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10 Tipps für mehr Newsletter-Leser

20.02.2015 (letztes Update 01.06.2021)

Newsletter schreiben - das lohnt sich nur, wenn am anderen Ende auch Leute sind, die ihn lesen. Wie aber schafft man das, dass (potenzielle) Kunden sich freiwillig für den Newsletter eintragen - auch bei der großen, unüberschaubaren Zahl an Newslettern und der ungeheuren Menge an Spam, die es heutzutage gibt?

Ich habe 10 Tipps dafür zusammengetragen. Lass dich von ihnen inspirieren und zu eigenen, weiteren Ideen anstiften.

Denn besser geht es immer, und wenn wir das im Blick behalten und entspannt einen Schritt nach dem anderen gehen, wächst der Newsletter-Verteiler beinahe von allein.

1. Erzähle überall herum, dass es deinen Newsletter gibt

Das ist natürlich das Wichtigste überhaupt. Erzähle allen, dass es deinen Newsletter gibt. Posaune es in die Welt hinaus.

Du weist schon überall auf deinen Newsletter hin? Wirklich überall? Auf deiner Website und bestimmt auch in deinem Shop, falls du einen hast, klar. Aber auch auf deinem Geschäftspapier, auf Rechnungen, Visitenkarten und Flyern? In eBooks und anderen Dokumenten, die du herausgibst? Und was ist mit deiner E-Mail Signatur?

Erzähle all deinen Interessenten, Kunden, Partnern von deinem Newsletter. Vielleicht staunst du, wie oft da Interesse ist, jedoch der Anmelden-Knopf übersehen wurde. Wir überschätzen unsere eigene Sichtbarkeit ganz oft.

Wenn du auf deiner Website Formulare verwendest, die Kunden oder Interessenten ausfüllen (z. B. für Feedback oder Anfragen), kannst du dort immer auch ein Kästchen für die Newsletter-Anmeldung ergänzen. Natürlich geht das auch auf gedruckten Formularen.

Erkläre in knappen Worten, was jemand davon hat, deinen Newsletter zu abonnieren. Worum geht es da, worüber schreibst du und wie oft kann er/sie sich auf Post von dir freuen?

2. Lade Website-Besucher ein

Einfache Anmeldebutton auf einer Website oder in einem Shop werden häufig übersehen. In der Vielzahl der Infos gehen sie einfach unter. Und der Besucher ist ja nicht vorrangig auf deiner Website, weil er nach deinem Newsletter sucht. Der Blick konzentriert sich auf andere Dinge.

Manchmal sind Newsletter sogar auf Unterseiten versteckt, als sollte ein Besucher sie gar nicht finden.

Probiere es mal etwas selbstbewusster, ein bißchen lauter. Lass sich ein Overlay öffnen, wenn der Besucher sich anschickt, deine Website zu verlassen. Nenne ihm die Vorteile, die er hat, wenn er den Newsletter abonniert (tolle Inhalte oder tolles Geschenk, siehe unten).

Aber verwechsle Selbstbewusstsein nicht mit Aufdringlichkeit. Der Besucher sollte immer die Möglichkeit haben, den Newsletter abzulehnen und sogar das Öffnen des Overlays zu unterdrücken. Wenn er sich dagegen entscheidet, wird er seine Gründe haben. Akzeptiere das, es hat nichts mit dir zu tun.

3. Trage deine Kunden ein

Wer sollte sich für deinen Newsletter interessieren, wenn nicht deine Kunden?

Aber du glaubst gar nicht, wie oft Kunden den Newsletter übersehen oder glauben, dass sie längst angemeldet seien.

Mach es dir zur Angewohnheit, ihren Anmeldestatus zu prüfen und sie aktiv in den Newsletter einzuladen.

Ja, du darfst - rein rechtlich - Kunden auch einfach selbst in den Newsletterverteiler aufnehmen. Ich halte davon nicht allzu viel. Eine Einladung wirkt einfach viel netter, und außerdem hast du mehr davon, wenn Kunden sich bewusst für deinen Newsletter entscheiden, als wenn du ihn einfach so (stillschweigend) verschickst.

4. Biete ein kostenfreies Dankeschön (Freebie)

Fast jeder bekommt viel zu viele Newsletter, viel mehr als er oder sie jemals lesen kann. Ich kenne jedenfalls niemanden, der unterversorgt ist. Daher werden wir alle immer wählerischer und vorsichtiger, welche Newsletter wir abonnieren.

