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Zu viel zu tun und nie genug Zeit? Warum das dein Business hemmt und wie du es änderst.

26.08.2021

Viele Unternehmer und Selbstständige sind völlig landunter. Sie arbeiten gefühlt rund um die Uhr, haben immer viel zu wenig Zeit und egal, wie viel sie schaffen, die Todo-Liste wird nicht kürzer, sondern immer länger ...

Ich weiß, wovon ich rede, ich war da selbst eine sehr lange Zeit. Ich kannte all die Theorien von "Du musst am Business arbeiten, nicht im Business" - aber woher sollte ich die Zeit nehmen? Schließlich macht sich all das, was getan werden muss, nicht von alleine!

Eins vorweg: Pauschale Tipps á la "Mach es einfach soundso, und dann wird das schon" helfen selten. Denn das Leben funktioniert so nicht, dass wir einfach nur ein paar Dinge in einer bestimmten Reihenfolge erledigen. Oftmals sitzt das Problem tiefer - in unserem Unterbewusstsein. In versteckten Glaubenssätzen, Ängsten oder mangelndem Vertrauen. Wenn wir das auflösen, löst der Rest sich oftmals wie von alleine.

Selbst und ständig als hartnäckiger Glaubenssatz

Viele Selbstständige und Unternehmer arbeiten tatsächlich selbst und ständig, wobei das eine das andere bedingt. Denn klar, wer alles selbst macht, muss an einem bestimmten Punkt auch ständig am Ball bleiben. Die Aufgaben werden mit wachsendem Erfolg schließlich in der Regel nicht weniger.

Dass es sich dabei jedoch nur um einen Glaubenssatz handelt - der sich selbst erhält, indem du ihm glaubst - erkennst du daran, dass es Unternehmer gibt, bei denen diese Regel nicht zu gelten scheint.

Und nein, es ist keine Frage der Persönlichkeit oder der Branche. Zeitwohlstand ist in jedem Business möglich - und auch wichtig.

Warum Zeitwohlstand wichtig ist, wenn dein Business wachsen soll

Es gibt unzählige Gründe, warum es so wichtig ist, genauer hinzuschauen, wenn du immer an deinem Zeitlimit bist.

Der wichtigste: Zeitmangel erzeugt Stress, und unter Stress können wir nicht klar denken. Ich sage es mal noch etwas provokativer (bitte entschuldige): Stress macht Menschen dumm.

Je gestresster du bist, desto größer wird die Gefahr, dass du keine wirklich klugen Entscheidungen mehr triffst. Es wird wahrscheinlicher, dass du Umwege nimmst, dass du dich verrechnest oder einfach Geschäfte machst, die du eigentlich nicht machen solltest (oder wolltest).

Je mehr du im Alltagsgeschäft gefangen bist, desto schwieriger wird es daher, aus dem Hamsterrad auszusteigen - ohne alles hinzuschmeißen. Weil du nicht klar sehen kannst, was dein nächster Schritt ist, verfällst du in blanken Aktionismus, oder manchmal sogar in Schockstarre, so dass gar nichts mehr geht.

Produktiv ist anders.

Eins der größten Risiko aus meiner Sicht ist, dass ein Unternehmen, in dem der Selbstständige stets und ständig am Rotieren ist, absolut abhängig von dieser Person ist. Stößt ihm oder ihr etwas zu, wird er krank oder hat sie einen Unfall, kommt das gesamte Geschäft zum Erliegen. Das Business ist dann sehr schnell in ernsthafter Gefahr.

Naja, und dazu kommen dann verschiedene weitere Gründe, z. B. dass die Fehlerquote bei wachsendem zeitlichen Stress steigt, dass evtl. Kundenaufträge verzögert ausgeführt werden, und dass das Business überhaupt keine Luft mehr nach oben hat (um zu wachsen), weil einfach das Limit erreicht ist.

