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10 Goldene Regeln für Ihre Suchmaschinenoptimierung

27.01.2017

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Ich habe den Dezember und auch noch einen Teil des Januar genutzt, um aufzuräumen. Unter anderem meine Mega-Stapel an gesammelten Zeitschriften-Artikeln, die ich immer dann nutzen wollte, wenn mir gerade kein Thema einfällt. Was aber nie so richtig geklappt hat. Aber das ist jetzt ein anderes Thema.

Jedenfalls ist mir dabei ein Artikel von 2010 in die Hände gefallen, ein Mini-Beitrag - 17 goldene Regeln der Suchmaschinenoptimierung. Und ich dachte mir so, das ist ja spannend. Schauen wir doch mal, welche Regeln vor 7 Jahren galten, und welche davon heute immernoch Bedeutung haben.

Ich habe sie etwas zusammengefasst, gestrafft, teilweise gestrichen und dafür etwas ergänzt (aber nicht viel), und bin so auf 10 Goldene Regeln für Ihre Suchmaschinenoptimierung gekommen.

Ganz unten finden Sie eine PDF-Checkliste, mit der Sie prüfen können, ob Sie die Regeln grundsätzlich beherrschen oder wo es noch etwas für Sie zu tun gibt.

Regel 1 - Denken Sie immer zuerst an Ihre Besucher.

Wichtigste Regel, finde ich. Darum setze ich sie auch an Stelle 1. Am Ende zählen immer die echten, menschlichen Besucher. Das war schon vor 7 Jahren so, und wird auch immer so bleiben.

Denn das Ziel von Suchmaschinen ist und bleibt, die für den Besucher nützlichsten und relevantesten Websites zu finden und anzuzeigen.

Nachdem lange Zeit sehr viel Wind um die richtige Konzentration der Keywords auf den Seiten gemacht wurde, spüre ich zur Zeit wieder einen Gegentrend zu ganz natürlichen, gut lesbaren Texten. Aber wie gesagt, das ist weder ein Geheimtipp noch sonderlich neu - ich habe dazu bereits 2009 in meinem Suchmaschinenartikel geraten.

Regel 2 - Vermeiden Sie Duplicate Content.

Duplicate Content bedeutet, derselbe Inhalt steht auf mehreren Seiten oder ist unter mehreren Adressen aufrufbar.

Der Hintergrund - wenn derselbe Inhalt unter mehreren Adressen verfügbar ist, weiß die Suchmaschine nicht, welche Version Vorrang hat. Daher müssen sich die zwei (oder mehr) Seiten die Linkpower teilen.

Klassiker sind Websites, die mit und ohne www aufrufbar sind. Leiten Sie hier immer konsequent von der einen zur anderen Version um. Dasselbe gilt auch, wenn Sie SSL verwenden und Ihr Shop sowohl mit https als auch nur mit http (ohne s) aufrufbar ist. Viele Shops nutzen daher nur noch die verschlüsselte Variante (https). Wenn Sie diese beiden klassischen Fehler miteinander kombinieren, haben Sie schon vier Möglichkeiten, den Shop aufzurufen. Und wenn dann ein Artikel unter zwei Adressen aufrufbar ist, weil er z. B. in zwei verschiedenen Kategorien steht, haben Sie schon acht. Und so weiter.

Im Shop selbst sollte daher immer ein Canonical-Link verwendet werden. Dieser ist nur im Quelltext der Seite sichtbar, und besagt eindeutig, welche Adresse für die Seite (z. B. die Produkt-Detailseite) Vorrang hat.

Regel 3 - Verlinken Sie Ihre Seiten untereinander.

Gut vernetzte Websites haben auch einen Vorteil für Besucher: Indem Sie die Seiten immer wieder untereinander verlinken, geben Sie Besuchern weitere Informationen, Anreize, den Shop weiter zu durchstöbern, und Sie zeigen, dass Sie noch mehr relevante Infos zum gesuchten Thema inpetto haben.

Daher sind interne Links auch für Suchmaschinen ein sehr wichtiges Qualitätsmerkmal für Websites und Shops.

Daneben erleichtert es Suchmaschinen natürlich auch, Ihren Shop komplett zu indizieren, weil Unterseiten leichter auffindbar sind.

Klassiker sind z. B. Crosssellings und ähnliche Produkte, aber greifen Sie doch auch mal zu für Shops noch eher ungewöhnlichen Maßnahmen. Verlinken Sie z. B. auch in den Produktbeschreibungen zu anderen Artikeln oder erstellen Sie eine Präsentationsseite, auf der Sie mehrere Ihrer Produkte vorstellen und verlinken. Wie wäre es also z. B. mal mit einem Gastbeitrag in einem fremden (Fach-)Blog?

Regel 4 - Verwenden Sie relevante Keywords.

Keywords sagen der Suchmaschine, um welches Thema es auf Ihrer Seite geht. Eine wichtige Rolle spielt dabei natürlich der Fließtext auf der Seite - der eigentliche Content. Aber Suchmaschinen achten hier auch auf viele Details. Die Seitenadresse (URL), der Seitentitel, Überschriften - und ganz wichtig: Bilder - spielen dabei eine übergeordnete Rolle. Verwenden Sie hier die wichtigsten Keywords. Aber wichtig - immer ohne es zu übertreiben!

Besonders bei den Bildern beobachte ich vielfach noch ein sehr hohes Optimierungspotenzial - Bildnamen, Bildtitel und Alternativtext - all das bleibt oft wenig genutzt. Benennen Sie Bilder vor dem Hochladen um, das gilt besonders für Produktbilder, die ja auch für Besucher sehr wichtige Informationen transportieren.

Regel 5 - Machen Sie Ihren Shop sichtbar.

