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10 Tipps für mehr Newsletter-Leser

20.02.2015

NewsletterNewsletter schreiben - das lohnt sich nur, wenn da auch Leute sind, die ihn lesen. Wie aber schafft man das, dass (potenzielle) Kunden sich freiwillig für den Newsletter eintragen - auch bei der großen, unüberschaubaren Zahl an Newslettern und der ungeheuren Menge an Spam, die es heutzutage gibt?

Ich habe mal 10 Tipps zusammengetragen, die Sie zum Tun (und zu eigenen, weiteren Ideen) inspirieren sollen.

Und selbst wenn Sie wirklich schon alle 10 Tipps umgesetzt haben - wo können Sie vielleicht noch etwas verbessern? 1. Machen Sie Ihren Newsletter publik

Das ist natürlich das Wichtigste überhaupt. Erzählen Sie, dass es Ihren Newsletter gibt. Posaunen Sie es in die Welt hinaus.

Sie weisen schon überall auf Ihren Newsletter hin? Wirklich überall? Auf Ihrer Website und in Ihrem Shop, klar. Aber auch auf Ihrem Geschäftspapier? In eBooks, die Sie herausgeben? In Ihrer E-Mail Signatur?

Erzählen Sie Interessenten, Kunden, Partnern von Ihrem Newsletter. Sie werden staunen, wie oft da Interesse ist, jedoch der Anmelden-Knopf übersehen wurde. Wenn Sie Formulare verwenden, die Kunden oder Interessenten ausfüllen, fügen Sie immer auch ein Kästchen für die Newsletter-Anmeldung hinzu. Auch auf gedruckten Formularen. Erklären Sie in knappen Worten, was jemand davon hat, den Newsletter zu abonnieren. Worüber berichten Sie und wie oft?

2. Laden Sie Website Besucher ein

Anmeldebutton auf einer Website oder in einem Shop werden häufig übersehen. In der Vielzahl der Infos gehen sie oft unter. Und der Besucher ist ja nicht vorrangig auf Ihrer Seite, weil er nach Ihrem Newsletter sucht. Der Blick konzentriert sich auf andere Dinge.

Manchmal sind Newsletter-Anmeldeformulare sogar auf Unterseiten versteckt, als sollte ein Besucher sie gar nicht finden.

Probieren Sie es mal etwas selbstbewusster - öffnen Sie ein Overlay, wenn der Besucher sich anschickt, Ihre Website zu verlassen. Nennen Sie ihm die Vorteile, die er hat, wenn er den Newsletter abonniert (tolle Inhalte oder tolles Geschenk, siehe unten). Aber seien Sie dabei nicht zu aufdringlich, der Besucher sollte immer die Möglichkeit haben, den Newsletter abzulehnen und sogar das Öffnen des Overlays zu unterdrücken. Wenn er sich dagegen entscheidet, wird er seine Gründe haben. Akzeptieren Sie das, es hat nichts mit Ihnen zu tun.

3. Tragen Sie Kunden ein

Wer sollte sich für Ihren Newsletter interessieren, wenn nicht Ihre Kunden? Tragen Sie sie konsequent für Ihren Newsletter ein, netterweise aber nach Rücksprache oder mit Double Opt-In. So kriegen Ihre Kunden den Newsletter nicht "übergeholfen", können ihn aber auch nicht übersehen oder vergessen, ihn zu abonnieren.

4. Bieten Sie ein kostenfreies Dankeschön

Jeder bekommt viel zu viele Newsletter, viel mehr als er oder sie jemals lesen kann. Ich kenne jedenfalls niemanden, der unterversorgt ist.

Daher werden alle immer wählerischer und vorsichtiger, welche Newsletter sie abonnieren. Mit einem kleinen Geschenk kann man die Entscheidung für den Newsletter erleichtern. Es sollte natürlich etwas sein, das mit Ihrer Leistung zu tun hat. Sie wollen ja möglichst potenzielle Kunden erreichen. Es kann z. B. ein eBook oder eine Checkliste sein, oder in einem Shop auch ein Gutschein oder ein kostenfreier Zugabe-Artikel für die nächste Bestellung.

Berücksichtigen Sie dabei von vornherein, dass Sie immer Anmeldungen haben werden, die nur auf das Geschenk aus sind. Seien Sie nicht enttäuscht, wenn Sie nach Versand des nächsten Newsletters vermehrt Abmeldungen haben.

5. Finden Sie bessere Themen

Gute Themen sind wichtig, damit ein Newsletter gelesen wird. Damit er unter dem eben genannten Masse aus Newslettern hervorsticht. Doch, ich habe tatsächlich eine Handvoll Exemplare, die ich nahezu immer lese. Weil sie einfach gut sind.

Nun sind gute Themen ja relativ, könnte man meinen. Was den einen interessiert, ist für den anderen total langweilig. Das stimmt auch. Fragen Sie sich daher, welche Themen Ihre idealen Kunden interessieren. Je mehr Sie über Ihre Kunden wissen, desto besser.