Mit einem kleinen Geschenk kann man die Entscheidung für den Newsletter erleichtern. Das kann z. B. ein eBook oder eine Checkliste sein, oder in einem Shop auch ein Gutschein oder ein kostenfreier Zugabe-Artikel für die nächste Bestellung. Es sollte natürlich etwas sein, das mit deiner Leistung zu tun hat, denn du willst ja potenzielle Kunden erreichen.

Du musst das Rad dabei nicht neu erfinden: Vielleicht hast du ein Dokument oder eine Vorlage, die du selbst nutzt und die auch potenziellen Kunden helfen könnte. Vielleicht hast du ein Video oder ein eBook, das du für deine Arbeit nutzt. Verschenke es als kleines "Kostehäppchen".

Wichtig: Gib das Geschenk erst raus, wenn der neue Leser das OptIn bestätigt hat (siehe Tipp 7), also gültig am Newsletter angemeldet ist.

Sei dir bewusst, dass du auf diese Weise immer auch Menschen anziehen wirst, die nur auf das Geschenk aus sind. Rechne damit, dass sich beim Versand des nächsten Newsletters auch einige davon wieder abmelden werden. Das ist nicht schlimm - vertraue darauf, dass sie dich wiederfinden werden, wenn ihr Problem konkreter wird, so dass sie deine Hilfe brauchen.

5. Finde bessere Themen

Gute Themen sind wichtig, damit ein Newsletter gelesen wird und damit er unter den vielen anderen Newslettern hervorsticht. Aber was sind eigentlich "gute Themen"? Schließlich ist doch über alles schon einmal geschrieben worden, und was den einen gerade total interessiert, ist für den anderen vielleicht absolut langweilig ...

Für den Newsletter gilt dasselbe wie für dein gesamtes anderes Marketing: Kenne deinen Wunschkunden. Je besser du weißt, wer er/sie ist, was ihn umtreibt und nachts wach hält, was ihn beschäftigt und wo er sich sorgt, desto leichter wird es dir fallen, mit deinem Newsletter "den Nagel auf den Kopf" zu treffen.

Denke immer an deine Wunschkunden (also den, an den der Newsletter adressiert ist), wenn du eine Ausgabe verfässt - nicht an deine Wettbewerber oder an Tante Erna. Unbewusst formulieren wir unsere Texte für den, an den wir denken. Je konkreter du hier an den richtigen Menschen denkst, desto besser wirst du deine Message rüberbringen.

Aber unter besseren Inhalten verstehe ich immer auch die Prise Persönlichkeit. Newsletter sind vor allem dazu da, eine Beziehung zu deinen Interessenten aufzubauen und zu stärken. Das geht leichter, wenn du dich nicht hinter Wissen versteckst, sondern als Mensch zeigst. Lass einen Blick hinter deine Kulissen zu, streue persönliche Anekdoten und Erkenntnisse ein, zeige dich!

Ich merke immer wieder: Wenn ich mich ganz neu zu einem Newsletter anmelde, muss er mir wertvolle (hilfreiche) Inhalte liefern. Aber je länger ich dabei bin, desto wichtiger wird mir die Person hinter dem Newsletter.

Wenn du mit deinem Newsletter beides lieferst - Knowhow und dich als Mensch - wirst du dir eine langfristig treue Leserschaft aufbauen.

6. Weise klar auf die Double-OptIn Aktion hin

Auch wichtig, doch oft noch nicht optimal umgesetzt: Einige Newsletter-Abonnenten gehen verloren, weil ihnen nach Anmeldung zum Newsletter nicht bewusst ist, dass noch eine Aktion - nämlich die Bestätigung der OptIn E-Mail - nötig ist.

Double OptIn ist in Deutschland schon seit einiger Zeit vorgeschrieben.

Weise direkt nach der Eintragung deutlich darauf hin, dass die Anmeldung noch nicht abgeschlossen ist. Bitte ganz ausdrücklich darum, den Klick in der Bestätigungsmail - am besten sofort - auszuführen.

7. Optimiere deine Double-OptIn E-Mail

Hier versteckt sich noch eine Falle.

Jemand meldet sich zu deinem Newsletter an, und erhält die OptIn Mail, in der die Anmeldung nochmal bestätigt werden muss. Doch nicht jeder geht sofort in sein Postfach, um die Mail abzurufen und den Link zu bestätigen. Manchmal geht das nicht sofort, manchmal verschiebt man es einfach auf später, wenn man ohnehin die Mails abruft.

Im übervollen Postfach kann es dann passieren, dass man erst ein, zwei Tage später auf die Bestätigungsmail stößt. Wenn hier dann nicht klar ersichtlich ist, von wem die Mail kommt und warum ich sie erhalten habe, landet sie ganz schnell unbeachtet im Papierkorb.