Verlassen Sie sich nicht nur auf Google, wenn Sie mit Ihrem Shop gefunden werden wollen. Im Gegenteil, auch Google interpretiert es so: Ist Ihr Shop weitreichend verlinkt, wird er also auf vielen anderen Websites, in Foren usw. empfohlen, dann muss er wohl auch eine hohe Relevanz haben für die Besucher.

Aber Vorsicht. Link ist mittlerweile nicht mehr gleich Link. Während früher die Quantität bei der externen Verlinkung das wichtigste war, zählt mittlerweile die Qualität viel mehr. Wichtig ist also nicht mehr nur, wie viele Links Ihr Shop aufweisen kann, sondern wer auf Sie verlinkt und unter welchem Kontext (also auch, was um den Linktext herum steht). Ein Link in einem Fachbeitrag (wohlbemerkt im Fließtext, nicht als eingebettete Anzeige) ist somit um vieles wertvoller als ein Link in einem Blog-Kommentar.

Regel 6 - Nutzen Sie sauberen Quellcode.

Sauberer Quellcode ist schon immer wichtig. Er bewirkt, dass die Seite zuverlässiger angezeigt werden kann und ist somit ein weiteres Qualitätsmerkmal von Websites und Shops.

Ist der Quellcode schlank, also auf das Nötigste reduziert, wird die Seite schneller geladen. Außerdem bekommt der Inhalt vor dem Quellcode mehr Gewicht.

Zudem ist es in aufgeräumtem Quellcode leichter, sogenannte Rich Snippets - Attribute für Google - einzubauen.

Regel 7 - Schneller und mobiler ist besser.

Schnelligkeit und dass die Inhalte gut für mobile Geräte aufbereitet werden - das sind Kriterien, die vor 7 Jahren noch keine so große Rolle spielten. Ja, Schnelligkeit war schon wichtig. Aber von den Suchmaschinen wurden auch lahmere Seiten toleriert.

Mittlerweile hat sich hier das Blatt gewendet. Schnelligkeit ist ein wichtiger Qualitätsindex von Websites und Shops. Ja nicht nur für Suchmaschinen, sondern generell ist das Internet schneller geworden. Und die Nutzer sind ungeduldiger geworden.

Und auch die Bereitstellung einer mobilen Version Ihres Shops ist ein wichtiger Service für Ihre Besucher.

Regel 8 - Nutzen Sie Meta-Description, Seitentitel, aber keine Meta-Keywords.

Über den Seitentitel habe ich in Regel 4 schon was geschrieben. Er ist wichtig, sollte für jede Seite einzigartig sein, und die wichtigsten Keywords enthalten.

Die Meta-Description ist nur im Quelltext der Website sichtbar. Sie ist eine Art Kurzbeschreibung der Seite und sollte kurz und knapp die wichtigsten Infos der Seite zusammenfassen. Auch hier ist Einzigartigkeit besser. Die Meta-Description erscheint als Teaser zur Seite in den Suchergebnissen.

*** Screenshot!

Meta-Keywords sollten Sie nicht mehr verwenden. Obwohl Google selbst schon seit Jahren sagt, dass diese Keywords nicht mehr ausgelesen werden, werden selbst aktuelle Themes noch stoisch mit diesem Meta-Tag ausgeliefert. Sie sollten es möglichst entfernen, denn wenn Sie dieses Tag falsch befüllen, kann das unter Umständen sogar Negativsignale setzen.

Regel 9 - Nutzen Sie eine Sitemap, falls sinnvoll.

Eine Google-Sitemap hat nichts mit den Sitemaps zu tun, wie es Sie früher auf Websites gab, und die die gesamte Struktur der Seite mit allen Inhalten mehr oder weniger übersichtlich aufgelistet hat.

Eine Google-Sitemap ist eine XML-Datei, die alle Seiten und Unterseiten und Unterunterseiten (usw) auflistet. Für den Normalbesucher ist sie in aller Regel nicht sichtbar und wäre auch gar nicht lesbar. Für Google ist sie wichtig, wenn Sie eine sehr umfangreiche Website (oder einen Shop) haben, denn so gibt es eine vollständige Inhaltsangabe der Website, so dass Google keine einzige Unterseite auszulesen "vergisst".

Die Sitemap wird in den Google Webmaster Tools hochgeladen, oder noch besser verlinkt, weil sich Google in diesem Fall selbständig den jeweils aktuellsten Stand ziehen kann.

Für OXID eShop gibt es ein Modul, das die Sitemap automatisch erstellt.

Regel 10 - Keine Tricks!

Ich beobachte die SEO-Branche schon sehr lange. Über die Zeit gab es immer wieder neue Tricks, die einen schnellen Erfolg versprachen (und oft auch sogar brachten).

Wenn es für Sie sinnvoll ist, diesen "schnellen" Tricks hinterherzurennen, weil das schnelle Geld lockt, dann gut. Ich bezweifle allerdings, dass diese Tricks wirklich am Ende zu dem wirtschaftlichen Erfolg führen, den sie versprechen, denn viele Besucher sind nicht alles. Und Shopkunden sind anspruchsvoller und kritischer geworden, sie kaufen nicht mehr bei jedem.

Mehr inneren Frieden und langfristigen Erfolg werden Sie haben, wenn Sie die Tricks konsequent links liegen lassen und sich lieber auf echten Mehrwert und nachhaltige Optimierungsmaßnahmen besinnen.

Und Ihre Kunden werden es Ihnen danken.

Hier können Sie die Regeln als Checkliste herunterladen und für sich selbst prüfen.


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Kategorien: Marketing: SEO & Co. | Schlagworte: Google, interne Verlinkung, Linkbuilding, Meta-Description, SEO, Suchmaschinen-Optimierung

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