Für manche ist es hilfreich, bei der Formulierung der Artikel einen konkreten Kunden vor Augen zu haben. Wählen Sie sich dazu einen Ihrer Lieblingskunden.

Oder Sie bringen verschiedene Newsletter heraus, falls sich Ihre Kunden sehr unterscheiden (siehe Tipp 8).

6. Weisen Sie klar auf die Double-Optin Aktion hin

Auch wichtig, doch oft noch nicht optimal umgesetzt: Einige Newsletter-Abonnenten gehen verloren, weil ihnen nach Anmeldung zum Newsletter nicht bewusst ist, dass eine weitere Aktion - nämlich die Bestätigung der Opt-In E-Mail - nötig ist.

Weisen Sie sie direkt nach der Eintragung deutlich darauf hin, dass die Anmeldung noch nicht abgeschlossen ist, und bitten Sie sie, den Klick auf die Bestätigungsmail am besten sofort auszuführen.

7. Optimieren Sie die Double-Optin E-Mail

Hier versteckt sich die nächste Falle. Jemand meldet sich zu Ihrem Newsletter an, und erhält die Opt-In Mail, in der die Anmeldung nochmal bestätigt werden muss. Nun kann zwischen der Anmeldung zum Newsletter und dem Lesen dieser E-Mail manchmal ziemlich viel Zeit vergehen. Wenn dann nicht eindeutig klar wird, warum diese E-Mail im Postfach liegt (weil der Leser den Newsletter angefordert hat), ist die Mail rasch gelöscht und der Newsletter vergessen.

Achtung - formulieren Sie den Inhalt aber nicht zu schreierisch. Das AG Berlin Pankow/Weißensee hat im Dezember 2014 entschieden, dass Registrierungsbestätigungen per E-Mail wettbewerbswidrig sind. Es wurde zwar ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Double Opt-In Mails davon nicht betroffen sind, gehen Sie dabei aber lieber auf Nummer sicher. Hier lesen Sie die Details.

8. Bieten Sie verschiedene Varianten / Themen

Wenn Sie sehr unterschiedliche Zielgruppen haben, könnten Sie auch verschiedene Newsletter-Versionen herausgeben zu verschiedenen Themen. So verringern Sie das Risiko, "am Leser vorbei" zu schreiben.

Oder - wenn der Aufwand zu groß dafür ist - unterteilen Sie Ihren Newsletter in mehrere Bereiche und weisen Sie Ihre Leser deutlich darauf hin. Trotzdem haben Sie dann immer das Risiko, dass der Newsletter-Betreff, der für die eine Gruppe passt, die Leser der anderen Gruppe irritiert und zu Abmeldungen führt.

9. Machen Sie Werbung

Wenn Sie bis hierhin alles ausprobiert und umgesetzt haben, können sie das Tüpfelchen aufs i setzen, indem Sie gezielt Werbung machen für Ihren Newsletter. Auf anderen Websites, in fremden Blogs oder Newslettern, per Adwords etc. Denken Sie immer daran, dass der Newsletter immer auch ein günstiger, langfristiger Weg ist, neue treue Kunden zu gewinnen. Vielleicht ist die Werbung für Ihren Newsletter daher ein guter Weg, auf unaufdringliche Weise zu Ihren neuen Kunden zu finden.

10. Lassen Sie den Kopf nicht hängen :)

In meinen fünf Newsletter-Jahren habe ich eine ganz wichtige Erfahrung gemacht: Die wertvollsten Newsletter-Leser sind die, die sich freiwillig und bewusst eingetragen haben. Sie lesen tatsächlich das, was man so mühevoll zusammengetragen hat, geben wertvolles Feedback und passen auch als Kunden, wenn sie irgendwann wirklich einen Auftrag erteilen. Aus diesem Gesichtspunkt kann sich ein Newsletter mit 20 oder 30 Abonnenten mehr lohnen als einer mit 600!

Wichtig an dieser Stelle - wenn Newsletter-Leser Sie verlassen möchten, lassen Sie sie ziehen. Manchmal sind Abmeldungen nur vorübergehend, weil jemand in Urlaub oder für eine Zeit ins Ausland geht. Manchmal passt es aber auch einfach nicht. Sehen Sie es auf keinen Fall persönlich, und haben Sie keine Angst davor, dass jemand sich abmelden könnte. Ich weiß, dass dieser Gedanke extrem lähmend sein kann, wenn man gerade am nächsten Newsletter werkelt.

 

Übrigens - wir planen im Frühjahr Workshops für all jene, die endlich ihren eigenen Newsletter herausbringen wollen. Mehr dazu erfahren Sie in Kürze hier oder in unserem nächsten Newsletter.

Kategorien: Umsatz ankurbeln | Schlagworte: Newsletter, Online-Marketing, Opt-In

Kommentare

Barbara J. Schoenfeld sagt:

20.02.2015 um 13:28 Uhr

Das ist ja ein toller Artikel, vielen herzlichen Dank. Ich habe noch ein paar gute Ideen gefunden. Unter meinen emails auf den Newsletter hinzuweisen ist eine geniale Idee, das habe ich gleich eingebaut. Herzliche Grüße Barbara

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