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10 goldene Regeln für mehr Sichtbarkeit in Suchmaschinen

27.01.2017

[aktualisiert am 13. August 2020]

Suchmaschinenoptimierung ist etwas, wo man ständig am Ball bleiben muss? Das stimmt nicht so ganz. Viele der Dinge, die heute gelten und wichtig sind, waren es auch bereits vor 10 Jahren. Dieser Beitrag basiert auf einem Zeitschriftenartikel aus dem Jahre 2010. Auch ein ganzes Jahrzehnt später haben die Regeln nichts an Relevanz verloren.

Deshalb kann ich sie wohl ganz zu Recht "Goldene Regeln" nennen. Wie Gold verlieren sie nicht ihren Wert.

Wenn ich hier "Shop" schreibe, meine ich immer auch einfache Websites - und umgekehrt! Ganz unten findest du eine PDF-Checkliste zum Herunterladen und Ausdrucken, mit der du prüfen kannst, welche Regeln du bereits beachtest und wo es noch etwas zu tun gibt.

Regel 1 - Denke immer zuerst an deine Besucher.

Wichtigste Regel, finde ich. Darum setze ich sie auch an Stelle 1. Am Ende zählen immer die echten, menschlichen Besucher. Das war schon 2009 so, und wird auch immer so bleiben.

Denn das Ziel von Suchmaschinen ist und bleibt, die für den Besucher nützlichsten und relevantesten Websites zu finden und anzuzeigen.

Nachdem lange Zeit sehr viel Wind um die richtige Konzentration der Keywords auf den Seiten gemacht wurde, spüre ich zur Zeit wieder einen Gegentrend zu ganz natürlichen, gut lesbaren Texten. Während in den letzten Jahren viele Websites - teilweise ziemlich ungesund - auf Schnelligkeit optimiert wurden, hat Google angekündigt, in Zukunft Websites zu bestrafen, deren Inhalte nachträglich auf der Seite "hin und her hüpfen" (wie es passiert, wenn nachträglich weiter oben noch ein Bild oder eine Anzeige geladen wird).

Aus diesen Beobachtungen schließe ich, dass sich sämtliche "Tricks" und Hacks, die nur dem Zweck dienen, Google und Co. mehr zu gefallen, am Ende rächen - und in Mehraufwand oder manchmal sogar Abstrafungen enden. Wer von Anfang an seine Besucher im Blick hat und immer in ihrem Sinne agiert, stellt sicher, dass jede Aktion sich langfristig auszahlt.

Regel 2 - Vermeide Duplicate Content.

Duplicate Content bedeutet, derselbe Inhalt steht auf mehreren Seiten oder ist unter mehreren Adressen aufrufbar.

Der Hintergrund - wenn derselbe Inhalt unter mehreren Adressen verfügbar ist, weiß die Suchmaschine nicht, welche Version Vorrang hat. Daher müssen sich die zwei (oder mehr) Seiten die Linkpower teilen.

Klassiker sind Websites, die mit und ohne www aufrufbar sind. Leite hier immer konsequent von der einen zur anderen Version um. Dasselbe gilt auch, wenn du SSL verwendest und dein Shop sowohl mit https als auch nur mit http (ohne s) aufrufbar ist. [Anmerkung August 2020: Aufgrund der DSGVO gibt es heute kaum noch Websites oder Shops, die ohne SSL aufrufbar sind.] VWenn du diese beiden klassischen Fehler miteinander kombinierst, hast du schon vier Möglichkeiten, den Shop aufzurufen. Und wenn dann ein Artikel unter zwei Adressen aufrufbar ist, weil er z. B. in zwei verschiedenen Kategorien steht, hast du schon acht. Und so weiter.

Im Shop selbst sollte daher immer ein Canonical-Link verwendet werden. Dieser ist nur im Quelltext der Seite sichtbar, und besagt eindeutig, welche Adresse für die Seite (z. B. die Produkt-Detailseite) Vorrang hat.

Regel 3 - Verlinke deine Seiten untereinander.

Gut vernetzte Websites haben auch einen Vorteil für Besucher: Indem du die Seiten immer wieder untereinander verlinkst, gibst du Besuchern weitere Informationen, Anreize, den Shop weiter zu durchstöbern, und du zeigst, dass du noch mehr relevante Infos zum gesuchten Thema inpetto hast.

Daher sind interne Links auch für Suchmaschinen ein sehr wichtiges Qualitätsmerkmal für Websites und Shops.

Daneben erleichtert es Suchmaschinen natürlich auch, deinen Shop komplett zu indizieren, weil Unterseiten leichter auffindbar sind.

