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Schritt für Schritt zum Newsletter - 1. Adressen sammeln

05.12.2013

NewsletterMit meiner Serie "Schritt für Schritt zum Newsletter" möchte ich Selbständigen und kleinen Unternehmen den Einstieg zum eigenen Newsletter erleichtern. In fünf Schritten nehme ich Sie an der Hand und zeige Ihnen, worauf es ankommt. Ergebnis dieser Serie ist Ihr erster selbst versendeter Newsletter.

Los geht es mit Schritt 1: Sammeln Sie E-Mail Adressen von Interessenten und Kunden.

Ich möchte betonen: Das ist der mit großem Abstand aller-, aller-, allerwichtigste Schritt! Und: Es ist nie zu früh.

Spätestens, wenn Sie sich entschlossen haben, Ihren eigenen Newsletter herauszubringen, sollten Sie mit dem Sammeln beginnen. Besser wäre sogar, wenn Sie schon damit anfangen, bevor Sie überhaupt in Erwägung ziehen, einen Newsletter zu schreiben.

Warum betone ich das so?

Es gibt eine wichtige Vorschrift: Sie dürfen E-Mails nur an Empfänger senden, die damit einverstanden sind. Dabei genügt es nicht mehr, dass ein Kunde oder Interessent nicht widerspricht, wenn er Infos von Ihnen erhält, sondern er muss diese (regelmäßigen) Infos ausdrücklich angefordert haben. Dass Kunden z. B. eine Ware in Ihrem Shop bestellt oder Ihre Leistung in Anspruch genommen haben, genügt nicht mehr, um anzunehmen, dass sie auch automatisch an Ihrem Newsletter interessiert sind. Dazu kommt, dass Newsletter nicht mehr ohne Weiteres abonniert werden. Es herrscht eine Newsletter-Müdigkeit, die angesichts der Vielzahl an Newslettern nicht verwunderlich ist. Um Leser muss mittlerweile oft hart gebuhlt werden.

Daraus folgt, dass es immer schwieriger wird und immer länger dauert, einen Verteiler aufzubauen.

Außerdem gilt es zu bedenken, dass Interessenten, die ja durchaus vage an Ihrer Leistung oder Ihren Produkten interessiert sind, meist nur einmal auf Ihrer Website landen. Aus irgendwelchen Gründen (just in diesem Moment eintreffender Anruf, PC-Absturz, Kaufentscheidung noch nicht reif) ist der Interessent vielleicht gerade nicht willens oder fähig, den Kaufabschluss zu tätigen und verlässt Ihre Website wieder. Die Wahrscheinlichkeit ist gering, dass er sich nach diesem Kurzbesuch später nochmal an Sie erinnert. Wenn er aber echtes Interesse hat, und es die Möglichkeit gibt, wird er sich vielleicht für Ihren Newsletter registrieren und fortan Infos von Ihnen erhalten. Mit jedem Newsletter steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Interessent sich nun doch erinnert, wenn die Kaufentscheidung getroffen wird.

Deshalb ist es wichtig, diesem Interessenten von Anfang an die Möglichkeit zu geben, mit Ihnen im Kontakt zu bleiben. Ohne dass er gleich direkten Kontakt zu Ihnen aufnimmt.

Und so geht's

Manche denken, bevor sie anfangen können zu sammeln, müssen sie noch unzählige Entscheidungen und technische Vorbereitungen treffen. Machen Sie es sich nicht so schwer! Sie können Adressen sammeln vom ersten Tag an, an dem Ihre Website online geht (und natürlich auch sogar schon vorher).

Ein kleines Script, in dem Interessenten Ihre E-Mail Adresse eintragen können und das Ihnen diese automatisch zusendet, reicht für den Anfang schon aus. Im Notfall genügt sogar Ihre verlinkte E-Mail Adresse mit einem vorbereiteten Betreff - das lässt sich sogar ohne Programmierung in die Website einbinden.

Sie können die Adressen zunächst in einer Excel Liste sammeln. Tragen Sie dort möglichst gleich mit ein, wann und wie der Empfänger sich angemeldet hat.

Vergessen Sie nicht Ihre bestehenden Kunden - senden Sie ihnen eine persönliche Info und bitten Sie sie um ein Einverständnis zum Zusenden des Newsletters. Drucken Sie Infos zu Ihrem Newsletter auf Geschäftspapier, Angebote, Rechnungen... Legen Sie ein kleines Anmeldeformular in Ihrem Laden oder Ihrer Praxis aus. Erweitern Sie alle Anfrage-, Kontakt- und Bestellformulare um die Möglichkeit, den Newsletter zu abonnieren.

Sinn macht es auch, sich von Anfang an Gedanken zu machen, wie man seinen Interessenten und Kunden das Abonnieren des Newsletters schmackhaft macht. Können Sie als Dankeschön ein kleines Präsent anbieten? Einen Rabatt-Gutschein, eine Probestunde, eine Leseprobe oder etwas Ähnliches?

Und noch ein Tipp zum Schluss: Glauben Sie nicht, dass Sie für Ihren ersten Newsletter eine bestimmte Mindest-Verteilergröße erreichen müssen. Mein allererster Newsletter ging an 12 Empfänger (heute kann ich es ja sagen :)). Ihre Leser wissen das schließlich nicht, und selbst wenn - dürfen sie sich dann nicht geschmeichelt fühlen, dass Sie den Newsletter fast für sie persönlich geschrieben haben? Und falls Sie denken, der Aufwand lohnt nicht - auch das ist ein Irrtum, schließlich lässt es sich im kleinen Kreis wesentlich leichter üben und ausprobieren.

 Jetzt! - Ihre Aktion

Entscheiden Sie noch heute, wie und wo Sie Ihre Newsletter-Abonnentenliste ablegen. Soll es eine Excel-Liste sein? Sie benötigen mindestens E-Mail und Anmeldedatum. Legen Sie die Datei am besten jetzt gleich an.

Prüfen Sie, welche Möglichkeiten zur Anmeldung Sie sofort auf Ihrer Website anbieten können. Was ist machbar und erschwinglich? Lassen Sie sich bei Bedarf beraten und zwingen Sie sich zu einer raschen Entscheidung. Es ist nichts in Stein gemeißelt und die Luxus-Version können Sie auch später noch umsetzen (lassen)!

Weisen Sie ab sofort überall, wo es sofort möglich ist, auf Ihren Newsletter hin: In Ihrer E-Mail Signatur, auf Rechnungen, Angeboten, Infoblättern, Flyern. Wenn Sie einen Laden oder eine Praxis betreiben, legen Sie Zettel aus, auf denen sich die Interessierten direkt eintragen können.

Formulieren Sie eine E-Mail für Ihre Kunden, in der Sie sie um das Einverständnis zum Zusenden Ihres Newsletters bitten. Senden Sie diese E-Mail an alle Ihre Kunden.

Alles erledigt?

Weiter geht's in wenigen Tagen mit Schritt 2: Inhalte, Formate, Rhythmus festlegen


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Kategorien: Umsatz ankurbeln | Schlagworte: Newsletter, Schritt für Schritt zum Newsletter

Kommentare

Schritt für Schritt zum Newsletter | WEB-Häppchen von https://www.web-grips.de/blog/schritt-fuer-schritt-zum-newsletter/ sagt:

11.12.2013 um 13:47:46

[...] Adressen sammeln [...]

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