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Klarheit kommt beim Tun

10.08.2019

Wenn wir etwas Neues beginnen oder etwas verändern möchten, wenn wir uns z. B. selbstständig machen oder uns beruflich verändern, tappen wir oft im Nebel. Wir wissen zwar, in welche Richtung es uns zieht, aber wir kriegen die nächsten Schritte nicht klar. Können uns nicht entscheiden. Um uns herum wabert es, ein riesiges Feld an unendlichen Möglichkeiten. Und wir grübeln, oder manchmal meditieren wir auch, auf der Suche nach Klarheit.

Und verzweifeln immer mehr, wenn sich diese nicht einstellen will.

Denn wir wollen losgehen, wir wollen es unbedingt. Aber in welche Richtung? - Kennst du das?

Das Hauptproblem dabei ist tatsächlich, dass wir zu viel denken. Ich wollte das lange nicht wahrhaben, denn Denken war für mich immer eine großartige Sache, und etwas, das ich gut kann. Aber wenn wir etwas Neues wagen wollen, dann hilft es uns nicht weiter. Denn der Verstand kann immer nur aus der Vergangenheit heraus agieren. Im Gegensatz zur inneren Weisheit hat der Verstand keinen Zugang zur Zukunft. Und so passiert es, dass er entweder ratlos ist - oder am Ende das wiederholt, was in der Vergangenheit bereits passierte.

Hinzu kommt, dass wir es mit unzähligen Variablen zu tun haben. Wir wissen nicht, was auf dem Markt gefragt ist. Oft wissen wir noch nichtmal, was uns wirklich gefällt, was wir wirklich den ganzen Tag tun wollen. Jeder Schritt trägt unzählige Fragezeichen mit sich. So häufen sich die Fragezeichen mit jedem Schritt, den wir vorausdenken wollen. Wir kommen immer mehr ins Schlingern und werden immer unsicherer. Am Ende führt das dazu, dass wir wie gelähmt sind. Und einfach nicht wissen, was wir tun sollen, und was gut und sinnvoll ist.

Ich fange dann oft sogar wieder an, die Dinge anzuzweifeln, die ich bereits klar hatte. Da ich sie noch nicht angegangen bin, habe ich dazu ja jede Menge Möglichkeiten ...

Deshalb ist es in den meisten Fällen besser, einfach loszugehen.

Ich vergleiche das gerne mit einem Dschungel. Bisher sind wir dem "normalen" Weg gefolgt. Das war einfach, denn er ist schon ordentlich ausgelatscht und somit gut erkennbar. Wir brauchen nur den vorgegebenen Spuren folgen. Wenn wir nun aber etwas Neues beginnen, also einen neuen Weg einschlagen wollen, müssen wir mutig sein. Wir müssen uns zunächst durch's Gestrüpp schlagen, durch den Nebel. Wir wissen nicht, ob wir richtig sind, wir kennen ja nur die ungefähre Richtung. Doch wir können nicht wissen, ob wir richtig sind, solange wir nicht losgehen. Wir müssen uns ein Herz fassen und die ersten Schritte tun, um feststellen zu können, ob dieser Weg der richtige ist. Erst danach wird sich das offenbaren.

Zum Beispiel stecke ich ja gerade mitten drin in einer Neupositionierung. Ich habe am Anfang viel gegrübelt und nachgedacht. Wer sind eigentlich meine idealen Kunden? Was möchte ich anbieten? Was kann ich überhaupt? Was ist meine Botschaft? Es kamen dabei eine Menge Ideen, die sich aber irgendwie alle nicht unter einen Hut bringen ließen. Ich habe versucht, das in eine Botschaft zusammenzufassen, hin und her gegrübelt, aber es wollte mir nicht gelingen.

Aber ehe ich das nicht klar habe, kann ich mit meiner Website nicht losgehen, dachte ich mir.

Es ist aber umgekehrt der Fall: Wenn du mit deiner Website nicht einfach startest, wirst du nicht klar werden.

Ich habe dann einfach angefangen, die ersten Inhalte drauf gestellt und recht schnell gemerkt, das ist es noch nicht. Ich habe Verschiedenes ausprobiert, reingefühlt, gespürt, das ist es noch nicht, und wieder verworfen. Und so habe ich mich voran getastet.

Erst wenn ich etwas wirklich tue, etwas umsetze, kann ich spüren, ob sich das richtig anfühlt. Ob das zu mir passt. Und es ist auch gar nicht schlimm, wenn es das nicht tut. Denn dann probiere ich einfach etwas anderes. Das ist viel effektiver als ewig darüber nachzudenken, in der Theorie zu bleiben. Und macht auch viel mehr Spaß, finde ich.

Ich glaube, dass wir dennoch oft zu viel grübeln, weil wir diese Angst vor Fehlern haben. Dabei finde ich nicht, dass es Fehler sind, sondern immer Lernerfahrungen. Die kann ich eben auch nur machen, wenn ich etwas tue. Dann erfahre ich viel mehr über mich, über meine Ziele und was mir wirklich wichtig ist, als wenn ich meditiere und theoretische Annahmen im Kopf hin und her bewege. Oder - schlimmer noch - anfange zu schauen, wie es andere machen. Denn das bringt mich ganz schnell meilenweit von mir selbst weg.

Unsere innere Weisheit kennt immer nur den nächsten Schritt. Und das ist völlig ausreichend.

Übrigens - wenn du den nächsten - ersten - Schritt nicht kennst, dann liegt das daran, dass du insgeheim doch schon wieder weiter denkst. Abwägst. Was kann das bewirken, wie komme ich von dort aus weiter etc. Mache wirklich Babysteps. Und gehe sie konsequent an. Es gibt kaum etwas, das sich nicht mehr rückgängig machen lässt, vergiss das nie.

Was du vorher klar haben solltest, ist wo du hin willst. Was ist deine Vision, was ist dein nächstes größeres Ziel? Aber dann geh einfach los, probiere Dinge aus, spiele. Experimentiere. Sei wieder neugierig wie ein Kind. Hab keine Angst vor Fehlern.

Ich verbinde mich jeden Morgen mit meinem Ziel und überlege dann, was ist heute der nächste Schritt? Und dann setze ich diesen einen Schritt um. Schaue, wie fühle ich mich damit? Und dann: Was ist jetzt der nächste Schritt? Das holt mich aus dem Grübeln raus, bewahrt mich aber auch vor blindem Aktionismus. Ich setze einen Schritt nach dem anderen, bewusst, entspannt, und immer mit Blick auf mein Ziel.

Jeder konkrete Schritt bringt dich deinem Ziel näher als bloßes Denken. Auch wenn er sich anfühlt als wäre es ein Fehlschlag, ein Misserfolg. Dann machst du beim nächsten Mal deinen Schritt halt woanders hin. Dass nicht immer alles nach Plan läuft, gehört zum Plan dazu - daran wachsen wir.

Deshalb: Was ist HEUTE dein konkreter Schritt, mit dem du deinem Ziel wieder ein Stückchen näher kommst?

Kategorien: Entspanntes Business | Schlagworte: Innere Weisheit, ins Tun kommen, keine Angst vor Fehlern, Klarheit, Losgehen

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