Klassiker sind z. B. Crosssellings und ähnliche Produkte, aber greif doch auch mal zu für Shops noch eher ungewöhnlichen Maßnahmen. Verlinke z. B. auch in den Produktbeschreibungen zu anderen Artikeln oder erstelle eine Präsentationsseite, auf der du mehrere deiner Produkte vorstellst und verlinkst. Wie wäre es also z. B. mal mit einem Gastbeitrag in einem fremden (Fach-)Blog?

Regel 4 - Verwende relevante Keywords.

Keywords sagen der Suchmaschine, um welches Thema es auf deiner Seite geht. Eine wichtige Rolle spielt dabei natürlich der Fließtext auf der Seite - der eigentliche Content. Aber Suchmaschinen achten hier auch auf viele Details. Die Seitenadresse (URL), der Seitentitel, Überschriften - und ganz wichtig: Bilder - spielen dabei eine übergeordnete Rolle. Verwende hier die wichtigsten Keywords. Aber wichtig - immer ohne es zu übertreiben!

Besonders bei den Bildern beobachte ich vielfach noch ein sehr hohes Optimierungspotenzial - Bildnamen, Bildtitel und Alternativtext - all das bleibt oft wenig genutzt. Benenne Bilder vor dem Hochladen um, das gilt besonders für Produktbilder, die ja auch für Besucher sehr wichtige Informationen transportieren.

Regel 5 - Mach deine Website / deinen Shop auch anderweitig sichtbar.

Verlass dich nicht nur auf Google, wenn du mit Ihrem Shop gefunden werden willst. Im Gegenteil, auch Google interpretiert es so: Ist dein Shop weitreichend verlinkt, wird er also auf vielen anderen Websites, in Foren usw. empfohlen, dann muss er wohl auch eine hohe Relevanz haben für die Besucher.

Aber Vorsicht. Link ist mittlerweile nicht mehr gleich Link. Während früher die Quantität bei der externen Verlinkung das wichtigste war, zählt mittlerweile die Qualität viel mehr. Wichtig ist also nicht mehr nur, wie viele Links dein Shop aufweisen kann, sondern wer auf dich verlinkt und unter welchem Kontext (also auch, was um den Linktext herum steht). Ein Link in einem Fachbeitrag (wohlbemerkt im Fließtext, nicht als eingebettete Anzeige) ist somit um vieles wertvoller als ein Link in einem Blog-Kommentar.

Regel 6 - Nutze sauberen Quellcode.

Sauberer Quellcode ist schon immer wichtig. Er bewirkt, dass die Seite zuverlässiger angezeigt werden kann und ist somit ein weiteres Qualitätsmerkmal von Websites und Shops.

Ist der Quellcode schlank, also auf das Nötigste reduziert, wird die Seite schneller geladen. Außerdem bekommt der Inhalt vor dem Quellcode mehr Gewicht.

Zudem ist es in aufgeräumtem Quellcode leichter, Fehler zu finden und sogenannte Mikrodaten - Attribute für Google - einzubauen.

Regel 7 - Schneller und mobiler ist besser.

Schnelligkeit und dass die Inhalte gut für mobile Geräte aufbereitet werden - das sind Kriterien, die 2010 noch keine so große Rolle spielten. Ja, Schnelligkeit war schon wichtig. Aber von den Suchmaschinen wurden auch lahmere Seiten toleriert.

Mittlerweile hat sich hier das Blatt gewendet. Schnelligkeit ist ein wichtiger Qualitätsindex von Websites und Shops geworden. Ist ja auch kein Wunder - viele Websites sind gut, und Besucher werden immer ungeduldiger. Die Website des Wettbewerbers ist nur einen Klick entfernt.

Und auch die Bereitstellung einer mobilen Version deiner Website ist ein wichtiger Service für deine Besucher.

Aber Achtung - keine Tricks, die deinen Besuchern den Zugriff auf die Inhalte erschweren. Siehe Regel 1.

Regel 8 - Nutze Meta-Description und Seitentitel.

Über den Seitentitel habe ich in Regel 4 schon was geschrieben. Er ist wichtig, sollte für jede Seite einzigartig sein, und die wichtigsten Keywords enthalten.

Die Meta-Description ist nur im Quelltext der Website sichtbar. Sie ist eine Art Kurzbeschreibung der Seite und sollte kurz und knapp die wichtigsten Infos der Seite zusammenfassen. Auch hier ist Einzigartigkeit besser. Die Meta-Description erscheint als Teaser (Anreißertext) zur jeweiligen Seite in den Suchergebnissen. Formuliere sie einladend und überzeugend, so dass Suchmaschinennutzer neugierig werden und auf deine Seite kommen.

Meta-Keywords hingegen sind schon lange nicht mehr wichtig. Obwohl Google selbst schon seit Jahren sagt, dass diese Keywords nicht mehr ausgelesen werden, gibt es noch immer in vielen Systemen Eingabefelder dafür. Ignoriere das, denn wenn du diese Angaben falsch befüllst, kann das unter Umständen sogar Negativsignale senden.

