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Diese drei Features dürfen heute in keinem Online-Shop mehr fehlen

08.05.2019

Shop ist nicht gleich Shop. Das ist meine Devise, denn ich finde es wirklich wichtig, dass die verschiedenen Online-Shops sich auch unterscheiden. Dass jeder für sich ein Original ist, genau wie das Business, das dahinter steht.

Doch es gibt ein paar Dinge, die sind immer gleich. Gleich wichtig, damit das Shoppen Spaß macht. Ein liebevoll und passend gestaltetes Layout z. B., und dass der Checkout-Prozess holperfrei durchläuft (ja, das sollten Selbstverständlichkeiten sein, sind es aber leider nicht immer).

Heute Morgen hatten wir beim ersten Kaffee in der Küche ein spannendes Gespräch. Dayana hat mir nämlich zum Geburtstag einen Gutschein geschenkt, von einem Shop meiner Wahl. Und meinte in erleichtertem Tonfall: "Zum Glück hatten sie Gutscheine im Angebot. Das ist ja immernoch nicht immer so." Und dann haben wir darüber gesprochen, was außerdem oft in den Online-Shops fehlt, was heute aber zur Grundausstattung gehören sollte.

#1 - die fehlertolerante Suche

Bereits vor Jahren habe ich zum Thema Suchfunktion in Online-Shops eine Beitragsserie verfasst, weil ich dieses Thema so mega wichtig finde. Kunden verlassen den Shop meist nicht, wenn es irgendwo einen Darstellungsfehler gibt, oder ein Wort falsch geschrieben wurde. Aber sie verlassen den Shop definitiv, wenn sie das gesuchte Produkt nicht finden. Zumindest werden sie es nicht in den Warenkorb legen, einfach weil sie es nicht können.

Neben den üblichen Fehlern wird hier leider oft vergessen, dass Kunden Synonyme verwenden, also andere Worte als den Produktnamen, oder auch Tippfehler machen können. Oder dass sie nach einem Produkt suchen und dabei die Mehrzahl verwenden statt die Einzahl eines Begriffs, also z. B. "Tassen" statt "Tasse" oder "Gerten" statt "Gerte". Wenn dann aber im Produktnamen nur das Wort in der Einzahl verwendet wird, erhalten sie dann keine Treffer.

Ich habe vor einigen Wochen in einem Edeka-Shop Lebensmittel eingekauft. Ich werde dazu noch einen detaillierteren Bericht veröffentlichen, aber was mich da besonders schockiert hat, war die sehr schlecht umgesetzte Suchfunktion. Ich habe am Ende trotzdem gekauft, aber vermutlich wäre mein Warenkorb etwas voller gewesen, hätte ich alles, was ich gesucht habe, auf Anhieb gefunden. Zumindest war ich am Ende doch etwas gestresst, weil ich die Produkte mühsam aus den (nicht besonders kundenfreundlich sortierten) Kategorien heraussuchen musste. Mein Einkaufserlebnis blieb weit unter den Möglichkeiten und ich werde mir drei Mal überlegen, ob ich das nochmal wiederhole.

Damit es etwas konkreter wird, hier ein Auszug aus meinem Einkaufsbericht, den ich noch veröffentlichen werde:

Meine Kinder schreiben auf den Einkaufszettel z. B. "Heidelbeersaft". Der ist aber mit der Suche nicht zu finden. Gut, dass ich weiß, dass er von Albi ist. Darunter habe ich "Albi Heidelbeer" dann gefunden. Ein Einzelfall? Mitnichten. "Milchschnitte" ist z. B. nicht zu finden, weil sie "Milch-Schnitte" heißt. Wenn ich aber nach "Milch-Schnitte" suche, findet er auch alles, was mit "Milch" und mit "Schnitte" zu tun hat. Ich mag die mit Joghurt, aber die war dann in den Suchergebnissen so ziemlich auf der letzten Seite.

