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Ihr tägliches 15-Minuten-Artikel-SEO (für Shops)

10.03.2015

Frühjahrsputz in Online-ShopsRegelmäßig ein wenig SEO zu betreiben ist besser, als sporadisch größere Maßnahmen durchzuführen. Es ist auch leichter. Denn jeder schafft es, täglich fünfzehn Minuten für die Optimierung der Website, des Shops oder Blogs zu reservieren. Oder alle zwei Tage eine halbe Stunde. Einmal im Monat hingegen zehn oder mehr Stunden dafür zu blocken, ist wesentlich schwieriger. Und dann schieben wir das endlos vor uns her und fangen wir lieber gar nicht erst an ...

Warum gerade Artikel-SEO?

Sie wissen ja (oder vielleicht noch nicht): SEO beinhaltet für uns nicht nur die Suchmaschinen-Optimierung. Es ist ein ganzheitlicher Ansatz, bei dem es um das Endergebnis geht - den Umsatz. Und den erreichen Sie nicht durch Suchmaschinen, sondern durch Ihre Kunden. Und für Ihre Kunden spielen die Artikel in Ihrem Shop natürlich die wichtigste Rolle.

Wenn ich Artikel-SEO sage, meine ich Optimierung im weitesten Sinne, nämlich

  • Verkaufsargumente zu formulieren, sowohl für den Artikel selbst als auch allgemein für Ihren Shop,
  • Artikel optimal zu präsentieren, so dass Ihre Kunden sehen, was sie für ihr Geld bekommen (und dass es ihr Geld wert ist),
  • und natürlich die Optimierung für Suchmaschinen, denn darüber gewinnen wir Neukunden.

Die folgenden fünf Punkte sollten Sie für jeden Ihrer Artikel durchgehen. In fünfzehn Minuten sollten Sie einen oder zwei Artikel schaffen, je nachdem, auf welchem Stand Ihr Shop jetzt schon ist. Vielleicht schaffen Sie auch weniger, lassen Sie sich davon nicht entmutigen. Babyschritte sind besser, als gar nicht vorwärts zu kommen. Mit der Zeit werden Sie schneller, wenn Sie es wirklich regelmäßig machen.

Und vielleicht lässt sich ja auch hier und da mal eine zusätzliche Viertelstunde im Tagesablauf unterbringen.

Beginnen Sie z. B. mit Ihren Bestsellern, oder mit Ihren Ladenhütern, oder auch mit den Restposten - oder mit den neuen Angeboten (da müssen Sie es ja ohnehin machen). Wichtig ist nicht, mit welchem Artikel Sie beginnen, sondern dass Sie beginnen. Heute.

Los geht's.

Achso, noch ganz kurz - lassen Sie sich von dem vielen Text unter jedem der fünf Punkte nicht abschrecken. Ich erkläre zu jedem Punkt, warum er wichtig ist. Das ist einfach ganz viel Info noch drumherum, woran Sie anfangs denken müssen. Später kommen diese Dinge von ganz alleine. Versprochen.

So, und jetzt geht es wirklich los.

Titel des Artikels

Der Titel eines Artikels ist das, was für jeden einzelnen von uns unser Name ist. Über den Titel wird ein Artikel eindeutig identifizierbar und kann so von allen anderen Artikeln leicht unterschieden werden. Ein Artikelname sollte daher immer einzigartig sein. Nehmen Sie ruhig den Herstellernamen, die Größe oder Ausführung (z. B. 100er Pack) mit auf, wenn das für den Artikel kennzeichnend ist.

Da auf Artikelseiten in Shops meist der Artikelname (richtigerweise) als Überschrift 1 gekennzeichnet ist, hat er auch für Suchmaschinen (und die Suchworte, die diese Ihrem Artikel zuordnen) eine große Bedeutung.

Oft ist der Titel eines Produkts zudem gleichzeitig der Seitentitel der Produktseite, und auch dadurch für Suchmaschinen wichtig. Der Seitentitel wird außerdem verwendet, wenn ein Kunde die Artikelseite in den Lesezeichen ablegt. Da ist es ja auch wichtig, dass er sie eindeutig und leicht wiederfindet!