Regel 9 - Nutze eine Sitemap, falls sinnvoll.

Eine Google-Sitemap hat nichts mit den Sitemaps zu tun, wie es sie früher auf Websites gab, und die die gesamte Struktur der Seite mit allen Inhalten mehr oder weniger übersichtlich aufgelistet hat.

Eine Google-Sitemap ist eine XML-Datei, die alle Seiten und Unterseiten und Unterunterseiten (usw) auflistet. Für den Normalbesucher ist sie in aller Regel nicht sichtbar und wäre auch gar nicht lesbar. Für Google ist sie wichtig, wenn du eine sehr umfangreiche Website (z. B. einen Blog oder einen Shop) hast. Mit der Sitemap stellst du Google eine vollständige Inhaltsangabe der Website zur Verfügung, so dass keine einzige Unterseite übersehen werden kann.

Die Sitemap kann in der Google Searchconsole (Webmaster Tools) hochgeladen oder verlinkt werden. Letzteres ist vorzuziehen, weil du so sicherstellst, dass Google immer die aktuellste Version vorliegt.

Für OXID eShop gibt es Module, die die Sitemap automatisch erstellen.

Regel 10 - Keine Tricks! (Folge nicht jedem Trend)

Ich beobachte die SEO-Branche schon sehr lange. Über die Zeit gab es immer wieder neue Tricks, die einen schnellen Erfolg versprachen (und oft sogar kurzfristig auch brachten).

Viele Trends basierten auf solchen Tricks und haben eins gemeinsam: Nach einer Zeit kam die Reue und die Tricks mussten im besten Fall zurück gebaut werden. Im schlimmsten führten sie zu Abstrafungen und Abstürzen in der Sichtbarkeit.

Prüfe jeden neuen Trend gut. Frage dich, ob es wirklich im Sinne deiner Besucher ist, ihm zu folgen (siehe Regel 1). Falls du hier auch nur leise Zweifel hast, sei dir bewusst, dass deine Aktivitäten voraussichtlich nur kurzfristigen Erfolg zeigen werden.

Mehr inneren Frieden und langfristigen Erfolg gewinnst du, wenn du die Tricks konsequent links liegen lässt und dich lieber auf echten Mehrwert und nachhaltige Optimierungen besinnst.

Deine Besucher und Kunden werden es dir danken.

Hier kannst du dir die Regeln kostenlos als Checkliste herunterladen.

Kategorien: Marketing: SEO & Co. | Schlagworte: Google, interne Verlinkung, kostenloser Download, Linkbuilding, Meta-Description, SEO, Suchmaschinen-Optimierung

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Kommentare

Vera Bartholomay von http://www.vera-bartholomay.com sagt:

14.09.2020 um 10:58 Uhr

"Keywords" sind dann im WEB-Grips die "Schlagwörter", oder habe ich etwas falsch verstanden?
Herzlichst, Vera Bartholomay

Antworten

WEB-Grips | Bettina Ramm sagt:

15.09.2020 um 09:55 Uhr

Guter Hinweis, Vera ... Die Schlagworte im Blog sind hauptsächlich dazu da, themenverwandte Blogbeiträge miteinander zu vernetzen. Sie liefern wenig Hinweise für Suchmaschinen bzw. dafür sind sie nicht in erster Linie gedacht.

Keywords sind die Begriffe, nach denen deine Besucher suchen - allerdings ist der Begriff etwas irreführend, denn tatsächlich bezeichnet "Keywords" auch mehrere Worte, die zusammen gesucht werden (z. B. "Websites optimieren für Suchmaschinen" wäre ein Keyword).

Es sind sozusagen die Hauptbegriffe, um die es in deinem Blogpost oder auf deiner Webseite geht.

Ich werde zum Thema "Keywords" mal einen gesonderten Beitrag schreiben, wichtig an dieser Stelle (im Kontext dieses Beitrags): verwende vor allem in der SEO URL (Adresse des Beitrags), im Titel, in den Überschriften, in und an den Bildern und im eigentlichen Text möglichst die Begriffe, die mit dem Inhalt deines Beitrags im engen Zusammenhang stehen. Z. B. in diesem Beitrag - ich habe den Titel "10 goldene Regeln für die Suchmaschinenoptimierung" gewählt, weil ich davon ausgehe, dass jemand, der nach "Regeln Suchmaschinenoptimierung" sucht, diesen Beitrag sehr nützlich findet ...

Ich werde den Punkt oben nochmal etwas verständlicher formulieren 😊

SEO von https://www.link-fabrik.com/suchmaschinenoptimierung sagt:

26.07.2019 um 11:03 Uhr

Das ist eine sehr schöne Zusammenfassung über die wichtigsten Punkte im Bereich Suchmaschinenoptimierung. Toller Leitfaden!

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