüfe also, ob du beim Newsletter-Dienst deiner Wahl als Antwortseite eine Webadresse angeben kannst. Hier zeige ich dir am Beispiel, wie du eigene Landeseiten und Fehlerseiten einrichtest (scrolle in dem Beitrag ein Stück nach unten).

Fehlerseiten

Fehlerseiten sind - wie der Name schon sagt 😋 - Seiten, die angezeigt werden, wenn jemand bei der Anmeldung einen Fehler macht. Trägt der Abonnent sich in das Anmeldeformular ein und verwendet dabei eine ungültige E-Mail Adresse oder übersieht ein Pflichtfeld, so erhält er eine entsprechende Fehlermeldung.

Viele Tools lassen auch diese Fehlerseiten anpassen oder hier sogar - getrennt nach Fehlern - auf eigene Seiten weiterleiten.

Mir persönlich ist das zwar nicht so wichtig wie die Erfolgsmeldung (bzw. die nächsten Schritte) bei der Anmeldung, aber gerade wenn du dich für ein englischsprachiges Tool entschieden hast, kann es eben doch wichtig werden. Denn wenn du vorwiegend deutschsprachige Kunden hast, könnten englische Fehlermeldungen sehr verwirren. Wenn du nicht auf eigene Seiten umleiten kannst, solltest du hier zumindest die Meldungen ändern können.

Daten ändern

Für mich ist das die Kür, aber je nach Zielgruppe eben auch ein wichtiges Kriterium: Kannst du einen Link in deine Newsletter einbetten, über den deine Leser rasch ihre Daten (E-Mail Adresse, Namen) ändern können? Noch immer bieten das nur wenige Tools.

Eine Alternative - allerdings mit größerem Aufwand - ist es, die Seite zur Änderung der Daten mittels API selbst zu programmieren. So lassen sich alternativ auch eigene Fehler- und Antwortseiten umsetzen. Auf die Vorteile der API-Nutzung gehe ich in einer späteren Folge noch genauer ein.

Kategorien: Umsatz ankurbeln | Schlagworte: E-Mail Marketing, Newsletter-Tools, Online-Marketing

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