Ein optimaler Produkttitel ist zwischen 10 und 100 Zeichen lang, wobei ich 10 doch ziemlich mager finde, wenn man das eben Gesagte bedenkt. Nutzen Sie die verfügbaren 100 Zeichen ruhig aus!

Eine endlose Aneinanderreihung von Stichworten sollte der Name des Artikels auf keinen Fall sein - am Ende optimieren Sie immer für Ihre Kunden. Haben Sie daher immer den Menschen im Blick!

Artikelbeschreibung

Die Artikelbeschreibung liefert neben den Produktbildern die wichtigsten Kaufargumente für Kunden. Da Sie in Ihrem Online-Shop vermutlich keinen aktiven (virtuellen) Verkäufer beschäftigen, der Kundeneinwände beantworten kann, muss die Artikelbeschreibung diese Rolle so gut wie möglich übernehmen.

Deshalb kann ich es nicht verstehen, wenn Artikelbeschreibungen nur einen Absatz lang sind. Dann ist der Artikel wohl die Worte nicht wert?

Wenn Ihnen die Fakten ausgehen, überlegen Sie sich, welche Fragen oder auch Zweifel Ihre Kunden zu dem Artikel haben könnten. Stellen Sie sich vielleicht einen Kunden bildlich vor, dem Sie das Produkt gerade gezeigt haben. Welche Argumente wird er anführen, warum er das Produkt doch (noch) nicht kauft?

Neben der Aussagekraft der Beschreibung ist es auch hier wichtig, einzigartig zu sein. Das trifft insbesondere dann zu, wenn Sie sich "Anregungen" für Ihre Produktbeschreibungen vom Hersteller (oder sogar aus fremden Shops) geholt haben. Ein leichtes Abändern des Satzes reicht da nicht. Sie sollten schon den gesamten Text umformulieren.

Am besten klappt das so: Stellen Sie sich in Stichpunkten die wichtigsten Aussagen zusammen. Schreiben Sie echte Stichpunkte, keine Formulierungen, keine Satzfragmente - beschränken Sie sich auf die Fakten. Legen Sie den original Text dann weg. Richtig weg. Nicht schummeln! Wenn Sie wollen, sortieren Sie die Stichpunkte nochmal um. Schreiben Sie nun aus den Stichpunkten wieder ganze Sätze. In Ihren eigenen Worten. Oder noch besser: Sprechen Sie die Sätze auf ein Band, als hätten Sie einen echten Kunden vor sich. Und tippen Sie das Gesprochene dann ab. Dann wird Ihr Text gut lesbar und klingt nicht gestelzt.

Ja, ich gebe zu: Das ist in fünfzehn Minuten kaum zu schaffen, vor allem, wenn man keine Übung hat. Aber erstens lohnt sich der Einsatz. Und zweitens werden Sie schneller. Weil Ihnen das Formulieren mit der Zeit leichter fällt, und auch weil Ihnen schneller einfällt, was noch zu dem Artikel erwähnenswert ist.

Oft haben Shops auch Artikel im Sortiment, die sich in Teilen so stark ähneln, dass eine komplette Abänderung für jeden einzelnen Artikel einfach nur noch Beschäftigungswahnsinn ist. Nicht nur, dass es einen irrsinnigen Aufwand macht. Irgendwann fällt einem auch einfach keine passende Formulierung mehr ein, die man noch nicht verwendet hat. Einzelne Textpassagen aus anderen Artikeln (Achtung, ganz wichtig: des eigenen Shops!) sind erlaubt.

Bilder

Bilder sind extrem wichtig für die Kaufentscheidung des Kunden. Sie sollten natürlich entsprechend aussagekräftig sein (gute Auflösung, richtiger Blickwinkel, wenn sinnvoll - mehrere Abbildungen).

Ich finde es z. B. immer ziemlich nervig, wenn Hosen nur mit einem über den Bund reichenden Pulli abgebildet sind. So kann ich gar nicht sehen, wie die Hose am Bauch geschnitten ist!