Weise daher in deinen OptIn Mails immer noch mal ganz deutlich darauf hin, wer du bist, wozu man sich da angemeldet hat (Nutzen!) und auch auf dein Geschenk, falls du eines versprochen hast. Sei sehr klar, was der Interessent zu tun hat. Hebe den Bestätigungslink möglichst optisch hervor! Schreibe "Klicke hier" drauf. Es ist unglaublich, wie stark wir filtern und um wie viel besser wir tun, was wir sollen, wenn wir es genau gesagt bekommen. 😋

8. Biete verschiedene Varianten / Themen

Das ist eher eine Kür für Fortgeschrittene.

Wenn du unterschiedliche Zielgruppen hast, kannst du auch verschiedene Newsletter-Versionen zu verschiedenen Themen herausgeben. So verringerst du das Risiko, "am Leser vorbei" zu schreiben. Aber Achtung, unterschätze den Aufwand nicht. Mach das auf keinen Fall, wenn du noch ganz neu mit deinem Newsletter unterwegs bist, und auch nicht, weil du Angst davor hast, dich festzulegen.

Eine weitere - sanfte - Methode ist es, Leser zu "taggen", also mit Stichworten zu versehen, die sie bestimmten Interessengruppen zuordnen. So kannst du dann ganz gezielt bestimmte Themen nur an die Interessengruppen senden, für die es relevant ist.

9. Wirb für deinen Newsletter

An dieser Stelle meine ich nicht unbedingt bezahlte Werbung in Facebook oder Google - auch wenn das natürlich eine Option ist. Wenn du das in Erwägung ziehst, empfehle ich dir, das Freebie aus Tipp 4 zu bewerben statt "nur" den Newsletter.

Aber auch ohne bezahlte Werbung gibt es unendlich viele Wege, auf deinen Newsletter aufmerksam zu machen. Jeder Post in den Social Media und jedes Profil auf anderen Seiten (Foren oder Portale) bieten sich z. B. dafür an. Auch in deinem Newsletter selbst kannst du Leser bitten, deinen Newsletter an andere weiterzuempfehlen, für die er interessant sein könnte. Du kannst die Anmeldeseite auf deinem Firmenschild verlinken (z. B. als QR-Code).

Auch wenn du in Social Media oder Foren Tipps gibst oder kostenlos unterstützt, kannst du immer wieder auch einen Hinweis auf deinen Newsletter einstreuen. Der Newsletter kann eines deiner wichtigsten Verkaufstools sein. Nutze ihn.

10. Lass den Kopf nicht hängen 😉

In meinen fünf Newsletter-Jahren habe ich eine ganz wichtige Erfahrung gemacht: Die wertvollsten Newsletter-Leser sind die, die sich freiwillig und bewusst eingetragen haben. Sie lesen tatsächlich das, was man so mühevoll zusammengetragen hat, geben wertvolles Feedback und passen auch als Kunden, wenn sie irgendwann wirklich einen Auftrag erteilen. Aus diesem Gesichtspunkt kann sich ein Newsletter mit 20 oder 30 Abonnenten mehr lohnen als einer mit 600!

Wichtig an dieser Stelle - wenn Newsletter-Leser dich verlassen möchten, lass sie ziehen. Manchmal sind Abmeldungen nur vorübergehend, weil jemand in Urlaub oder für eine Zeit ins Ausland geht. Manchmal passt es aber auch einfach nicht. Nimm es auf keinen Fall persönlich, und hab keine Angst davor, dass jemand sich abmelden könnte. Ich weiß, dass dieser Gedanke extrem lähmend sein kann, wenn man gerade am nächsten Newsletter werkelt.

Wenn du dir mehr Tipps für einen wirksamen Newsletter und entspanntes Marketing mit Leichtigkeit wünschst, dann melde dich am besten jetzt gleich kostenfrei zu unserem Slow Marketing Newsletter an. Ich gebe immer wieder auch mal kostenfreie Webinare, in denen ich tiefer in dieses und andere Marketing-Themen einsteige.

Alles Liebe,

💖 Bettina

Kategorien: Umsatz ankurbeln | Schlagworte: E-Mail Marketing, Mehr Newsletter-Leser, Online-Marketing, Opt-In

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Kommentare

Barbara J. Schoenfeld sagt:

20.02.2015 um 13:28 Uhr

Das ist ja ein toller Artikel, vielen herzlichen Dank. Ich habe noch ein paar gute Ideen gefunden. Unter meinen emails auf den Newsletter hinzuweisen ist eine geniale Idee, das habe ich gleich eingebaut. Herzliche Grüße Barbara

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