Deine verfügbare Zeit ist dann der Engpass, der kleinste verfügbare Nährstoff, der dafür sorgt, dass deine Business-"Pflanze" kümmert und welkt.

Woran du Zeitnot erkennst

Ich möchte ganz ehrlich mit dir sein: Für mich klang das Wort "Zeitwohlstand" lange Zeit zwar schön, aber auch sehr exotisch. Oder sollte ich sagen märchenhaft? Ich konnte mir darunter nichts vorstellen. Es war einfach zu weit außerhalb meiner Realität.

Zeitnot hat immer zwei Komponenten, und dein erster Schritt sollte sein, genau zu prüfen, welche bei dir überwiegt:

  1. Echte Zeitnot, die entsteht, wenn zu viele Aufgaben in zu geringer Zeit zu bewältigen sind. Wenn das der Fall ist, werden immer wieder Aufträge versemmelt, Termine verpasst, oder du als Selbstständiger arbeitest weit mehr als 40 Stunden pro Woche.
  2. Zeitnot im Kopf, als Gedanke. Wenn wir ständig denken, wir haben zu wenig Zeit, kann das dazu führen, dass wir wild herumrudern, statt Aufgaben gezielt und fokussiert anzugehen - und dadurch entsteht nicht selten echte Zeitnot. Wenn das der Fall ist, erwischst du dich immer wieder dabei, dass du nicht weißt, was als nächstes dran ist, hast das Gefühl, immer wieder mehrere Dinge gleichzeitig zu machen und bist oft nah an einem Heulanfall ...

Wenn du erkennst, dass das Gefühl der Zeitnot nur aus deinen eigenen Gedanken entsteht (und diese wiederum zu echter Zeitnot führen können), kannst du auf einen Schlag eine Menge Druck und Stress rausnehmen. Einfach indem du diese Gedanken loslässt und dich auf das Umsetzen fokussierst. Entgegen der landläufigen Meinung entsteht Stress nämlich nie im Außen, sondern immer in deinem Kopf.

Vielleicht merkst du dann schon, dass alles einigermaßen rund läuft, runder als du dachtest, auch wenn du es gerne noch runder hättest ...

Anschließend kannst du dich mit wesentlich mehr Klarheit und Ruhe dem Punkt 1 widmen. Hier sind die Aufgaben, die tatsächlich für dich anstehen, damit du langfristig weniger Aufgaben hast, nämlich oftmals offensichtlich, wenn wir 2. aufgelöst haben.

Dein Unterbewusstsein hat immer das letzte Sagen

Nehmen wir an, du weißt, irgendwie läuft schon alles (die Zeitnot in deinem Kopf hast du also schon mal aufgelöst) und dennoch arbeitest du 60 Stunden die Woche - und würdest das gerne ändern.

Dann kann es sinnvoll sein, da nochmal genauer hinzuschauen, bevor du einen Lösungsplan ausarbeitest. Dein Lösungsplan wird nämlich nur aufgehen, wenn du dir deine Gedanken und Glaubenssätze (und Ängste) genau anschaust, die dich da hin gebracht haben, wo du stehst.

Wenn du diesen Punkt überspringst, kann es sein, dass du dir ganz wunderbare Lösungen überlegst, diese aber nicht wirklich zur Lösung deines Problems beitragen. Du stellst einen Mitarbeiter ein und arbeitest weiterhin 60 Stunden. Du führst ein System ein, das einen Teil deiner Aufgaben automatisiert, und arbeitest trotzdem noch immer so viel.

Wenn du das Gefühl hast, dich im Kreis zu drehen - schau dir an, was du glaubst.

  • Glaubst du z. B., dass du viel tun musst, um wertvoll zu sein?
  • Glaubst du, nur wenn du viel tust, darfst du viel Geld verdienen?
  • Glaubst du, als Unternehmer musst du einfach 60 Stunden arbeiten, weil sich das so gehört?

Diese Gedanken sind oftmals gar nicht so offensichtlich und bedürfen eines sehr ehrlichen Blicks.