Da Suchmaschinen Bilder (noch) nicht bzw. nur eingeschränkt auslesen können, sollten Sie die wichtigste Aussage des Bildes bereits im Bildnamen unterbringen. Nennen Sie Bilder also z. B. nicht xy787.jpg, sondern damenjeans-blau-vorderansicht.jpg. Nehmen Sie wichtige Stichworte (Hersteller, Artikelnummer etc.) in den Bildnamen mit auf. So werden Sie auch über die Google Bildersuche gefunden. Nicht wenige Shops gewinnen einen Großteil ihrer Kunden über diese Suchseite von Google.

In vielen Shops fehlt leider technisch die Möglichkeit, aber wenn Sie sie haben, nutzen Sie sie: Geben Sie für jedes Bild einen alt-Tag (Alternativ-Text) und einen Titel mit an. Der alt-Tag wird sehbehinderten Menschen vorgelesen, der Titel erscheint, wenn man mit der Maus über das Bild fährt. Auch hier können Sie natürlich wiederum wichtige Stichworte verwenden.

Keywords / Stichworte

Wenn Sie Titel, Beschreibung und Bilder ordentlich und umfangreich gepflegt haben, benötigen Sie die Keywords für den Artikel eigentlich kaum noch. Hauptsächlich dienen diese nämlich der Platzierung von Synonymen, damit das Produkt bei einer Suche auch unter diesem Begriff gefunden wird. Sie können diese Synonyme aber eben durchaus auch bereits in die Beschreibung, Bildnamen, Bild-Alt-Tags usw. einfließen lassen.

In manchen Shops werden die Keywords daneben aber auch zur Vernetzung über Tag Clouds oder Ähnliche Produkte verwendet. Wenn das in Ihrem Shop der Fall ist, sollten Sie hier nicht nur Synonyme zur Artikel-Bezeichnung, sondern alle elementaren Produkteigenschaften eintragen.

Meta Description

Die Meta Description ist eine Art Kurzbeschreibung, die Google in den Suchergebnissen zur Produktseite anzeigt. Wird keine - oder aus Googles Sicht eine unzureichende - Meta Description geliefert, stellt Google diese kurzerhand aus den Informationen der Seite selbst zusammen. Das kann natürlich suboptimal sein, da diese Zusammenstellung natürlich nicht manuell, sondern vollautomatisch erfolgt.

Wollen Sie auf der sicheren Seite sein, formulieren Sie selbst eine Meta-Description. Stellen Sie sich dabei vor, Ihr Produkt wird zusammen mit tausenden ähnlichen (oder sogar identischen) Produkten bei Google präsentiert. Welches sind die elementaren Argumente, mit denen Sie den Kunden überzeugen, in Ihren Shop zu kommen? Liefern Sie schnell, versandkostenfrei,

Noch ein kurzes Wort - weil es gerne gemacht wird, aber nicht so toll ist: Verwenden Sie keine GROSSBUCHSTABEN in der Meta-Description.

Checkliste kostenlos herunterladen

Jetzt wissen Sie das Wichtigste, auf das es bei der Artikeloptimierung in Shops ankommt.

Als kleine Unterstützung habe ich Ihnen die wichtigsten Punkte auf einer Checkliste zusammengefasst (PDF).

Kategorien: Pimp your Shop | Schlagworte: Keywords, Mehrwert-Texte, On-Page, Produktsuche

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Kommentare

Andreas sagt:

26.03.2015 um 10:40 Uhr

Ihre Beiträge finde ich immer sehr gut und auch toll formuliert :-) Leider habe ich keinen Oxid Shop mehr sondern einen von Shopware PE. Gelten auch bei dem die 5 Punkte? LG Andreas

Antworten

Bettina Ramm sagt:

26.03.2015 um 11:57 Uhr

Hallo Andreas, vielen Dank für die netten Worte :) Ja, die fünf Punkte gelten genauso für jeden anderen Shop, auf für einen von Shopware. Denn die Inhalte, auf die es ankommt, sind ja in jedem Shop dieselben. Viele Grüße Bettina Ramm

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