"Kresse" hab ich auch nicht gefunden, jedenfalls nicht über die Suche, denn das Zeug heißt "Gartenkresse". Muss man wissen, ist klar. Auch "Mandelmilch" war nicht zu finden, weil es "Mandel Drink" heißt (du ahnst es vielleicht schon, auch unter "Mandeldrink" hab ich es nicht gefunden).

Wichtig ist hier also

  • dass die Produkte ordentlich verschlagwortet werden, so dass sie auch gefunden werden, wenn nach Synonymen gesucht wird,
  • dass möglichst auch (häufig gemachte) Tippfehler abgefangen werden,
  • dass bei Eingabe mehrerer Suchbegriffe zwischen "und" und "oder" Verknüpfung unterschieden wird.

Das Problem mit der Milch-Schnitte hätte ich nicht gehabt, wenn bei Eingabe von "Milch" und "Schnitte" einfach nur alle Produkte angezeigt werden, auf die beide Suchbegriffe zutreffen.

Wie gut ist die Suchfunktion in deinem Shop? Ein hervorragendes Modul für OXID Shops ist das "Zunderweb Multisearch XL", das die meisten der Punkte, die eine gute Suche ausmachen, bereits vollautomatisch erledigt (nur das Verschlagworten muss noch übernommen werden).

#2 - (Sinnvolle) Filterfunktion

Gut, zugegeben. Wenn du nur 30 Produkte in deinem Shop hast, machen Filter vielleicht nicht allzu viel Sinn. Mit Filter meine ich eine Funktion, mit der die Produkte in einer Kategorie oder in den Suchergebnissen nach verschiedenen Kriterien gefiltert werden können.

Denn oft sind so viele Produkte in einer Kategorie, oder so viele Treffer zu einem Suchbegriff, oder die Artikel pro Seite so gering, dass ich durch extrem viele Seiten blättern muss, um das tatsächlich Gesuchte zu finden.

Was mir dabei immer wieder auffällt, ist, dass viele Shops inzwischen einen solchen Filter integriert haben, er aber leider nicht besonders hilfreich und sinnvoll für den Kunden ist, weil die wichtigen Kriterien, die tatsächlich für die Produktwahl entscheidend sind, nicht angeboten werden. Das sehe ich auch als Kundin leider immernoch sehr oft. Aber gut gemeint ist nicht gut gemacht, und Filter tun nur dann ihren Zweck, wenn sie mir als kaufende Kundin wirklich die Auswahl des Produkt erleichtern. Zumal ich viele Produkteigenschaften ja erst sehe, wenn ich das Produkt anklicke und mir die Detailseite ansehe. Ein Filter kann mir hier viel Zeit ersparen.

Beim OXID Modul "Zunderweb Multifilter XL" können für verschiedene Kategorien verschiedene Filter eingestellt werden, so dass z. B. bei "Schuhe" andere Filter angeboten werden als bei "Kleider". Denn ich finde, dass zu viele Filteroptionen auch verwirren können.

Hier lohnt es sich wirklich, sich Gedanken zu machen: Nach welchen Kriterien wählen Kunden die Produkte in dieser Kategorie aus? Und als zweiten Schritt - kann ich diese Kriterien sinnvoll als Filter abbilden?

Mit dem oben genannten Modul kannst du diese Filterfunktion auch rasch und bequem selbst nach und nach in den einzelnen Kategorien deines Shops erweitern und optimieren.

Für die Pflege von Attributen im OXID Shop empfehle ich übrigens unser Modul "Erweiterte Attributpflege". Damit werden Tippfehler vermieden, weil bereits einmal erstellte Attributwerte automatisch in den anderen Produkten zur Auswahl stehen. So vermeidest du Dubletten und erhältst konsistente Werte für die einzelnen Filterkriterien.

Die drei Module für die Suche, den Filter und die Pflege der Attributwerte gibt es in unserem Shop auch als Bundle-Angebot. Die Installation der Module und eine Einweisung ist inklusive, und gerne passen wir natürlich den Filter auch individuell für deinen Shop an.