Erkenntnis ist der Weg zur Veränderung

Meine einfachste Übung, um solchen Dingen auf die Spur zu kommen, geht so (Vorsicht, die Übung ist zwar einfach, aber nicht immer ist es angenehm, was wir da sehen):

  1. Leg dein Ziel fest. Wo willst du hin? 40 Stunden? 20 Stunden? 10 Stunden?
  2. Stell dir vor, du hättest dein Ziel schon erreicht. So bildhaft, wie möglich. Was würdest du mit der gewonnenen Zeit anfangen? Wie fühlt es sich an?
  3. Beobachte auch: Welche Gedanken, Ängste, vielleicht sogar Ausreden oder Anschuldigungen zeigen sich? Beobachte nur.

Ich sage es immer wieder: Beobachten reicht aus, um es aufzulösen. Was aus unserem Unterbewusstsein in unser Bewusstsein kommt, kann sich verändern. Ganz von allein.

Kennst du meine Videoserie zu diesem Thema? Hier kannst du sie dir kostenfrei anschauen.

Setze um, Schritt für Schritt

Und dann: Geh es an. Reduziere deine Aufgaben. Streiche oder delegiere. Delegieren heißt übrigens, es wirklich abgeben, also mit der gesamten Verantwortung. Das geht wirklich!

Vielleicht kannst du dein Angebot verändern. Es gibt immer Aufträge, die uns besonders viel Zeit kosten (gemessen am Geld, das wir damit verdienen) und umgekehrt. Vorsicht, wenn hier der Gedanke auftaucht - Ich muss das aber anbieten, sonst kaufen Kunden gar nicht mehr bei mir. Sei kritisch. Ist das wirklich wahr?

Vielleicht glaubst du, dir keinen Mitarbeiter leisten zu können. Weißt du, was ich glaube? Dass du es dir nicht leisten kannst, keinen Mitarbeiter einzustellen. Siehe oben. Denke weiter, es muss ja nicht gleich jemand in Vollzeit sein. Vielleicht fängst du mit einer virtuellen Assistentin an, die dich stundenweise unterstützt.

Vielleicht glaubst du, dass das, was du kannst, niemand anders kann. Ich habe das sehr lange geglaubt. Sorry, falls das jetzt weh tut: Es ist fast immer unser Ego, das uns das weismachen will. Glaub ihm kein Wort. Fast alles lässt sich abgeben.

Falls es doch so ist - dann hast du die Wahl:

  • Willst du das, was nur du kannst, weiter machen? Dann behalte das, und gib den gesamten Rest ab. Schritt für Schritt.
  • Willst du es nicht weiter machen? Dann streich es. Es muss ja nicht sofort sein. Behalte es im Blick und verändere dein Geschäftsmodell so, dass du langfristig davon weg kommst.

Und ja, es geht immer darum, was du willst. Das Leben ist zu kurz für Müssen und Sollte. Und mit Wollen ist es auch viel leichter, erfolgreich zu sein.

Willst du endlich mehr Zeit haben?

Willst du endlich an deinem Business arbeiten, statt in ihm - und dein Business so auf weiteren Wachstumskurs bringen? Willst du mehr Zeit für deine Lieben, deine Hobbies, deinen Garten haben? Willst du endlich wieder ruhiger schlafen und morgens einen klaren Kopf haben (statt nach drei Tassen Kaffee ins Hamsterrad zu springen)?

Dann bin ich gerne an deiner Seite. Ich helfe dir, die wirklichen Baustellen und Knackpunkte zu enttarnen und ganz konkret dein Business zu verändern. Vereinbare einfach hier einen unverbindlichen Termin.

Ich wünsche dir viel Ruhe und Kraft (und Leidenschaft),

💖 Bettina

Kategorien: Zeit, Geld & Nerven | Schlagworte: Geschäftsmodelle, unbewusste Gedanken, Zeit sparen, Zeitwohlstand, Ziele

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