#3 - Gutscheine kaufen

Das war ja das Ausgangsthema für unser Gespräch - noch lange nicht in allen Shops gibt es eine Gutscheinfunktion. Und damit wird - in aller Regel - sehr viel Umsatzpotenzial verschenkt. Das trifft auch, oder sogar besonders, auf Shops mit einem sehr spezialisierten Angebot zu, die sich auf Nischenprodukte spezialisiert haben.

Immer mehr Menschen lassen sich Gutscheine schenken. Wir haben ja beinahe alles, und was uns fehlt, kaufen wir uns. Am liebsten selbst, denn wir alle haben unseren ganz eigenen Geschmack. Und wenn es doch etwas gibt, das wir uns wünschen und nicht einfach mal so zwischendurch selbst kaufen, dann ist es entweder teurer als das Budget des Schenkenden oder es ist etwas ganz Spezielles, wo man als nichtsahnender Geschenkegeber doch ziemlich viel falsch machen kann.

Und da kommen die Gutscheine ins Spiel. Denn die sorgen dafür, dass der Beschenkte weniger investieren muss, um sich seinen Wunsch zu erfüllen. Und dafür, dass der Schenkende nicht schnöde Geld schenken oder vielleicht noch einen "Geldbaum" basteln muss. Ja, manche mögen das, Geldgeschenke basteln. Ich habe auch ein Buch darüber bei mir im Schrank liegen, weil ich das eigentlich schön finde (wenn ich es selbst geschenkt bekomme), aber wenn ich versuche, das nachzubasteln, muss ich meistens am Ende dazuschreiben, was das sein soll, damit der Beschenkte das erkennen kann. Es sieht irgendwie immer ganz anders aus als im Buch undecided

Gutscheine machen am meisten Spaß, wenn sie direkt nach dem Kauf (und der Bezahlung) heruntergeladen und ausgedruckt werden können. Denn dann kann man sie auch noch in letzter Minute kaufen. Wer kennt das nicht, auch Weihnachten kommt ja jedes Jahr wieder ganz überraschend. Man kann sie ausdrucken, wenn man möchte. Oder auch per E-Mail schicken (und so sogar noch was für die Umwelt tun).

Ich finde, die Möglichkeit, Gutscheine zu kaufen und zu verschenken, gehört in jeden Online-Shop. Amazon ist nicht zuletzt wegen seiner unkomplizierten Gutschein-Funktion so erfolgreich geworden.

Auch dafür haben wir natürlich ein Modul für OXID eShop. Mit "Gutscheine verkaufen und verwalten" kannst du beliebig viele Gutschein-Produkte anlegen, eigene Vorlagen hinterlegen, in die Gutschein-Nummer (die natürlich automatisch generiert wird) und Betrag automatisch eingedruckt werden, und nach dem Kauf automatisch als PDF generieren und versenden lassen (auch nur für bestimmte Zahlungsarten, damit es auch ganz sicher ist). Zudem können Gutscheine teileingelöst werden, und du hast eine Übersichtsliste über alle Gutscheine (auch die Marketing-Gutscheine), sowie wann sie erstellt und wann sie eingelöst wurden.

Hast du Fragen oder weitere Anregungen, was Shops oft fehlt, um richtig gut zu sein? Ich freue mich über deinen Kommentar!

Übrigens - wenn du noch jemanden brauchst, um die oben genannten Features passend in deinem Shop umzusetzen, optisch anzupassen oder zu optimieren - wir haben derzeit noch Kapazitäten für ein bis zwei Shops für eine langfristige technische Unterstützung. Hier findest du mehr Infos dazu. Melde dich am besten einfach zu einem kostenlosen Kennenlerngespräch an (über den Button auf der verlinkten Seite).

Kategorien: Pimp your Shop | Schlagworte: Benutzerfreundlichkeit, Geschenkgutscheine, Suchfunktion, Umsatz steigern, Usability, Verkaufsförderung

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